Pflege von Angehörigen – wenn Angehörige Hilfe brauchen

Manchmal geht es schneller, als man damit rechnet. Wenn ein Pflegefall in der Familie auftritt, dann stellen sich Angehörige die Frage, wie es nun weitergehen soll. Die stationäre Aufnahme in einem Heim oder in einem betreuten Wohnen ist nicht nur teuer, sondern oft auch so schnell nicht umsetzbar. Die Pflege von Angehörigen wird daher häufig von nahen Verwandten übernommen.

Es gibt gesetzliche Regelungen zur Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen. Diese sind im Pflegezeitgesetz festgehalten. Das Ziel dieser Regelungen ist es, auch Beschäftigten die Möglichkeit zu eröffnen, sich um ihre Angehörigen zu kümmern. Unterschieden wird zwischen:

  1. Die kurzzeitige Arbeitsverhinderung
    Wer nur eine kurzzeitige Freistellung von der Arbeit für die Pflege von Angehörigen benötigt, der kann auf die kurzzeitige Arbeitsverhinderung zurückgreifen. Bis zu zehn Arbeitstage am Stück können für akute Pflegefälle eingesetzt werden. Diese Freistellung wird genehmigt, um einen kurzfristig auftretenden Pflegebedarf ermöglichen zu können und sich um weiterführende Maßnahmen zu kümmern. Eine Vergütung durch den Arbeitgeber gibt es nicht, seit 2015 werden hier jedoch Lohnersatzleistungen gezahlt.
  2. Die sechsmonatige Freistellung
    Bis zu sechs Monate Pflegezeit können in Anspruch genommen werden, wenn ein naher Angehöriger im häuslichen Umfeld gepflegt werden soll. Dieser Anspruch besteht nur, wenn in dem Betrieb mindestens 15 Mitarbeiter beschäftigt sind. Vor Beginn der Pflege ist die gewünschte Dauer dem Arbeitgeber mitzuteilen. Zudem ist eine Auswahl zwischen einer vollen oder einer teilweisen Freistellung möglich. Es kann als Lohnersatz ein zinsloses Darlehen beim Bundesamt für Familien beantragt werden.
  3. Reduzierung der Arbeitszeit
    Bis zu zwei Jahre lang können Arbeitnehmer für die Familienpflege ihre Arbeitszeit auf bis zu 15 Wochenstunden reduzieren. Ein Teil des Gehaltes wird so weiter ausgezahlt. Eine Aufstockung mit einem zinslosen Darlehen ist möglich.

Erleichterung durch die 24-h-Betreuung

Die Pflege von einem Angehörigen ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten, die sich so nicht immer in Anspruch nehmen lässt. Wer selbst Familie hat, um die sich gekümmert werden muss, der kommt schnell an seine Grenzen. Eine Alternative zur Unterbringung in einer stationären Pflege ist eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine solche Betreuung in Anspruch zu nehmen. Über Vermittlungsagenturen wie curando-pflege.de werden Fachkräfte aus dem europäischen Ausland nach Deutschland vermittelt. Die Fachkräfte helfen dem Pflegebedürftigen im Alltag. Sie übernehmen Arbeiten wie den Einkauf, das Waschen der Wäsche und das Kochen. Vor allem aber sind sie immer da, unterhalten sich mit den Patienten und sorgen für einen zwischenmenschlichen Kontakt, der die Angehörigen entlasten kann.

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