Mit realistischen Simulationsmodellen zum Erfolg

Das Zahnmedizinstudium dauert in Deutschland 10 Semester, bevor man dieses mit dem Staatsexamen abschließt. Anders als im humanmedizinischen Studium werden Zahnmedizinstudenten sehr schnell in praktischen Tätigkeiten unterrichtet und müssen diese an vielen Universitäten auch in den sogenannten Notdiensten an echten Patienten üben. Dadurch hat man vor dem Ende des Studiums bereits eine mehrjährige Erfahrung in Bezug auf den Umgang mit Patienten sowie im handwerklichen Bereich, der in der Zahnmedizin ja bekanntlich sehr wichtig ist.

Allerdings kommt an vielen universitären Zahnkliniken das Fach der Implantologie etwas kurz, da die Methoden dabei meistens sehr aufwendig sind und viel Zeit, eine gute Planung und feinmechanisches Geschick erfordern. Das führt dazu, dass diese Eingriffe eher von erfahreneren Ärzten durchgeführt werden und die Studenten oder jungen Zahnärzte länger brauchen, um sich selbst einen gewissen Erfahrungsschatz durch diese Methoden aufbauen können.

Wie auch in verschiedenen chirurgischen Fächern der Humanmedizin gibt es aber mittlerweile auch Systeme, die eine solche Operation dentalchirurgisch simulieren können. Entsprechende OP-Simulationsverfahren werden immer genauer und realistischer und helfen Zahnmedizinstudenten oder jungen Zahnärzten dabei sich in adäquatem Maße auf die ersten implantologischen Eingriffe am lebenden Patienten vorzubereiten.

Durch die sogenannten Phantomkurse, bei denen Studenten an einem künstlichen Patientenkopf behandeln oder operieren können, wird das theoretische Wissen durch praktische Erfahrungen und entsprechende Tipps der lehrenden Professoren erprobt und ausgebaut.

Ähnliche Systeme gibt es auch in der Augenheilkunde, wo man an bestimmten Konsolen das feine Handwerk der ophtalmologischen Chirurgie erlernen kann. Auch in diesem Bereich werden die Systeme immer realtistischer und bieten so ein gutes Training für Anfänger. Bestimmte Situationen können auch wie in einem Flugsimulator oder beim Notfalltraining an einer Puppe trainiert werden. Das führt wiederum auch zu einem sichereren Handeln im Notfall oder bei nicht vorhersehbaren Zwischenfällen.

Durch ein entsprechendes Implantationsmodell für Zahnmedizinstudenten haben diese die Möglichkeit den kompletten Prozess, also von der Planung bis zum letztendlichen Einsatz des Implantats, durchzuproben und die entsprechenden Kenntnisse zu verfeinern.

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