Rezension: „Prometheus Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem“

Prometheus Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem, 4. AuflageMan könnte den Prometheus mit einem IPhone vergleichen: Gefühlt jeder zweite Medizinstudent hat ihn, er erscheint stetig in einer neuen Auflage, ist nicht ganz billig und wirkt „schicker“ als seine Dauerkonkurrenten. Wir nutzen die 4. Auflage um der Sache auf den Grund zu gehen.

Zielgruppe:

Studenten der Zahn- und Humanmedizin.

Aufbau/Didaktik:

Vier große Kapitel folgen auf 613 Seiten jeweils demselben Aufbau: Zuerst Knochen, Bänder & Gelenke, dann die Systematik der Muskulatur und ihre Topographie und als letztes die Systematik und Topographie der Leitungsbahnen. An diese Aufteilung muss man sich gewöhnen. Die Einteilung in Systematik und Topographie sorgt in der Lernpraxis teilweise für ziemliches Geblättere. Hier sollte Thieme nacharbeiten und manche Inhalte am Stück abhandeln.

Neben den wirklich guten Bildern, unterstützen schematische Illustrationen und Tabellen beim Lernen. Die anatomischen Bilder wirken sehr plastisch und sind nicht nur Lernhilfen, sondern auch fähige Helfer im Präpkurs.

Die Textpassagen sind flüssig geschrieben, leicht zu verstehen und verzichten auf zu viele Details. Ein weiterer Pluspunkt ist der klinische Bezug: mit vielen Röntgenbildern und Bezügen zur Biomechanik liefert das Buch wertvolle Inhalte für die mündlichen Testate.

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Rezension: „Endspurt Vorklinik: Anatomie“

Die Endspurt-Reihe Anatomie als Vorbereitung für das Physikum.Erster Endgegner: Physikum. Auch für das Fach Anatomie bietet Thieme ein Endspurt-Skript an. Wir haben die 4. Auflage unter die Lupe genommen.

Zielgruppe:

Studenten der Vorklinik, vor allem die Viertsemester vor dem Physikum. Daneben kann das Skript auch als Leitfaden oder Vorlesungsbegleiter eingesetzt werden.

Aufbau/Didaktik:

In 3 Heftchen, mit insgesamt 12 Lernpaketen wird auf über 260 Seiten das Wichtigste erklärt. Die Illustrationen stammen überwiegend aus der Dualen Reihe oder dem Prometheus. Wer sich damit bisher in der Vorklinik vorbereitet hat, wird sich noch schneller zurechtfinden. Das Layout ist Thieme-typisch übersichtlich und wie gewohnt unterstützen auch in dieser Auflage „Lerntipp“- und „Fazit – Das müssen Sie wissen“-Kästchen den Lernprozess. In den Letztgenannten gibt die Anzahl der Ausrufezeichen die Häufigkeit des Themenbezugs seitens des IMPP seit 2010 wieder. Die wichtigsten Fakten werden im Text (teilweise zu oft) gelb unterlegt.

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Rezension: „Survival-Kit Biochemie“

Survival-Kit BiochemieDie meisten Studenten assoziieren mit ihrem Traumberuf wohl nicht unbedingt dieses nicht immer leicht verständliche Fach. Das Survival-Kit Biochemie von Paul Windisch verspricht Abhilfe. Ob das neue Werk Wort hält, haben wir für euch geprüft.

Zielgruppe:

Zielgruppe sind die Medizinstudenten der Vorklinik, die langsam aber sicher auf das Physikum zu steuern. Wer froh war die Chemie hinter sich gelassen zu haben, wird feststellen, dass ein grundlegendes Verständnis die erworbenen Kenntnisse der ersten Semester voraussetzt.

