Rezension: „Anästhesie griffbereit“

Anästhesie griffbereitNachdem wir in letzter Zeit viele „dicke Schinken“ Probe gelesen haben, ist es nun an der Zeit ein extrem praxisrelevantes Buch vorzustellen: „Anästhesie griffbereit“. Das Buch ist erfrischend knapp gehalten und überzeugt mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Zielgruppe:

Das Buch ist für Assistenzärzte in der Anästhesie geschrieben. Für Medizinstudenten ist es sicherlich zu praxisorientiert mit vielen Algorithmen und Dosisangaben und für die alten Hasen unter den Anästhesisten ist das meiste vermutlich kalter Kaffee. Steht man als Assistent im Dienst und möchte gern schnell ein paar wichtige Informationen zu einem bestimmten Thema oder Medikament, ist „Anästhesie griffbereit“ das richtige Werk.

Aufbau / Didaktik:

Das Buch besteht aus zehn Kapiteln, wie z.B. „Notfälle“, „Intraoperatives Vorgehen“ oder „Kinder“. Je nach Kapitel finden sich Tabellen, Abbildungen und farbige Fotos zur einprägsamen Präsentation von Informationen. Die einzelnen Unterpunkte sind angenehm kurz gehalten, sodass ein schnelles und gezieltes Nachlesen gut möglich ist. Die Seiten enthalten allerdings je nach Kapitel viel Text (z.B. in „Arzneimittel der Anästhesie“), weswegen eine farbigere Gestaltung des Textes (z.B. gelb unterlegt oder rote Schriftfarbe bei wichtigen Fakten) für die nächste Auflage wünschenswert wäre.

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Rezension: „Anästhesiologische Pharmakotherapie“

Anästhesiologische Pharmakotherapie (Thieme)Fragt man nach pharmakologischen Grundlagen, wird meist nicht nur innerlich laut aufgestöhnt. Pharmakologie hat den Ruf eines ausgesprochen trockenen Faches, das von vielen nur zu gern „auf Lücke“ gelernt wird. Ärgerlich wird es dann, wenn zu einem essentiellen Bestandteil des alltäglichen Berufslebens wird. In der Anästhesie wird man auch mit größter Mühe nicht um ein fundiertes Pharmakologie-Wissen herumkommen, weshalb wir für euch einen Blick in eines der Standardwerke geworfen haben, das Buch „Anästhesiologische Pharmakotherapie“ von Holger Thiel und Norbert Roewer.

Zielgruppe:

Wie der Titel schon ankündigt, richtet sich das Lehrbuch vor allem an Anästhesisten. Für Assistenzärzte ist es in jedem Fall sinnvoll, wir lehnen uns allerdings noch etwas weiter aus dem Fenster und sagen, dass selbst nach dem vollendeten Assistenzarzt noch die ein oder andere wichtige Erkenntnis aus dem Buch gezogen werden kann.

Aufbau / Didaktik:

Jedes Kapitel beginnt mit einer kurzen Einleitung in die Thematik und das Anwendungsgebiet der jeweiligen Medikamentengruppe und beschreibt dann die pharmakologischen Wirkungen und Nebenwirkungen. Zahlreiche Tabellen, Abbildungen und Merkkästen lockern den Textfluss auf, dennoch täuschen diese über eine gewisse „Trockenheit“ der Materie nicht hinweg. In vielen aktuellen Lehrbüchern beginnen Kapitel mit einem Fallbeispiel, um theoretisches Wissen praxisrelevanter zu gestalten. Fallbeispiele könnten auch in diesem Lehrbuch deutlich zu einer Entzerrung der Masse an Fakten führen und so zu einem verbesserten Verständnisses des Stoffes beitragen. Zudem könnten farbige Textmarkierungen zu einem angenehmeren Leseerlebnis führen.

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Rezension: „Die Anästhesie – Band I und II“

"Die Anästhesie Band I und II" von Hans-Walter StriebelSucht man ein Anästhesie-Lehrbuch, wird man früher oder später auf den „Striebel“ stoßen. Es gibt ihn als Taschenbuch-Version, aber auch in gebundener Form als zwei Bände starkes Werk. Wir haben uns an das große Lehrbuch gewagt und für euch testgelesen.

