Rezension: „Survival-Kit Biologie“

Das Survival-Kit Biologie von Paul Yannick Windisch.Ähnlich wie in den Fächern Chemie und Physik können einige Medizinstudenten auch in der Biologie auf schulische Vorkenntnisse bauen. Für alle anderen oder diejenigen, die dieses Wissen wiederholen möchten, bietet das Survival-Kit Biologie perfekt auf die Prüfungen abgestimmte Inhalte.

Zielgruppe:

Das Survival-Kit Biologie von Paul Yannick Windisch richtet sich wie das entsprechende Chemiebuch der Reihe vor allem an Medizinstudenten der vorklinischen Semester. Dabei dürften alle Studenten von dem Buch in Hinblick auf die Klausur oder das Physikum profitieren, aber wohl vor allem diejenigen, die Biologie in den letzten schulischen Jahren abgewählt haben oder in diesem Bereich noch deutliche Defizite aufweisen. Das Survival-Kit lässt sich des Weiteren auch in anderen Studiengängen einsetzen, in denen biologische Grundkenntnisse ebenfalls gelehrt werden, wie zum Beispiel Psychologie.

Aufbau / Didaktik:

Auf rund 100 Seiten wird in 6 Kapiteln (Grundausstattung der Zelle, Transkription und Translation, Zellzyklus und Apoptose, Genetik, Mikrobiologie, Ökologie) das grundlegende biologische Wissen vermittelt. Dabei bedient sich der Autor ein paar sinnvoller Instrumente, damit dem Leser immer wieder der rote Faden und die prüfungsrelevanten Inhalte aufgezeigt werden. „Lerntipps“, „Für die Klausur“, „Für Ahnungslose“, „Merke“ oder „Achtung!“ nennen sich diese farblich hervorgehobenen Kästen, die die Texte immer wieder auflockern und so den Lernprozess vorantreiben. Am Ende eines jeden Kapitels gibt es Übungsaufgaben, die ebenfalls auf Klausuraufgaben abzielen und deren Lösungswege stets logisch und verständlich erklärt werden. weiterlesen Rezension: „Survival-Kit Biologie“

Rezension: „Lehrbuch Histologie“

Sobotta Lehrbuch HistlogieGlaubt man den meisten Professoren darf „der Welsch“ im Regal eines Medizinstudenten nicht fehlen. Einer unserer Autoren hat das Experiment gewagt und sich damit auf die Histologie-Klausuren der Vorklinik vorbereitet.

Zielgruppe:

Zu der Zielgruppe zählen die Studenten der Zahn- und Humanmedizin in der Vorklinik. Aber auch höhere Semester, Promovierte und Erfahrene können von diesem Buch als Nachschlagewerk profitieren.

Aufbau / Didaktik:

In 19 Kapiteln wird auf 700 Seiten vom Grundaufbau der Zelle über die Gewebelehre bis hin zur speziellen Histologie alles besprochen, was für Studenten der Human- und Zahnmedizin relevant sein sollte. Die Aufteilung und Reihenfolge der Kapitel ist sinnvoll gestaltet. „Merke“-Kästchen heben die wichtigen Informationen hervor und die „Klinik“-Abschnitte setzen den Inhalt in einen praxisbezogenen Kontext. Zusammenfassungen am jeweiligen Abschnittsende helfen bei der Rekapitulation. Außerdem unterstützen über 800 Grafiken und viele schematische Illustrationen das Verständnis der Gewebefunktion. Daneben listen über 30 Tabellen wichtige Merkmale auf, ähnlich wie sie in den Prüfungen auch abgefragt werden. weiterlesen Rezension: „Lehrbuch Histologie“

Rezension: „BASICS Vorkurs Medizin“

Wir haben das BASICS Vorkurs Medizin von Paul Yannick Windisch rezensiert.Kurse, die schon im Vorfeld des Medizinstudiums für einen gewissen Wissensvorsprung sorgen sollen, werden mittlerweile nicht nur von den Universitäten  selbst, sondern auch von privaten Unternehmen angeboten. Wir haben uns mal ein Vorbereitungsbuch angeschaut, das eher auf solide Grundlagen als unnötiges Detailwissen setzt.

Zielgruppe:

Zu der Zielgruppe des „BASICS Vorkurs Medizin“ gehören vor allem zukünftige Medizinstudenten, die ihr naturwissenschaftliches Wissen aus der schulischen Oberstufe wiederholen bzw. etwas vertiefen wollen, um so gut gewappnet ins Studium zu starten. Aber auch für Studenten im ersten oder zweiten Semester kann das BASICS noch interessant sein, um die Grundlagen zu festigen.