Aufbau / Didaktik:

An diesem Punkt steigt der Autor mit seinen Lesern in den Lernstoff ein. In dem ersten der 12 Kapitel wird kurz noch einmal Grundlegendes aus der Chemie rekapituliert. Danach wird über Stoffwechselwege, Zellstrukturen, Hormone und Vitamine bis hin zum Arbeiten im Labor auf 317 Seiten alles besprochen, was für das Bestehen der vorklinischen Praktika, Prüfungen und darüber hinaus nötig sein sollte. Auf den ersten Seiten finden sich wie gewohnt Benutzerhinweise mit kurzen Erklärungen der einzelnen Rubriken und Hilfestellungen. Die Kästchen „Lerntyp“ und „Für Ahnungslose“ unterstreichen den Anspruch des Buches, ein Helfer von Studenten für Studenten zu sein.

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Rezension: „BASICS Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde“

Das BASICS Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde von Elsevier.Die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde zählt zu den meist nur am Rande behandelten Fächern im Medizinstudium. Da am Ende des Semesters aber meist doch eine Klausur mit ein paar HNO-Fragen ansteht, besteht aus unserer Sicht doch der Bedarf für ein kleines, aber feines Lehrbuch.

Zielgruppe:

Die BASICS-Reihe richtet sich generell an Studenten. Unserer Meinung nach ist dieses Buch ideal zur Famulatur- oder Blockpraktikumsvorbereitung, es hilft euch, einen schnellen Überblick für Klausuren zu gewinnen und rekapituliert noch einmal Wichtiges für ein HNO-Tertial im PJ.

Aufbau / Didaktik:

Auf 150 gut strukturierten Seiten findet ihr geballtes Wissen im gewohnten BASICS-Format. Ein Unterkapitel erstreckt sich über zwei bis maximal vier Seiten und präsentiert prägnant die wichtigsten Pathologien mit den dazugehörigen Therapien. Gut gelungen ist die Einbindung vieler Abbildungen, Fotos und Tabellen. Die Zusammenfassungen am Ende jedes Unterkapitels eignen sich wunderbar, um etwaiger Prä-Klausur-Panik effektiv entgegenzutreten oder auch um auf Visite wenigstens ein paar Stichwörter zu wichtigen Krankheiten parat zu haben.

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Rezension: „Radiologie, 4. Auflage“

Radiologie (Elsevier)Die Kenntnis einiger wichtiger bildgebender Verfahren ist in vielen medizinischen Disziplinen von Vorteil und bezieht sich nicht etwa nur auf das Fachgebiet der Radiologie. Das Buch „Radiologie“ vom Elsevier-Verlag verschafft einen Überblick über die verschiedenen Arten der Bildgebung, über die Strahlentherapie und die Nuklearmedizin.

Zielgruppe:

Das Buch richtet sich vor allem an Medizinstudenten, die Radiologie, Strahlentherapie oder Nuklearmedizin auch als Wahltertial im PJ nehmen möchten und diesen Fächer somit auch in der mündlichen Examensprüfung wieder begegnen. Für alle anderen Medizinstudenten ist es dann doch etwas zu lang: Wer mit wenig Aufwand durch die Prüfung kommen möchte, sollte sich eher mit dem „BASICS Bildgebende Verfahren“ beschäftigen. Für Assistenzärzte ist das Lehrbuch „Radiologie“ wiederum etwas zu basisorientiert.

Aufbau / Didaktik:

Das Lehrbuch gliedert sich in insgesamt acht Kapitel, wobei die ersten vier (Einführung, Strahlenphysik, Strahlenbiologie, Strahlenpathologie) vor allem eine grundlegende Einführung in den Umgang mit Strahlung und den daraus zu erzielenden diagnostischen und therapeutischen Nutzen geben. Das größte Kapitel (ca. 100 Seiten) behandelt die Röntgendiagnostik von verschiedenen Krankheitsbildern und gibt dafür Bildbeispiele verschiedener radiologischer Modalitäten (Röntgen, CT, MRT, Sonografie, Angiografie). Diese Bilder sind stets gut beschriftet und im Text auch entsprechend erklärt, sodass man auch ohne radiologisch geschulten Blick keinerlei Verständnisprobleme hat. Die letzten drei Kapitel widmen sich der Nuklearmedizin, der Strahlentherapie und dem Strahlenschutz. Merke-Kästen und Zusammenfassungen wiederholen die wichtigen Fakten, damit man weiß, worauf es am meisten ankommt. MC- oder Bildfragen zur Lernkontrolle sowie prüfungsorientierte Tipps sucht man im Buch leider vergebens.