Zielgruppe:

Ganz klar Assistenzärzte in der Anästhesie. Vom Aufbau eines Narkosegerätes bis zu Grundlagen fachspezifischer Anästhesien wird alles erläutert. Für Studenten und Assistenten anderer Disziplinen lohnt sich die über 200-Euro-teure Investition aufgrund der Fülle an spezifischen Informationen wohl kaum, Fachärzten der Anästhesie mag der „dicke Striebel“ zu wenig Detailwissen umfassen.

Aufbau / Didaktik:

Das Wissen wird in zwei Bänden von je circa 900 Seiten vermittelt. Die Schrift ist angenehm groß und das Layout, Striebel-typisch, unaufgeregt. Lediglich manchmal wünscht sich das müde Auge ein wenig mehr Unterbrechungen auf einer vollen Textseite. Die große Stärke von Hans Walter Striebel ist seine Art, Wissen leicht verständlich aufzubereiten. Beide Bücher lesen sich angenehm leicht und setzen nicht zu viel Vorwissen voraus. In kleinerer Schrift mit dem Titel „Detail- bzw. Grundlagenwissen“ werden für das Verständnis förderliche Zusatzinformationen angeboten, wie z.B. die anatomischen Grundlagen der Epiduralanästhesie. Wie immer sind die Abbildungen selbst gezeichnet und zahlreiche Fotos tragen erheblich zum Verständnis des Gelesenen bei.

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Rezension: „Taschenatlas Anästhesie, 6. Auflage“

Taschenatlas Anästhesie, 6. AuflageBei vielen Studenten gehört Anästhesie zu den Lieblingsfächern im Studium. Wir haben die 6. Auflage des Taschenlehrbuch Anästhesie probegelesen, um zu erfahren, für wen sich dieses Buch eignet.

Zielgruppe:

Der Taschenatlas Anästhesie eignet sich für Studenten, die sich für dieses Fach interessieren oder eine Famulatur in der Anästhesie absolvieren sowie für PJler, welche Anästhesie als Wahltertial gewählt haben. Ebenso eignet sich der Taschenatlas für Assistenzärzte, die noch am Beginn ihrer Assistenzzeit stehen.

Aufbau / Didaktik:

Das Buch ist in 15 Kapitel aufgeteilt, die jeweils logisch aufeinander aufbauen. Jedes Kapitel hat zusätzlich zwischen 3 bis 8 Unterkapitel. Wie auch die anderen Taschenatlanten von Thieme hat auch dieses Buch den typischen Aufbau, wobei linksseitig den Fließtext und auf der rechten Seite die dazugehörigen farbigen Abbildungen findet. Die Abbildungen und Merkkästen helfen einerseits
für ein besseres Verständnis, andererseits dienen sie auch nochmals zu kurzen Zusammenfassung des jeweiligen Textes, was beim schnellen Nachschlagen sehr hilfreich sein kann. Die manchmal etwas textlastigen Seiten werden durch fettgedruckte Schlagwörter teilweise etwas aufgelockert. Im Anhang finden sich verschiedene Tabellen und Formeln, u.a. für die gängigsten Medikamente in der Anästhesie oder aber auch wichtige Normwerte zum Nachschlagen im klinischen Alltag. Zusätzlich zum Buch erhält man auch einen eRef Online-Zugang.

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Rezension: „Checkliste Intensivmedizin“

Checkliste Intensivmedizin (Thieme)Seit Oktober gibt es die Checkliste Intensivmedizin von Thieme in der 5. Auflage. Wir haben das Buch für alle Intensivmedizin-Interessierten probegelesen.

Zielgruppe:

Die „Checkliste Intensivmedizin“ ist, wie der Name schon sagt, in erster Linie für den Gebrauch auf Intensivstation oder in der Notaufnahme geeignet. Es handelt sich um eine ausführliche Zusammenfassung aller gebräuchlichen ärztlichen Maßnahmen für den Notfall, für die tägliche Arbeit oder auch zum Nachschlagen für angehende Mediziner im PJ und Assistenzärzte.