Aufbau / Didaktik:

Das „BASICS Vorkurs Medizin“ behandelt die Fächer Mathematik, Chemie, Biologie und Physik, die auch gleichzeitig die vier wichtigsten Kapitel bilden. Anschließend gibt es noch einen Teil mit kleinen Übungsaufgabe sowie Abbildungen wie dem chemischen Periodensystem oder der Code-Sonne für die Proteinbiosynthese. Das mathematische Kapitel ist das kürzeste, hier werden grundlegende Fähigkeiten wie Bruchrechnen, Potenzen, das Umrechnen von Einheiten, einfache Gleichungen oder die Berechnung von Halbwertszeiten zurück in das postabiturielle Gehirn gerufen. Das Chemie-Kapitel behandelt die Grundlagen der Organik und Anorganik. Zellbiologie, Genetik und Mikrobiologie werden im biologischen Abschnitt erklärt und abschließend wird selbst Physik-Abwählern auf angenehme Art und Weise ein physikalisches Basiswissen vermittelt.

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Rezension: „Zellbiologie“

Die Rezension der 5. Auflage von "Zellbiologie" von Helmut Plattner und Joachim HentschelBiologie gehört neben Chemie und Physik zu den grundlegenden Naturwissenschaften, die auf Medizinstudenten im vorklinischen Studienabschnitt zukommen. Dabei können viele Studenten noch auf Wissen aus den entsprechenden Leistungskursen in der Schule zurückgreifen. Ein Nachschlagewerk wie „Zellbiologie“ von Helmut Plattner und Joachim Hentschel wird trotzdem gerne in den ersten Vorlesungen von den Dozenten empfohlen.

Zielgruppe:

Das Buch „Zellbiologie“ richtet sich vor allem an Biologie-, Biochemie- oder Tiermedizinstudenten. Wer Biologie schon als Leistungskurs im Abitur hatte, kommt zumindest im Medizinstudium lange ohne ein so ausführliches Buch aus. Trotzdem findet man natürlich alle wichtigen Inhalte aus der Vorlesung auch in diesem Lehrbuch.

Aufbau / Didaktik:

In insgesamt 26 Kapiteln wird ausführlich auf die einzelnen Komponenten der tierischen und pflanzlichen Zelle eingegangen. Außerdem wird in der 5. Auflage auch die Zellpathologie von Krankheiten in den entsprechenden Kapiteln beschrieben, also beispielsweise die Grundprinzipien der Entstehung von Krebs. Jedes Kapitel beginnt mit einer Zusammenfassung, leider gleicht der restliche Text jedoch eher einem Block ohne viele Absätze. Ausnahmen bilden die bereits erwähnten Abschnitte für die Zellpathologie sowie einzelne fettgedruckte Kernaussagen.

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Rezension: „Das Paper-Protokoll“

Das Paper-Protokoll von Stefan Lang gibt eine Anleitung zum Verfassen von (bio-)medizinischen Forschungsartikeln. Die Veröffentlichung der Ergebnisse in einem Fachmagazin steht sowohl in der Medizin als auch in den meisten anderen Naturwissenschaften am Ende eines jeden Forschungsprojekts die Veröffentlichung. Auch bei den anschaulichsten Studien kann das schlussendliche Paper dem Verfasser den letzten Nerv rauben. „Das Paper-Protokoll“ zeigt eine einfache Vorgehensweise auf, um in 4 verschiedenen Phasen zu einem Endprodukt zu gelangen, das den wissenschaftlichen Ergebnissen den adäquaten Rahmen gibt.

Zielgruppe:

Das Buch richtet sich an Wissenschaftler, Doktoranden oder Postdocs aus den Bereichen Medizin, Biologie, Biochemie und anderen Naturwissenschaften. Es eignet sich aber auch für Bachelor- und Masterarbeiten.

Aufbau / Didaktik:

Nach einer kurzen Einführung zeigt das Buch 4 verschiedene Phasen der Erstellung eines Papers auf: Konzept & Abstract (Schlüsselergebnisse, Kernaussagen), Outline (Argumentation, Planung), Rohfassung (Verständlichkeit, Prägnanz) und Überarbeitung (Sprache, Stil, Formalitäten). Diese 4 Phasen werden in dem jeweiligen Kapitel genau erklärt und mit sinnvollen Tipps und Hinweisen zu häufigen Fehlern vervollständigt. Abgeschlossen wird das Buch mit Tipps zur Schreibsituation, dem eigenen Anspruch und dem sinnvollen Einsatz des Buches im Prozess der Papererstellung. Im Anhang findet sich eine Aufzählung wichtiger englischer Verben in wissenschaftlichen Texten, praktische Beispiele umständlicher und prägnanter Formulierungen sowie Hinweise zum Einsatz von Satzzeichen in englischsprachigen Texten.

