EMS-Training – Unter Strom zur Traumfigur?

EMS steht für Elektromyostimulation und ist der neueste Trend im Fitnessbereich. Dabei handelt es sich um eine Trainingsmethode, die in der Physiotherapie und im Leistungssport schon seit Jahren eingesetzt wird.

Wie funktioniert EMS-Training?

Die Elektromyostimulation erfolgt über spezielle Trainingsbekleidung, auf der mehrere Elektroden angebracht sind und über die elektrische Impulse auf den Körper und in die Muskulatur geleitet werden. Bei Online-Anbietern, wie auf der Homepage von StimaWELL kann man das entsprechende Equipement kaufen oder mieten.  Die Stimulation führt zu einer schnellen Kontraktion der Muskeln, etwa bis zu 85 mal pro Sekunde. Wenn man nun ein entsprechendes Ganzkörpertraining durchführt, ist das effektiver als Muskeltraining mit Gewichten. Über die Elektroden im Trainingsanzug können alle großen Muskelgruppen gezielt angesteuert werden. Dadurch sollen nicht nur die oberflächlichen, sondern vor allem die tiefen Muskelstrukturen trainiert und aufgebaut werden. Isometrische oder dynamische Übungen können so schneller zum Muskelaufbau führen.

Was bringt das EMS-Training?

Durch die tiefe Muskelstimulation kommt es zu stärkeren Muskelkontraktionen als beim herkömmlichen Training. Dadurch wird jede Übung intensiviert und ein Ganzkörpertraining kann in nur 15 bis 20 Minuten abgeschlossen sein statt in 2 Stunden wie beim normalen Fitnesstraining. Das EMS-Konzept kann aber auch gezielt bestimmte Muskelgruppen trainieren, um zum Beispiel muskuläre Defizite zu beseitigen.  Allerdings sollte man auf das klassische Muskeltraining nicht gänzlich verzichten. Experten sind sich einig, dass wie immer die Mischung den Erfolg bringt. EMS-Training alleine kann weder beim Abnehmen noch beim Muskelaufbau schnelle Erfolge erzielen. Wichtig ist auch ein gewisser Ausgleich mit Ausdauertraining (Joggen, Radfahren, Schwimmen) oder Ganzkörpertraining im Rahmen von Fitnesskursen (Funcional Fitness, Zirkeltraining).

Für wen ist das EMS-Training geeignet?

Prinzipiell kann EMS-Training von jedem gesunden Menschen durchgeführt werden. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzschrittmacher oder Schwangere sollten auf diese Trainingsform aus gesundheitlichen Gründen verzichten. Bei Zweifeln hilft schon ein kurzer Termin beim Hausarzt, der entsprechend beraten kann.

Gibt es Gefahren beim EMS-Training?

Bei regelrechter Anwendung ist das EMS-Training nicht gefährlich. Niederfrequenter Reizstrom ist nichts neues für unsere Muskulatur, da die Stimulation und Steuerung über die Nerven ähnlich abläuft. Die Herzmuskulatur wird bei normaler Anwendung nicht erreicht und ist vom Training deshalb nicht betroffen. Bei Ganzkörpertraining mittels EMS besteht allerdings schneller als beim herkömmlichen Training die Gefahr der Überlastung, da man die Anstrengung nicht direkt spürt. In der Folge wird vermehrt Kreatinkinase (CK) von der Muskulatur ins Blut abgegeben, was wiederum die Nieren belasten kann. Laut einer Studie der Sporthochschule Köln sind die CK-Werte nach einem EMS-Training um bis zu 18mal höher als nach dem normalen Ganzkörperfitnesstraining. Nicht zuletzt deshalb sollte man beim EMS-Workout vor allem am Anfang nicht auf einen Trainer mit entsprechenden Instruktionen verzichten. Wie immer ist nämlich zu beachten: Je höher die Belastung für den Körper ist, desto mehr Regenerationszeit braucht er.

Wie häufig sollte man das EMS-Training anwenden?

Anfänger und Untrainierte sollte nicht häufiger als ein mal pro Woche trainieren. Auch Geübte sollten aufgrund der langen Regenerationszeit nicht mehr als 2 mal wöchentlich zum EMS-Anzug greifen.

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