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Rezension: „Survival-Kit Biologie“

Das Survival-Kit Biologie von Paul Yannick Windisch.Ähnlich wie in den Fächern Chemie und Physik können einige Medizinstudenten auch in der Biologie auf schulische Vorkenntnisse bauen. Für alle anderen oder diejenigen, die dieses Wissen wiederholen möchten, bietet das Survival-Kit Biologie perfekt auf die Prüfungen abgestimmte Inhalte.

Zielgruppe:

Das Survival-Kit Biologie von Paul Yannick Windisch richtet sich wie das entsprechende Chemiebuch der Reihe vor allem an Medizinstudenten der vorklinischen Semester. Dabei dürften alle Studenten von dem Buch in Hinblick auf die Klausur oder das Physikum profitieren, aber wohl vor allem diejenigen, die Biologie in den letzten schulischen Jahren abgewählt haben oder in diesem Bereich noch deutliche Defizite aufweisen. Das Survival-Kit lässt sich des Weiteren auch in anderen Studiengängen einsetzen, in denen biologische Grundkenntnisse ebenfalls gelehrt werden, wie zum Beispiel Psychologie.

Aufbau / Didaktik:

Auf rund 100 Seiten wird in 6 Kapiteln (Grundausstattung der Zelle, Transkription und Translation, Zellzyklus und Apoptose, Genetik, Mikrobiologie, Ökologie) das grundlegende biologische Wissen vermittelt. Dabei bedient sich der Autor ein paar sinnvoller Instrumente, damit dem Leser immer wieder der rote Faden und die prüfungsrelevanten Inhalte aufgezeigt werden. „Lerntipps“, „Für die Klausur“, „Für Ahnungslose“, „Merke“ oder „Achtung!“ nennen sich diese farblich hervorgehobenen Kästen, die die Texte immer wieder auflockern und so den Lernprozess vorantreiben. Am Ende eines jeden Kapitels gibt es Übungsaufgaben, die ebenfalls auf Klausuraufgaben abzielen und deren Lösungswege stets logisch und verständlich erklärt werden.

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Rezension: „Lehrbuch Histologie“

Sobotta Lehrbuch HistlogieGlaubt man den meisten Professoren darf „der Welsch“ im Regal eines Medizinstudenten nicht fehlen. Einer unserer Autoren hat das Experiment gewagt und sich damit auf die Histologie-Klausuren der Vorklinik vorbereitet.

Zielgruppe:

Zu der Zielgruppe zählen die Studenten der Zahn- und Humanmedizin in der Vorklinik. Aber auch höhere Semester, Promovierte und Erfahrene können von diesem Buch als Nachschlagewerk profitieren.

Aufbau / Didaktik:

In 19 Kapiteln wird auf 700 Seiten vom Grundaufbau der Zelle über die Gewebelehre bis hin zur speziellen Histologie alles besprochen, was für Studenten der Human- und Zahnmedizin relevant sein sollte. Die Aufteilung und Reihenfolge der Kapitel ist sinnvoll gestaltet. „Merke“-Kästchen heben die wichtigen Informationen hervor und die „Klinik“-Abschnitte setzen den Inhalt in einen praxisbezogenen Kontext. Zusammenfassungen am jeweiligen Abschnittsende helfen bei der Rekapitulation. Außerdem unterstützen über 800 Grafiken und viele schematische Illustrationen das Verständnis der Gewebefunktion. Daneben listen über 30 Tabellen wichtige Merkmale auf, ähnlich wie sie in den Prüfungen auch abgefragt werden.

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