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Pflegepraktikum: What not to expect

  • Den Puls zu messen gehört im Rahmen der Feststellung der Vitalparameter zu den Aufgaben im Krankenpflegepraktikum des Medizinstudiums.Ihr werdet höchstwahrscheinlich keine studentischen oder ärztlichen Tätigkeiten ausüben. Nun gut – es heißt ja auch Pflegepraktikum und ihr arbeitet also hauptsächlich mit den Krankenschwestern und –pflegern zusammen. Wenn ihr Glück habt, könnt ihr aber vielleicht trotzdem mal im OP vorbeischauen oder interessante Dinge in der Notaufnahme sehen.
  • Zustände wie bei Scrubs oder Grey’s Anatomy sind stark beschönigt. Es gibt einen Grund, warum immer nur die halbe Wahrheit gezeigt wird: vieles im Krankenhausalltag ist nicht schön anzusehen. Sei es die Einsamkeit mancher Patienten, das unfaire Schicksal vieler, Undankbarkeit oder aber auch viele Situationen mit hohem Ekelpotential und obendrauf der ständige Zeitdruck des Personals. Wer würde sich denn solche Serien gucken? Für viele ist es das erste Mal, dass sie ein Krankenhaus über längere Zeit von innen sehen und manches kann einen ganz schön mitnehmen. Das ist allerdings auch völlig normal und sehr wichtig für später.
  • Abschließend lässt sich sagen, dass es nichts gibt, was es nicht gibt! Beginnt euer Pflegepraktikum vorurteilsfrei und arbeitet hart daran, nicht zu schnell zu verurteilen. Ihr werdet viele spannenden Dinge sehen, die Arbeit der Pflege hoffentlich besser verstehen und drei Monate erarbeitete Lebenserfahrung mitnehmen!

Bild: Praisaeng / FreeDigitalPhotos.net

Pflegepraktikum: What to expect

  • Ihr werdet die unangenehmen Aufgaben erledigen. Dazu gehören die Aufnahme der Vitalparameter (Blutdruck, Puls, Temperatur), Patienten im Alltag zu helfen, Putzen und die Betten zu machen. Ihr seid unbezahlte bzw. günstige Arbeitskräfte, (meist) ohne Ausbildung und werdet bei dem aktuellen Pflegenotstand dringend gebraucht. Alle Pflegekräfte freuen sich über jedes Paar helfende Hände. Häufig haben sie aber zu viel Stress, um das auch zu zeigen, nehmt es ihnen also nicht übel!
  • Auch wenn wir hier in das Land der Spekulation absteigen: der Verdacht kommt ab und zu auf, dass den angehenden Medizinern auch gern gezeigt wird, dass sie nichts zu sagen haben. Stimmt auch – zum Zeitpunkt des Pflegepraktikums haben wir noch keine Ahnung von nichts! Dennoch wäre es auf Dauer bestimmt besser für alle, wenn man uns nicht unter den Generalverdacht der Arroganz stellen würde.
  • Blutdruckmessen gehört für viele Medizinstudenten zum Alltag im KrankenpflegepraktikumIhr werdet tiefe Einblick in die guten, aber vor allem auch die schlechten Seiten des deutschen Gesundheitssystems bekommen. Die Arbeitsbedingungen in der Pflege sind hart und zahlen sich finanziell überhaupt nicht aus. Lasst euch nicht von eurem Optimismus abbringen, aber lernt aus dieser Erfahrung und nehmt eine Portion Realismus mit ins Studium.
  • Wenn man es richtig macht, erwirbt man essentielle Basiskenntnisse im Bereich der Pflege. Das kommt während des Studiums so nie wieder. Außerdem lernt man so den Klinikalltag von der pflegerischen Seite aus kennen, was zu mehr Umsicht und einem besseren Arzt-Pflege-Verhältnis beitragen sollte!
  • Vielleicht bekommt ihr gelegentliche Einblicke in ärztliche Tätigkeiten und Kontakt zu Studenten und Ärzten. Das ist super wertvoll, denn das Pflegepraktikum kann, je nach gewählter Station, körperlich und mental recht anstrengend sein. Da tut es gut, durch diese Kontakte das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
  • Nicht jedes Pflegepraktikum muss unbezahlt sein. Mittlerweile gibt es auch einige Krankenhäusern, die Medizinstudenten für das Krankenpflegepraktikum eine kleine Aufwandsentschädigung zahlen. Wer kein solches Haus in seiner Nähe hat, sollte sich bewusst sein, dass man als unbezahlte Arbeitskraft auch ruhig mal etwas Tempo aus dem Alltag nehmen kann und sich zum Beispiel auch mal etwas mehr Zeit für die Patienten nehmen kann. Im besten Fall lernt man wichtige Grundlagen im Umgang mit dem Patienten, die man für den späteren Berufsweg immer gebrauchen kann.
  • Häufig gibt es einen Stationsdrachen, der euch das Leben ganz schön schwer machen kann! Oft kann man sich das Leben aber auch deutlich leichter machen, wenn sich mit ihm gut stellt. Still und leise herausfinden, womit man den Drachen besänftigen kann (Süßigkeiten, kleine Gefallen, Lob oder einfach nur unsichtbar sein) und diese Kenntnisse dann anschließend anwenden. Klappt eigentlich immer und macht die Arbeit deutlich leichter.