Rezension: „noahmed.de“

Seit März dieses Jahres bietet die Website noahmed.de ein breites Angebot an Merkbildern und Merkfilmen zu medizinischen Inhalten. Wir haben diese neue Lernmöglichkeit für Euch getestet.

Merkbilder und Merkfilme für Medizinstudenten auf noahmed.deJeder Student hat eine andere Art zu lernen und sich Dinge zu merken. Viele erkennen ihren Idealweg über die Jahre des Studiums. Dabei gibt es einige, die am besten über das Schreiben lernen, manche lernen besser, wenn sie sich Podcasts anhören und wieder andere lernen sehr gut über Schaubilder. Genau diesen Aspekt greifen die Entwickler von noahmed.de auf, da sie selber in der Vorbereitung auf ihr Hammerexamen auf gemalte Bilder zurückgegriffen haben. Diese Möglichkeit bieten sie nun also auch für andere Studenten im Internet an.

Das Angebot der Plattform beinhalten hauptsächlich drei Arten von Lernmaterialen: Das Gros der bereitgestellten Bilder fällt dabei unter die Kategorie „Merkbilder“. Davon gibt es viele verschiedene für die Fächer Innere Medizin, Infektiologie, Pharmakologie, Neurologie, Pädiatrie, Dermatologie, Orthopädie, Umweltmedizin und weitere zu Syndromen wie beispielsweise dem Adie- oder Heerfordt-Sydrom (Übersicht über die verschiedenen Merkbilder). Dabei erkennt man schnell den Grundgedanken der Schaubilder, die sich vor allem auf Assoziationen stützen und häufig auch aus didaktischen Gründen sehr abstrus („Je abstruser die Assoziation, desto besser bleibt das Wissen hängen“) gewählt wurden. Auf den ersten Blick ist das meist etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich ein paar Momente zum Verständnis gönnt, merkt man, dass die selbstgemalten Bilder durchaus Wiedererkennungswert haben können.

Die zweitgrößte Kategorie sind die Merkfilme auf Youtube, die man auch ohne Online-Zugang abrufen kann. Davon gibt es derzeit welche zu den Themen Cephalosporine, Pneumokokken, Clindymycin, Aminoglykoside, Fluorchinolone, Makrolide und Yersinia pestis. Genau wie die dritte Kategorie der Mindmaps, bei der es sich um Präsentationsfolien mit passenden Audio-Erklärungen handelt, sind die Merkfilme aber natürlich derzeit nummerisch und thematisch nur am Anfang. Gerade durch die kleinen Filme auf Youtube bekommt man aber schon einen guten Vorgeschmack auf das Angebot der Lernplattform:

Fazit:

Der lernstrategische Ansatz von noahmed.de dürfte viele Studenten ansprechen, die sich gerade auf das 2. Staatsexamen vorbereiten oder zum Beispiel auch für die Pharmakologie-Klausur lernen. Die abstrakt anmutenden Assoziationen und häufig verwendeten Ausflüchte in die englische Sprache wirken am Anfang etwas fremd, bleiben aber zumeist recht gut haften. Das Angebot befindet sich natürlich noch im Aufbau und hat noch viel Potential, beinhaltet aber auch schon jetzt eine Menge Stoff zu verschiedenen Themen. Es bleibt also abzuwarten, was die Entwickler aus ihrer Idee machen und wie sich das Projekt weiterentwickelt. Für 9,90 Euro, die der Online-Zugang auf alle Lernmaterialien pro Semester (7 Monate) kostet, kann man aber nichts falsch machen und gut testen, wie sehr einem die Merkbilder und -filme beim Lernen helfen.

>> Weitere Infos zu noahmed.de

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