Grundlagen der rhinoplastischen Chirurgie

Durch die zunehmenede Bedeutung der Nase für das Aussehen und die damit verbundene Harmonie des Gesichts sind plastisch-chirurgische Eingriffe an der Nase heutzutage die häufigsten überhaupt. Die Korrektur wird sowohl zur Verbesserung der Nasenfunktion (um leichter Luft zu bekommen) als auch zur Veränderung der äußeren Kontur (ästhetische Gründe) durchgeführt.

Natürlich ist die Voraussetzung für eine solche Nasen-OP die subtile Kenntnis der anatomischen Gegebenheiten. Als OP-Optionen gibt es die offene Technik nach Rethi, die allerdings selten angewendet wird, sowie die unterschiedlichsten Arten der vestibulären Inzisionen.

Leidensdruck entscheindend für die Sinnhaftigkeit der OP

Die Nasenverkleinerung gehört zu den häufigsten ästhetischen Nasen-OPs.Wann eine solche Nasen-OP überhaupt sinnvoll ist, ist individuell zu entscheiden und sollte sich vor allem im Gespräch mit dem Chirurgen herausstellen. Entscheidend ist der Leidensdruck des Patienten. Dieser kann sich im Falle einer Atembehinderung als Leistungsminderung darstellen: Wer nicht genügend Luft bekommt, weil das Nasenseptum zum Beispiel nicht gerade verläuft, ist zumeist nicht so leistungsfähig. Außerdem kann das Schnarchen ein besonders einschränkendes Symptom für den Patienten und auch den jeweiligen Partner sein. Dabei werden häufig viele Maßnahmen ausgetestet, um für einen erholsamen Schlaf der Beteiligten zu sorgen. Treten gar sogenannte Schlafapnoephasen auf, atmet der Patient also nicht regelmäßig, sondern hält für eine gewisse Dauer die Luft an, kann eine Beatmungsmaschine weiterhelfen. Da diese aber in den meisten Fällen nicht gerade leise arbeitet, sorgt sie wiederum für eine Belastung des Partners, der im gleichen Bett seinen Schlaf finden möchte. Sobald das Problem des Schnarchens im Bereich der Nase lokalisiert wurde, kann eine Operation geplant werden, die dann den gewünschten Erfolg bringen wird.

Psychische Belastungen spielen eine große Rolle

Eine weitere Form des Leidensdrucks findet sich im Bereich der psychischen Belastung. Menschen mit Nasen, die nicht der aktuellen, allgemein propagierten Schönheitsnorm entsprechen, werden manchmal sogar schon im Kindesalter deshalb gemobbt und erfahren in vielen Fällen ablehnende Reaktionen der Mitmenschen. Das kann im schlimmsten Fall zu starken Selbstzweifeln, eingeschränktem Selbstbewusstsein und sogar Depressionen führen. Der psychische Leidensdruck kann also so hoch sein, dass selbst bei einer von der Funktion her gesunden Nase eine OP in Frage kommen kann. Gerade bei solchen Patienten ist eine umfassende Beratung durch den Chirurgen absolut notwendig. Nur so kann über die entsprechenden Risiken und Möglichkeiten eines solchen Eingriffs aufgeklärt werden und ein realistisches Behandlungsziel im gemeinsamen Diskurs festgelegt werden.

Die sogenannten Nasenkorrekturen, oder auch Nasenverkleinerungen genannt, gehören zu den am häufigsten durchgeführten Nasen-OPs. Meist lassen sich Frauen operieren, die mit dem Aussehen und der Größe ihrer Nase unzufrieden sind. Die Kosten eines solchen operativen Eingriffs liegen in Deutschland zwischen 3000 und 5000 Euro. Die Abweichungen sind dabei nicht immer durch die Qualität zu erklären, sodass sich ein Vergleich unter mehreren Chirurgen lohnt. Im weltweiten Vergleich werden vor allem im Iran besonders viele Nasen operiert. Dort boomen derzeit auch Brustvergrößerungen und Fettabsaugungen, die vor allem dem Beauty-Trend der persischen Frauen nachkommen.

Keine falschen Erwartungen schüren

Neben den klassischen Nasenverkleinerungen bieten plastische Chriurgen häufig vor allem Korrekturen der Nasenspitze und des Nasenseptums an. Diese Eingriffe sind meistens etwas weniger aufwendig und deshalb auch kostengünstiger. Die Krankenkasse kann in manchen Fällen übrigens auch einen Anteil oder die gesamten Kosten übernehmen, wenn durch ein Gutachten die medizinische Notwendigkeit der Operation dargelegt werden kann.

Wie bei allen operativen Eingriffen, ist auch eine Nasen-OP mit gewissen Risiken verbunden und so sollten Patient und Arzt die Notwendigkeit einer solchen Operation immer auch sinnvoll und verantwortungsbewusst abwägen. Besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Eingriff zum gewünschten Erfolg führt, spricht nichts dagegen. Wenn der Wunsch des Patienten vom Operateur allerdings leider nicht umzusetzen ist, sollte auf eine OP definitiv verzichtet werden, um einem enttäuschten Patienten und der nicht erfüllten (vielleicht zu hohen) Erwartungshaltung vorzubeugen.

Bild: africa / FreeDigitalPhotos.net

One Reply to “Grundlagen der rhinoplastischen Chirurgie”

  1. Abgesehen davon, dass die Plastische Chirurgie in den letzten 30 Jahren erhebliche Vorschritten gemacht hat, bleibt die natürliche Schönheit die beste Erfindung, die es je gab…:)

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