Spielsucht betrifft 200.000 Menschen in Deutschland

Die Gefahr der Spielsucht ist bei Automatenspiele relativ hochDie Glücksspielsucht ist eine der häufigsten Suchtarten mit psychischer Abhängigkeit in der Bundesrepublik und wird oftmals noch stiefmütterlich in der Öffentlichkeit behandelt. Dabei betrifft sie circa 200.000 Leute, die hauptsächlich männlich sind und oftmals Migrationshintergrund haben. Meist bildet sich die Sucht beim Spielen am Automaten und geht mit einem sukzessiven Kontrollverlust einher. Ein beruflicher, sozialer, kriminalitätsgeprägter und familärer Verfall kennzeichnet den weiteren Verlauf dieser Suchtart.

Oft sind intrapsychische Konflikte oder belastende Lebenssituationen die Grundlage für die Ausbildung des pathologischen Spielens. Betroffene können ihre Sucht beispielsweise in Selbsthilfegruppen oder beim Psychiater besprechen und so therapieren, um einer Verschuldung eventuell sogar noch zuvor zu kommen. Differentialdiagnostisch ist auch an eine manische Phase zu denken, in der die Kranken dann häufig zu übertriebenen und euphorischen Handlungen wie dem Einsatz von hohen Geldsummen neigen.

Abzugrenzen von einer manifesten Spielsucht ist allerdings zum Beispiel die wöchentliche Teilnahme am staatlichen Lotto oder einer anderen Lotterie, was meist eher noch unter dem Überbegriff „Hobby“ läuft. Die Gefahr, dass Teilnehmer hier immer größere Summen setzen ist nicht so hoch.

Bild: Paul Martin Eldridge / FreeDigitalPhotos.net

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