Rezension: „Endspurt Vorklinik: PsychSoz“

Endspurt Vorklinik: PsychSoz von ThiemeNomen est omen – nachdem der vier Semester währende Marathon durch die Vorklinik erfolgreich beendet worden ist, eilt der Medizinstudent ohne eine Verschnaufpause zu nehmen im Endspurt Richtung Zielgerade, um sich dort dem Physikum zu stellen. Genau für diesen letzten Streckenabschnitt hat der Thieme Verlag das Heft „Endspurt Vorklinik: PsychSoz“ konzipiert.

Zielgruppe:

Genau wie die anderen Skripte aus der Reihe „Endspurt“, dient auch dieser Band aufgrund seiner Kompaktheit und seiner Ausrichtung auf physikumsrelevante Themen primär der Vorbereitung auf den ersten Abschnitt der ärztlichen Prüfung. Jedoch können auch Humanmedizinstudenten aus früheren Semestern vor ihren Prüfungen einen Blick in das Skript werfen. Anzumerken ist dabei aber, dass vermutlich je nach Universität und Semester nicht alle Themen aus Vorlesungen und Seminaren durch das Endspurt-Heft vollständig abgedeckt werden.

Aufbau / Didaktik:

Das Skript untergliedert sich in 6 Kapitel, diese wiederum sind in mehrere Unterkapitel unterschiedlicher Länge aufgeteilt. Meistens sind sie 1-4 Seiten lang, keines ist länger als 10 Seiten. Themen, zu denen das IMPP seit dem Frühjahr 2008 mindestens eine Frage gestellt hat, sind einerseits im Text gelb markiert, andererseits in gelben Kästen am Ende eines Unterkapitels zusammengefasst. Damit werden die für die Prüfung relevantesten Stichworte erneut komprimiert dargestellt, sodass bereits durch das Durchblättern der Seiten die Inhalte aus allen Altklausurfragen verinnerlicht werden können. Mithilfe von grünen Kästchen werden an manchen Stellen Lerntipps und Anmerkungen eingefügt. Grafiken und Tabellen werden etwas zu spärlich, dafür jedoch sinnvoll zur Illustration eingesetzt. Einige wenige Rechenbeispiele ergänzen die Statistik-Themen.

Der Einsatz der Farbe Gelb durch die vielen Hervorhebungen, die meistens über mehrere Zeilen gehen, sowie die vielen gelben Fazit-Kästchen lassen das Layout auf den ersten Blick möglicherweise etwas unübersichtlich und „aufgeregt“ wirken. Ein bedachterer Einsatz sowie zusätzliche Grafiken oder Tabellen würden der Gestaltung nicht schaden. Dennoch kann man sich dank kurzer Textblöcke und sinnvoller Zwischenüberschriften schnell auf einer Seite orientieren. Die Sprache ist stets prägnant und leicht verständlich, ohne dabei unsachlich zu werden. Auch die einzelnen Kapitel sind dank kurzer einleitender Sätze zu Beginn und Fazit-Kästchen am Schluss klar strukturiert.

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Rezension: „Sono Grundkurs“

Der Sono Grundkurs von Matthias Hofer.Ultraschalldiagnostik dürfte wohl neben den konventionellen Röntgenbildern die weit verbreitetste und interdisziplinärste Bildgebung sein. Gerade für junge Assistenten ist es deshalb sinnvoll die Sonographie strukturiert zu lernen. Das Arbeitsbuch „Sono Grundkurs“ bietet dafür eine praktische Herangehensweise. Wir haben die aktuelle 9. Auflage probegelesen.

Zielgruppe:

Der Sono Grundkurs von Matthias Hofer richtet sich an Medizinstudenten der höheren Semester und frisch gebackene Assistenzärzte aus dem Gebiet der inneren Medizin, Chirurgie und Radiologie. Aber beispielsweise auch Gynäkologen oder Pädiater können sich durch dieses Arbeitsbuch einen guten Überblick über die sonografischen Möglichkeiten holen.

Aufbau / Didaktik:

Das Buch ist 9 einzelne Kapitel bzw. Kurstage eingeteilt (Retroperitoneum, Gallenwege, Leber, Nieren usw.), die jeweils ca. 10-15 Seiten umfassen. Die Bezeichnung „Kurstage“ zielt schon darauf ab, dass man eben ein Kapitel an einem Tag durcharbeiten kann und so in insgesamt 10 Tagen (inkl. der physikalischen Grundlagen, die vor dem 1. Kurstag behandelt werden) einen umfassenden Grundkurs absolviert hat. Die einzelnen Kapitel sind ähnlich aufgebaut und beziehen sich zuerst immer auf die Anatomie und die Normalbefunde, bevor sie dann Bezug zu den möglichen Pathologien nehmen. Abgeschlossen wird jeder Kurstag durch ein paar Quizfragen, die das Gelernte abprüfen und schriftlich oder eben im Kopf beantwortet werden können.

