FAQs für Abiturienten und Erstsemester (05): Uni-Haul

Der Beginn des Studiums markiert einen neuen Lebensabschnitt – und schnell wird klar, dass man das Ganze gut strukturiert und organisiert angehen muss, um nicht in Woche 2 schon völlig im Chaos zu versinken. Für die, die sich schon jetzt mit den wichtigsten Dingen „eindecken“ wollen, hat Zahnmedizinstudentin Myriélle einige Shopping-Anregungen gesammelt. Damit ihr euch entspannt zurücklehnen könnt, wenn andere in besagter Woche 2 verzweifelt durch die Läden hetzten.

Tasche / Rucksack

Schnell werdet ihr merken, dass ihr an manchen Tagen verdammt viel mitschleppen müsst. Vor allem, wenn es nach der Vorlesung noch in die Bibliothek geht. Ein geräumiger Rucksack ist dabei wichtiger, als man anfangs vermutet. Zu Beginn des Studiums besaß ich eine Collegebag aus Leder. Schick, aber aufgrund der einseitigen Belastung in meinen Augen absolut ungeeignet. Nach ein paar Wochen bin ich zum Rucksack zurückgekehrt. Am häufigsten trifft man auf dem Campus tatsächlich Modelle von Herschel oder Fjällräven an – es gibt aber auch genauso gute und deutliche günstigere Alternativen! Kauft, was euch gefällt – aber achtet auf den Tragekomfort.

Laptop / Tablet
Lehrbuch, Kalender, Tablet, Stifte und ein Block finden sich im Rucksack vieler Studenten.

Einen Laptop werdet ihr sicher schon besitzen. Über ein Tablet solltet ihr aber auch definitiv mal nachdenken! Ich habe während der Vorlesung anfangs per Hand und danach am Laptop mitgeschrieben. Beides hat für mich aufgrund des oftmals schnellen Tempos leider nur mäßig gut geklappt. Skripte auszudrucken und darin Notizen zu machen, wird auf Dauer super teuer. Mittlerweile besitze ich ein iPad Pro und bin absolut zufrieden! Die Anschaffungskosten sind zwar enorm, aber das mitschreiben mit Apple Pencil funktioniert einfach gut. Die Skripte runterladen und bequem Notizen machen – vor allem bei Bildern und Grafiken praktisch, die in der VL besprochen werden. Apple hat mittlerweile auch eine erschwinglichere Version auf den Markt gebracht. Informiert euch da einfach mal, mittlerweile gibt es einige gute Alternativen unterschiedlicher Anbieter.

Semesterticket

Wenn ihr in einer größeren Stadt studiert und nicht alles mit dem Rad abfahren könnt, werdet ihr um ein Semesterticket für die öffentlichen Verkehrsmittel nicht drum herum kommen. Die Preise und Regularien (bei manchen Unis sind die Tickets nämlich (teilweise) schon im Semesterbeitrag inkludiert), sind überall anders. Fragt einfach mal nach.

Und für die Autofahrer unter euch: oft ist die Parksituation schwierig oder ein Tagesticket an der Klinik unverschämt teuer. Informiert euch, ob ein Antrag auf Parkberechtigung für Studenten möglich ist! Für einen wirklich guten Preis lässt sich nämlich oftmals eine monatliche „Freikarte“ mieten.

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Rezension: „HAM-Nat 2018/19“

HAM-Nat 2018/19 von Paul Yannick Windisch.Für Abiturienten, die in Hamburg, Berlin oder Magdeburg Humanmedizin oder die in Hamburg und Berlin Zahnmedizin studieren möchten, ist der HAM-Nat eine wichtige Hürde im Auswahlverfahren. Ähnlich wie der Med-AT in Österreich ist er ein mathematisch-naturwissenschaftlicher Wissenstest, der zeigen soll, wer sich am meisten für die Inhalte der medizinischen Studiengänge eignet. Das Lernskript für diesen Auswahltest ist nun seit Mai auf dem Markt.

Zielgruppe:

Diese bilden potentielle Medizinstudenten, die ihr Studium in Hamburg, Berlin oder in Magdeburg beginnen möchten.

