Durch den TMS die Wartezeit verkürzen

In Deutschland gibt es knapp 11.000 Studienplätze für das Studium der Humanmedizin. Der größte Teil davon (9000) entfällt auf Plätze, die zum Wintersemester vergeben werden. Im Jahr 2014/2015 bewarben sich 43002 Interessenten, das entsprach also einer Quote von fast 5 Bewerbern pro Studienplatz. Und die letzten Semester zeigen, dass die Anzahl an Bewerbern weiter steigt, während das Potential zum Ausbau neuer Studienplätzen an den Universitäten fast erschöpft scheint. Das Resultat dieses Mediziner-Booms sind lange Wartezeiten für all diejenigen, deren Abiturnote nicht zu den allerbesten des Landes gehört.

Für viele Interessenten ergibt sich damit eine fast unüberbrückbare Wartezeit von bis zu 6 Jahren. Klar, dass sich aufgrund dieses Umstands viele Abiturienten nach alternativen Berufswünschen umschauen, weil das Medizinstudium mit 6 Jahren ja sowieso schon eine lange Regelstudienzeit aufweist. Doch seit ein paar Jahren lässt sich die Wartezeit an vielen Unis durch den sogenannten Medizinertest verkürzen.

Viele Unis setzen bei der Bewerberauswahl auf den TMS

Der Test für medizinische Studiengänge (TMS), den es bereits in den Jahren 1986 bis 1996 in Deutschland gab, wird an insgesamt 22 deutschen Universitäten seit 2007 für das Fach Humanmedizin berücksichtigt. Für die Auswahl im Fach Zahnmedizin lohnt er sich an 16 Hochschulen. Die 60 % der Studienplätze, die von diesen Unis selbst verteilt werden, gehen somit auch an Bewerber mit guten Testergebnissen.Der Test für medizinische Studiengänge (TMS) prüft durch verschiedene Aufgabentypen das Grundverständnis für medizinische Problemstellungen ab.

Der TMS stellt keine klassische Überprüfung von Studiumsinhalten oder fachspezifischen Kenntnissen dar. Er ist vielmehr konzipiert wie eine Art IQ-Test und soll das Verständnis für naturwissenschaftliche und medizinische Problemstellungen abfragen. Der TMS soll den potentiellen Studienbewerber an seine geistigen Grenzen bringen und dauert insgesamt über 5 Stunden.

Besseres Testergebnis durch Bücher und Vorbereitungskurse

Da man den Test nicht wiederholen kann, lohnt sich eine ordentliche und strukturierte Vorbereitung. Wie bei einem IQ-Test, gibt es nämlich auch bei dieser Prüfung immer wiederkehrende Aufgabenstellungen, die sich deutlich einfacher lösen lassen, wenn man sie vorher schon mal in einem TMS Probetest geübt hat. Auch die Schnelligkeit kann sich merklich verbessern und bringt einem dadurch mehr Sicherheit. Neben einigen Büchern und Übungsheften werden vielerorts auch Kurse für die TMS Vorbereitung angeboten.

Wichtig ist außerdem im Zuge der Vorbereitung auf den Test, dass man sich frühzeitig für einen Termin in der Nähe anmeldet. Denn auch die Plätze in den örtlichen Prüfungsstätten sind begrenzt und es ist sicher angenehmer, wenn man nicht erst noch mehrere hundert Kilometer Anreiseweg vor sich hat oder womöglich noch an einem anderen Ort übernachten muss.

Weiter Infos über den Test für medizinische Studiengänge findet ihr auch auf der entsprechenden Internetseite.

2 Replies to “Durch den TMS die Wartezeit verkürzen”

  1. Danke für diesen Beitrag! Meine Tochter möchte Medizin studieren und auch diesen Test machen. Wann soll man sich für den Test schon anmelden?
    Danke und viele Grüße, Sebastian

    • Hallo Sebastian,
      danke für deinen Kommentar.
      Der nächste TMS findet am 05.Mai 2018 statt. Der Anmeldezeitraum wird am Anfang Dezember beginnen und wahrscheinlich Mitte Januar enden.

      Viele Grüße,
      Marvin von Medizin-Blog.info

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