Kurzinfo: Fachanwalt für Medizinrecht

Bekanntlich ist das Medizinstudium eine solide Grundlage für eine große Anzahl an Berufen. Der Artzberuf ist natürlich der direkteste Weg, aber es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Wege, die man mit diesem Studienabschluss einschlagen kann. Kann man beispielsweise noch ein weiteres abgeschlossenes Studium vorweisen, erweitert sich das Spektrum enorm.

Zwei lange Studiengänge, die sich lohnen können

Wer es vor oder nach dem Medizinstudium tatsächlich noch geschafft hat auch das lange Jurastudium erfolgreich hinter sich zu bringen, erfüllt die besten Voraussetzungen, um als Symbiose dieser beiden Studiengänge den Beruf des Rechtsmediziners oder des Fachanwalts für Medizinrecht zu wählen. Natürlich reicht für diese Fachanwaltsbezeichnung auch das alleinige Jurastudium, aber in vielerlei Hinsicht profitiert man natürlich bedeutend, wenn man auch die medizinische Sicht der Dinge nachvollziehen kann. Zwar bedarf es dafür ungefähr elf Jahre Studium an einer Universität, jedoch sind die Jobchancen und die Aussicht auf einen guten Verdienst dadurch auch noch ein Mal um ein Vielfaches höher, als wenn man nur einen der beiden Studienabschlüsse nachweisen kann.

Doch was genau macht eigentlich ein Fachanwalt für Medizinrecht?

Fachanwalt für MedizinrechtIm Grunde kümmert sich ein Fachanwalt für Medizinrecht um die rechtlichen Grundlagen des Arztberufes. Zu seinen Klienten können sowohl Ärzte als auch Patienten gehören, die sich im Rahmen einer medizinischen Konsultation nicht ordnungsgemäß behandelt fühlen. Ob wirklich ein Behandlungsfehler vorliegt, wird durch den Anwalt geprüft. Neben dem Recht der medizinischen Behandlung (zivilrechtliche und strafrechtliche Haftung) fallen auch die Bereiche des Rechts der privaten und gesetzlichen Krankenversicherung, des Berufrechts der Heilberufe, des Vertragsrechts und Vergütungsrechts der Heilberufe, das Krankenhausrecht und sogar das Arzneimittel- und Medizinprodukterecht in die Tätikeitsfelder eines Fachanwalts für Medizinrecht. Kurzum sollte sich ein solcher Anwalt also mit allen rechtlichen Fragen des ärztlichen Aufgabenfeldes und der Beratung im Medizinrecht auskennen. Insgesamt gibt es derzeit in Deutschland circa 1300 Fachanwälte für Medizinrecht, von denen aber nur ein Bruchteil wirklich auch das Medizinstudium absolviert hat. Erforderlich für diese Fachanwaltsbezeichnung ist übrigens der Nachweis der Bearbeitung von mindestens 60 Fällen dieses Teilgebiets der Rechtswissenschaft.

Bild: digitalart / FreeDigitalPhotos.net

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