Aufbau / Didaktik:

Das Lernskript ist sehr ähnlich aufgebaut wie „MedAT 2018/19“ von Paul Yannick Windisch. Orientiert wird sich an den Prüfungsinhalten der Fächer Biologie, Physik, Chemie und Mathe wie sie in den bisherigen Eignungstests abgefragt wurden. Genau wie in dem österreichischen Pendant des Skriptes finden gibt es auch im HAM-Nat 2018/19 insgesamt 7 verschiedene Kästen, die in jeweils eigener Farbe folgende Informationen geben: Verständnis, Definition, HAM-Nat-Geheimtipp, Epische Eselsbrücken, Formeln / Axiome / Sätze, Zusammenfassung. Da man die Lerninhalte anhand des Skriptes leicht in den vorgegebenen 30- oder 60-Tage-Lernplan einteilen kann, gibt es auch hierzu immer wieder Hinweis auf den Seiten. Circa 1000 Testfragen kann man nach dem Lernen online auf der Lernplattform get-to-med.com durcharbeiten und sieht so den eigenen Lernfortschritt. Seitlich findet sich auf jeder Seite Platz für eigene Notizen.

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Rezension: „Mündliche Prüfung Anatomie“

Mündliche Prüfung AnatomieNach dem Anatomiekurs oder spätestens im mündlichen Physikum ist es für jeden Medizinstudenten so weit: eine mündliche Prüfung im Fach Anatomie steht an. Genau dafür gibt es seit April ein spezielles Vorbereitungsbuch. Wir haben es probegelesen.

Zielgruppe:

Das Buch richtet sich an Medizin- und Zahnmedizinstudenten, denen im Rahmen ihres Anatomiekurses oder im Physikum eine mündliche Prüfung in diesem Fach bevorsteht.

Aufbau / Didaktik:

Das Prüfungsvorbereitungsbuch gliedert sich anhand der einzelnen Organe und Organsysteme in 9 Kapitel. Von den „oberen Extremitäten“ bis zum „Hör- und Gleichgewichtsorgan“ findet man jeweils Fragen zur makroskopischen sowie zur klinischen und topografischen Anatomie. Klinische Bezüge und Übersichtstabellen erleichtern die Wiederholung vor der Prüfung genauso wie Abbildungen aus dem Prometheus. Das komplette Buch ist nach dem Kauf per Code auch über die eRef-Bibliothek von Thieme abzurufen.

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Viel Erfolg beim schriftlichen Physikum

Ab morgen zählt’s! 2 Tage alles raushauen, was in den vergangenen Wochen / Monaten gepaukt wurde!
 
Wir wünschen allen Physikumsabsolventen viel Erfolg und stets ein glückliches Händchen beim Kreuzen! ✍️💪🎉
 
Viel Erfolg beim schriftlichen 1. medizinischen Staatsexamen (Physikum)

Rezension: „Duale Reihe Innere Medizin“

Duale Reihe Innere MedizinFast 1500 Seiten widmet die Duale Reihe Innere Medizin dem wichtigsten medizinischen Fachbereich neben der Chirurgie. Wann sollte man sich diesen dicken Schinken zulegen und für wen lohnt er sich überhaupt? Wir haben einen Blick in die 4. Auflage geworfen.

Zielgruppe:

Für das Medizinstudium alleine ist das Buch definitiv zu ausführlich. Und für Medizinstudenten, die schon wissen, dass sie später kein Internist werden möchten, sicher auch. Die Duale Reihe Innere Medizin eignet sich eher für ausgewiesen Innere-Fans, die das Buch dann auch ohne Weiteres auch während der Assistenzzeit zum Nachlesen gebrauchen können.

Aufbau / Didaktik:

Das Buch gliedert sich in insgesamt 17 Kapitel, die wiederum in mehrere Unterkapitel aufgeteilt sind. Jedes Kapitel befasst sich mit einer internistischen Unterdisziplin (Kardiologie, Angiologie, Pneumologie, Gastroenterologie…) oder einem Organsystem (Säure-Basen-Haushalt, Leber, Galle, Pankreas). Natürlich findet man am Rand jeder Seite zusammenfassende Worte wie es sich für eine Duale Reihe gehört. Neben Definitionen, fettgedruckten Begriffen und Unterteilungen (Diagnostik, Klinik, Therapie…) und Exkursen gibt es auch die Thieme-typischen Merke-Kästen, die rötlich unterlegt sind. Abbildungen von Sonografie-, Röntgen- oder CT-Bildern sowie weitere klinische Bilder runden das designtechnische Angebot zwar insgesamt ab, trotzdem würde man sich etwas mehr Struktur bei der Wahl der fettgedruckten Begriffe oder bei der Wahl der Absätze wünschen.