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Zahnmedizin in Heidelberg #2: Anatomie und Präpkurs

Myrièlle studiert im 1. Semester Zahnmedizin in Heidelberg.Myrièlle ist 19 Jahre alt und hat im letzten Oktober ihr Zahnmedizinstudium an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg begonnen. Damit startet für sie ein neuer Lebensabschnitt in einer neuen Stadt mit neuen Freunden, neuen Tagesabläufen und vielen neuen Eindrücken. In mehreren Beiträgen schildert Myrièlle ihre ersten Erfahrungen vom neuen Leben als Zahni.


Egal ob man später Chirurg, Internist oder Kieferorthopäde wird: Durch den Präpkurs muss jeder Mediziner zu Beginn seiner Karriere. Bei uns in Heidelberg startet der Präparierkurs parallel mit den Vorlesungen zur Makroskopischen Anatomie direkt in der ersten Woche. Mittlerweile habe ich den wohl sagenumwobensten Teil der Vorklinik hinter mir – und möchte keine der Erfahrungen der letzten vier Monate missen.

Auf den Tag hatten wir wohl alle hingefiebert: Das erste Mal Präparieren. Im weißen Kittel und mit Handschuhen bewaffnet betraten wir den nach Formalin riechenden Saal. Ein weiß gekachelter Raum und neun Metalltische, auf jedem ein eingewickelter Körper. Der Beginn des Präpkurses ist für wohl jeden Studenten herausfordernd. Kaum einer hat bis dato eine Leiche gesehen, und für viele ist es die erste intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Sterben und Tod. Angeleitet werden die kleinen Studentengruppen von jeweils zwei „Präp-Assis“ – Studenten im dritten Semester – und einem Tutor für virtuelle Anatomie. Präpariert wird jeweils zweimal die Woche für jeweils drei Stunden. Dabei ist jedem Tisch ein Dozent zugeteilt, der am Körper erklärt, hin und wieder abfragt und die mündlichen Testate abnimmt.

Anschauungsunterricht gibts im Präpkurs, die Theorie muss man fleißig aus dem Anatomieatlas lernen.Die Anatomie startet mit dem Thema Osteologie. In den Vorlesungen wird der Bewegungsapparat abgehandelt, während zeitgleich am Körperspender gearbeitet wird. Anschließend folgt das Thema Extremitäten (in Heidelberg entfällt das für uns Zahnmediziner). Im Abschnitt Situs werden die inneren Organe in den Bereichen Thorax, Abdomen und Becken freigelegt, entnommen und durchgesprochen. Viele Studenten finden dieses Gebiet am spannendsten, obwohl es schon ein komisches Gefühl ist, die Sternum-Säge anzusetzen und den Thorax zu eröffnen. Doch schnell – und so geht es vielen – brüht man mit der Zeit ab und verdrängt, dass dort ein Mensch liegt. Anschließend folgt das Thema Kopf / Hals: Die Sinnesorgane werden präpariert, Leitungsbahnen freigelegt und Hirnnerven gepaukt. Ein spannendes Kapitel, aber auch sehr emotional. Das Gesicht zu Präparieren stellt für viele Studenten eine große Hürde dar. Anschließend folgte beim Thema ZNS die Entnahme und Präparation des Gehirns und des Rückenmarks.

Einmal alle zwei Wochen hatten wir dann noch Virtuelle Anatomie. Zusammen mit einem Tutor lernten wir, CT-Bilder zu befunden und sahen uns die wichtigsten Strukturen an 3D-Programmen an. Auch wenn man am Anfang das Gefühl hatte, absolut gar nichts zu erkennen, wird man schnell mit den Programmen vertraut und entdeckt schlussendlich auch kleinere Nerven und Gefäße.

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Rezension: „Chemie für Mediziner“

Chemie für Mediziner von Axel ZeeckChemie wird von vielen Studenten als große Hürde empfunden und gilt in der Vorklinik mitunter als das Angstfach schlecht hin. Der Zeeck soll das Problem lösen: Chemie von Grund auf verstehen – und nicht nur auswendig lernen. Ob das Buch hält, was der Verlag verspricht, haben wir für euch getestet.

