Musik macht gesund!

Der Zusammenhang zwischen Musik und Gesundheit wird immer besser erforscht. Dabei geht es nicht nur darum, dass Musik uns hilft, Stress abzubauen oder die Entspannung unterstützt wie es beispielsweise nach einem Hörsturz notwendig ist, sondern auch besonders bei schweren Krankheiten wie Parkinson oder Schlaganfällen als Therapiemöglichkeit gute Erfolge erzielt. Die funktionale Musiktherapie in Form von rhythmisch auditorischer Stimulation hilft die Beweglichkeit zu verbessern und Bewegungen sicher zu koordinieren. Der Rhythmus der Musik funktioniert hier als „Zeitgeber“, in dem Nervenzellen, die für das Hören wichtig zuständig sind und solche, die für Bewegung zuständig sind, koordiniert werden. Die enge Verbindung zwischen Hören und Bewegen ist auch der Grund, weshalb wir bei rhythmischer Musik mitschwingen und mitwippen. Unsere Bewegungen passen sich automatisch veränderten Tempi an – oftmals unbewusst.

Wichtig ist jedoch bei allen Formen der Musiktherapie die Art der Musik. Diese muss dem Patienten besonders bei Therapien, die Entspannung und Schmerzlinderung zum Ziel haben, individuell zusagen. Entscheidend ist hier aber auch, dass die Musik im Idealfall ruhig und getragen ist. Klare Rhythmen wie beispielsweise bei der Behandlung von Schlaganfallpatienten oder Parkinsonkranken, sind hier nicht ausschlaggebend. Die perfekte, universale, musikalische „Hausapotheke“ gibt es also leider nicht.

Vielleicht sollte man sein CD-Regal nach der Wirkung und nicht nach Interpreten sortieren? Eine Sparte für Musik, die belebend und motivierend wirkt, eine andere Sparte für Musik, die uns beim Entspannen hilft, usw. Aus medizinischer Sicht wäre es sicherlich sinnvoll, Musik, die uns aufregt und somit keinen positiven Effekt auf die Gesundheit hat, auszusortieren.

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