Aufbau / Didaktik:

Das Buch gliedert sich in 5 farblich markierte Themengebiete, um die Suche nach Schlagwörtern zu erleichtern und eine gute Orientierung zu ermöglichen. Hierbei handelt es sich um Grundlagen, intensivmedizinische Krankheitsbilder, Medikationen, therapeutische Maßnahmen sowie Laborwerte. Die farblich hervorgehobenen Bereiche sind wiederum in einzelne Kapitel gegliedert. Um den Überblick zu wahren, gibt es viele Abbildungen, Tabellen und Schemata, was einen schnellen Zugriff auf relevante Informationen erlaubt. Zu den therapeutischen Maßnahmen gibt es jeweils eine gut beschriebene, schrittweise Durchführung mit Hinweisen zu hygienischen Maßnahmen und notwendigen Medizinprodukten, um eine professionelle Arbeit am Patienten zu gewährleisten.

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Rezension: „Fehler und Irrtümer in der Intensivmedizin“

Fehler und Irrtümer in der IntensivmedizinÄhnlich wie in der Anästhesie können auch in der Intensivmedizin Fehler häufig direkte und lebensbedrohliche Folgen haben. „Fehler und Irrtümer in der Intensivmedizin“ spricht diese an und hilft sie so zu vermeiden.

Zielgruppe:

Klinisches Wissen und Kenntnisse der Intensivmedizin werden vorausgesetzt, deshalb richtet sich das Buch an all diejenigen, die im Rahmen ihrer Facharztausbildung eine Rotation auf der Intensivstation absolvieren.

Aufbau/Didaktik:

Das Lehrbuch präsentiert 100 kommentierte Fälle übersichtlich auf maximal drei Seiten pro Fall. Das führt dazu, dass sich das Lehrbuch auch durchaus für zwischendurch eignet, wenn die Zeit einmal knapp ist. Am Anfang des Buches findet sich eine Fehlermatrix und jedem Fall ist eine knappe Take home message angefügt.

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Rezension: „Facharztprüfung Anästhesie“

Facharztprüfung Anästhesie - 1000 kommentierte PrüfungsfragenVor kurzem haben wir für euch ja „Fehler und Irrtümer in der Anästhesie“ rezensiert. Nun folgt mit „Facharztprüfung Anästhesie – 1000 kommentierte Prüfungsfragen“ ein weiteres Buch für Anästhesie-Interessierte und –Involvierte. Da der Titel selbstredend ist steigen wir gleich ein!

Zielgruppe:

Auch hier sind wohl weitere Erläuterungen fehl am Platz: das Buch richtet sich an anästhesiologische Assistenzärzte, die sich auf die Facharztprüfung vorbereiten möchten. Allerdings eignet es sich durchaus auch als begleitende Literatur, damit man während der fünf langen Jahre Assistenzarztzeit den roten Faden nicht verliert.

Aufbau / Didaktik:

Das Buch hat insgesamt 27 Kapitel, von denen sich vier Kapitel mit allgemeiner Prüfungsvorbereitung (z.B. Lerntipps oder Prüfungsrhetorik) beschäftigen und die restlichen sich nach den anästhesiologischen Leitlinien richten. Von allgemeiner Anästhesie über Intensiv- und Notfallmedizin bis hin zur Schmerztherapie finden sich viele mögliche Prüfungsfragen. Auf eine kurze Frage folgen eine kurze, aber prägnante Antwort und häufig noch weitere Erläuterungen in Form von Zusatzinformationen in kursiver Schrift. An sich sehr übersichtlich gestaltet, fehlt dem müden Medizinerauge allerdings doch etwas Farbe. Das Buch ist, abgesehen vom Einband natürlich, ganz in Schwarz-Weiß gehalten. Sehr ungewöhnlich, und wohl auch etwas überholt, für ein modernes Werk. Für die älteren Generationen unter uns erinnert es etwas an das alte Schwarze-Reihe-Design

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