Zielgruppe:

Das Buch richtet sich an die Mediziner der Vorklinik und lässt sich vorlesungsbegleitend und als Vorbereitungswerk auf die Abschlussklausur sowie das (Vor-) Physikum verwenden. Der Zeeck setzt darauf, das Fach Chemie ohne vorherigen Kenntnisstand verständlich zu machen und ist daher vor allem für Studenten geeignet, die Chemie entweder früh abgewählt haben oder bei denen das Abitur schon länger her ist.

Aufbau / Didaktik:

In 23 Kapiteln, unterteilt in die Teile Anorganische und Organische Chemie, wird der gesamte medizinrelevante Stoff der Chemie abgehandelt. Zu Beginn jedes Kapitels gibt es ein Orientierungskästchen, welches den Inhalt in den Gesamtkomplex der Chemie einordnet und einen Überblick auf die Themen der Lerneinheit gibt. Generell wird viel mit Kästchen und Tabellen gearbeitet, die wichtige Aspekte oder Erläuterungen zu Fachbegriffen beinhalten. Besonders gelungen und interessant finden wir die roten Kästen, welche medizinisch relevante Themen abhandeln und so schon früh Bezüge zu Krankheitsbildern und Therapien herstellen. Darüber hinaus finden sich am Ende jedes Kapitels Checklisten und Übungsaufgaben. Als Abschluss des Buches gibt es für das schnelle Nachschlagen ein Glossar der wichtigsten Fachbegriffe.

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Rezension: „Taschenatlas Anästhesie, 6. Auflage“

Taschenatlas Anästhesie, 6. AuflageBei vielen Studenten gehört Anästhesie zu den Lieblingsfächern im Studium. Wir haben die 6. Auflage des Taschenlehrbuch Anästhesie probegelesen, um zu erfahren, für wen sich dieses Buch eignet.

Zielgruppe:

Der Taschenatlas Anästhesie eignet sich für Studenten, die sich für dieses Fach interessieren oder eine Famulatur in der Anästhesie absolvieren sowie für PJler, welche Anästhesie als Wahltertial gewählt haben. Ebenso eignet sich der Taschenatlas für Assistenzärzte, die noch am Beginn ihrer Assistenzzeit stehen.

Aufbau / Didaktik:

Das Buch ist in 15 Kapitel aufgeteilt, die jeweils logisch aufeinander aufbauen. Jedes Kapitel hat zusätzlich zwischen 3 bis 8 Unterkapitel. Wie auch die anderen Taschenatlanten von Thieme hat auch dieses Buch den typischen Aufbau, wobei linksseitig den Fließtext und auf der rechten Seite die dazugehörigen farbigen Abbildungen findet. Die Abbildungen und Merkkästen helfen einerseits
für ein besseres Verständnis, andererseits dienen sie auch nochmals zu kurzen Zusammenfassung des jeweiligen Textes, was beim schnellen Nachschlagen sehr hilfreich sein kann. Die manchmal etwas textlastigen Seiten werden durch fettgedruckte Schlagwörter teilweise etwas aufgelockert. Im Anhang finden sich verschiedene Tabellen und Formeln, u.a. für die gängigsten Medikamente in der Anästhesie oder aber auch wichtige Normwerte zum Nachschlagen im klinischen Alltag. Zusätzlich zum Buch erhält man auch einen eRef Online-Zugang.

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Zahnmedizin in Heidelberg #1: Die ersten Wochen

Myrièlle studiert im 1. Semester Zahnmedizin in Heidelberg.Myrièlle ist 19 Jahre alt und hat im letzten Oktober ihr Zahnmedizinstudium an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg begonnen. Damit startet für sie ein neuer Lebensabschnitt in einer neuen Stadt mit neuen Freunden, neuen Tagesabläufen und vielen neuen Eindrücken. In mehreren Beiträgen schildert Myrièlle ihre ersten Erfahrungen vom neuen Leben als Zahni.


Und dann kam er dann: der ersehnte Bescheid für einen Studienplatz in Heidelberg. Nach Tagen des Bangens war die Freude natürlich übergroß. Aber auch der Respekt vor dem neuen Lebensabschnitt: Heidelberg gilt als eine der anspruchsvollsten Universitäten Deutschlands, und auch Zahnmedizin ist in seinen Kosten und dem Lernaufwand nicht zu unterschätzen. Und gerade als frischgebackener Abiturient ist es eine riesige Umstellung auf einmal auf eigenen Beinen zu stehen und das gewohnte Umfeld Schule zu verlassen.