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Rezension: „Kurzlehrbuch Dermatologie“

Kurzlehrbuch DermatologieDermatologie wird von vielen Medizinstudenten relativ schnell im klinischen Studienabschnitt abgehakt. Manchmal reichen aber die Vorlesungen oder das Praktikum nicht aus, um einen guten Überblick über das Fach zu bekommen. Oder man möchte das Präsentierte einfach vertiefen. In solchen Fällen kann das Kurzlehrbuch Dermatologie von Thieme weiterhelfen. Wir haben es probegelesen.

Zielgruppe:

Als Kurzlehrbuch es sich vor allem für alle Medizinstudenten, die einen guten Überblick über das Fach bekommen möchten und sich damit auf die Abschlussklausur oder auch eine Famulatur / ein PJ-Tertial vorbereiten möchten. Auch im Zahnmedizinstudium kann das Kurzlehrbuch Dermatologie für das Examen eine große Hilfe darstellen.

Aufbau / Didaktik:

In insgesamt 23 Kapiteln werden die gängigsten und wichtigsten dermatologischen Krankheitsbilder knapp aber prägnant vorgestellt. Einführende klinische Fälle stellen zu Anfang eines Kapitels den Praxisbezug her. Merke-Kästen, Exkurse und farblich hervorgehobene Begriffe helfen ebenso die wichtigsten Inhalte zu verstehen wie Tabellen und die in der Dermatologie maßgebenden Abbildungen. Außerdem zeigen die sogenannten „Key Points“ am Anfang eines Abschnitts an, worauf das Augenmerk zu richten ist. Insgesamt entfaltet das Buch seine Stärken vor allem durch die designtechnisch gut abgestimmte Aufmachung.

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FAQs für Abiturienten und Erstsemester (04): Die Zeit zwischen Abi und Studium

Ihr werdet wahrscheinlich ab Oktober Medizin studieren und überlegt nun, wie ihr die Zeit bis dahin möglichst sinnvoll nutzen könnt? Myrièlle gibt Euch praktische Tipps für die Zeit zwischen Abi und Studium. 🙂

Wer das Krankenpflegedienstpraktikum schon vor dem Studium absolviert, gewinnt Freizeit während der kommenden Semesterferien.Das Krankenpflegepraktikum

Insgesamt 3 Monate müssen für das Medizinstudium abgeleistet werden. Da lohnt es sich auf jeden Fall, wenigstens schon einen Teil des Praktikums vor Studienbeginn zu absolvieren. Die Arbeit und vor allem der Patientenkontakt sind unfassbar aufregend und interessant – aber leider ist das Arbeiten im Schichtdienst auch sehr anstrengend. Wenn ihr erst einmal studiert, seid ihr froh, wenn ihr nach der Prüfungsphase wirklich Semesterferien habt und nicht um halb 6 Uhr morgens in euren Kasack schlüpfen müsst. 😉

Auch für Zahnis lohnt es sich, wenigstens ein paar Wochen in der Pflege zu arbeiten. Ich selbst habe nach dem Abitur einen Monat im Krankenhaus verbracht und bin sehr froh über die Erfahrungen, die ich sammeln konnte. Im Rahmen des MKG-Kursus im klinischen Teil des Studiums müssen mehrere OP-Wochen absolviert werden. Und da ist es schön, die Arbeit auf Station auch aus pflegerischer Seite zu kennen.

Auf unserem Blog findet ihr wichtige Tipps und Informationen.

Durch Praktika bekommt man einen guten Einblick in die Berufswelt.Weitere Praktika

So oder so kann es nie schaden – auch weit im Voraus schon – Praktika zu absolvieren. So bekommt ihr schon früh einen Einblick und könnt überprüfen, ob eine Karriere in der Medizin überhaupt etwas für euch ist. Schnuppert in so viele Richtungen wie möglich! So habt ihr auch die Möglichkeit, möglichst viele Erfahrungen im Umgang mit Patienten zu sammeln. Smalltalk und einfühlsamer Umgang fallen nicht jedem leicht. Früh übt sich!

Arbeiten gehen

Leider ist das Medizinstudium nicht gerade günstig. Neben den Lebenshaltungskosten schlagen Studiengebühren, Kosten für Bücher, Kittel etc. zu Buche. Das kann schnell teuer werden! Vor allem in der Zahnmedizin fallen in den klinischen Kursen – natürlich von Uni zu Uni unterschiedlich – hohe Kosten bis zu 10.000 € an. Ein finanzielles Polster zu haben ist da sicher nicht verkehrt.

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