Der Campus der Zahnmediziner an der Uni Heidelberg.Das Zahnmedizinstudium dauert mindestens 10 Semester; auf 5 Semester Vorklinik folgen 5 Semester Klinik. Zwischen den beiden Studienabschnitten liegt die zahnärztliche Vorprüfung, das Physikum. Die erste Staatsprüfung – die naturwissenschaftliche Vorprüfung, im Studentenjargon allerdings besser als Vorphysikum bekannt – erfolgt bereits nach 2 Semestern Studium. Nach erfolgreichem Absolvieren des Klinikabschnittes folgt das 2. Staatsexamen: die letzte Hürde vor dem Eintritt in die Assistenzzeit als Zahnarzt. Damit ist das Studium etwas kürzer als das der Humanmedizin. Aber auch hier gibt es anschließend die Möglichkeit zu promovieren und eine Facharztausbildung in einem bestimmten zahnmedizinischen Bereich (beispielsweise in der Kieferorthopädie oder der Oralchirurgie) zu absolvieren.

Mittlerweile habe ich drei Monate des Studiums hinter mir und die ersten Prüfungen erfolgreich absolviert. Wie es mir als Zahnmedizinstudentin ergeht, welche Erfahrungen ich mache und was alles in den folgenden Monaten auf mich zukommt, erfahrt ihr hier.

Getreu dem Motto „Alles kann, nichts muss!“ begann am 9.Oktober die Ersti-Woche und damit unser Eintritt ins Leben als „Zahni“. Neben verschiedenen Begrüßungsvorstellungen, Kneipentouren, Rallyes und der Abschlussparty bekamen wir die Möglichkeit, die Stadt und unsere neuen Kommilitonen kennenzulernen. Es mag vielleicht anfangs albern erscheinen, Bubble Ball zu spielen oder gemeinsam in den verschiedenen Rallyes um den Sieg (meist Bier) zu kämpfen – aber die Möglichkeit, so schnell viele neue Leute kennenzulernen, werdet ihr im Studium nie wieder bekommen! Auch ich habe den Großteil meines heutigen Freundeskreises gleich am ersten Tag kennengelernt. Also: geht zur Ersti-Woche, es werden unvergessliche Tage! 🙂 In Heidelberg wird außerdem seit Generationen eine – in meinen Augen – sehr schöne Tradition geführt: als Abschluss der Woche verfasst jeder Student einen Brief mit seinen Sorgen, Wünschen und Hoffnungen. Am Tag unserer Examensfeier bekommen wir diese wieder ausgehändigt und erhalten so die Möglichkeit, unsere Empfindungen als „Ersti“ Revue passieren zu lassen.

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Rezension: „Taschenatlas Neurologie“

Der Taschenatlas Neurologie von Thieme.Seit Oktober des vergangenen Jahres gibt es den Taschenatlas Neurologie von Thieme nun in der 4. Auflage. Wir haben das Buch für Euch getestet.

Zielgruppe:

Der Taschenatlas Neurologie richtet sich vor allem an Studenten und Mediziner mit Interesse am Fach der Neurologie. Er umfasst sicher nicht das gesamte Facharztwissen der Neurologie, alle wichtigen Grundlagen und Krankheitsbilder sind jedoch erwähnt. Zur Klausur- und Examensvorbereitung oder zum Nach- und Vorbereiten von Famulatur und PJ sollte der Taschenatlas auf jeden Fall ausreichen.

Aufbau / Didaktik:

Die Unterteilung des Buches erfolgt in 6 große Kapitel. Die ersten beiden widmen sich dabei neuroanatomischen und neurophysiologischen Grundlagen, danach werden einzelne Syndrome beschrieben und im Hauptkapitel 4 werden die wichtigen neurologischen Krankheitsbilder vorgestellt. Praktisch finden wir auch das kurze 5. Kapitel, in dem neurologische Untersuchungsmethoden dargestellt und erklärt werden. Im letzten Kapitel gibt es zusätzlich sehr viele Tabellen, auf die auch im Text verwiesen wird.

Dabei ist, wie in allen Thieme-Taschenatlanten, immer eine Seite mit Text und die gegenüberliegende Seite mit dazugehörigen Grafiken und Zeichnungen versehen. Die Textseiten sind leider in einem einheitlichen Layout ohne Hervorhebungen gehalten. Es wird dadurch nicht auf den ersten Blick klar, welche Informationen besonders wichtig sein könnten. Wer gerne Merkekästen und übersichtliche Zusammenfassungen hat, wird hier leider nicht fündig. Generell umfassen die meisten Themen aber nur 1-2 Doppelseiten und man kann sich so doch relativ schnell einen Überblick verschaffen. Was noch anzumerken ist, ist der Zugang zur Online-Version über die eRef App von Thieme, alle Informationen können dort auch digital nachgeschlagen werden.

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