Rezension: „Duale Reihe Allgemeinmedizin und Familienmedizin“, 5. Auflage

Duale Reihe Allgemeinmedizin und Familienmedizin, 5. AuflageDer Thiemeverlag hat nach ca. 5 Jahren eine neue Auflage der Dualen Reihe „Allgemeinmedizin und Familienmedizin“ herausgegeben.  Lohnt sich der Kauf des kombinierten Lehr- und Kurzlehrbuches?

Zielgruppe:

Dieses Buch wurde hauptsächlich für 3 Gruppen konzipiert:

  • für Studenten im klinischen Abschnitt, die den Kurs Allgemeinmedizin besuchen
  • sehr an der Allgemeinmedizin interessierte Studenten
  • Weiterbildungsassistenten der Allgemeinmedizin

Aufbau / Didaktik:

Auch dieser Band der Dualen Reihe hält sich streng an das vorgegebene Konzept der optischen Trennung zwischen Lehr- und Kurzlehrbuch. Durchgeführt wird dieses Konzept wie immer mit einer blauen Randspalte, die parallel zum Haupttext verläuft und den Text des Kurzlehrbuches enthält. Das ist also ideal zum schnellen Nachlesen und zum Lernen der wesentlichen Punkte. Zusätzlich werden für den Autor wichtige Aspekte in roten Merke-Kästchen hervorgehoben. Hier könnte der Leser eine gewisse Redundanz zum Kurzlehrbuch wahrnehmen. Auffallend ist auch die konsequente Implementierung von meist kurzen Fallbeispielen in vielen Kapiteln. Diese ermöglichen dem Leser einen tollen Einblick in die hausärztliche Perspektive. Ergänzend zum Text sind sehr viele Kapitel mit Bildern, Tabellen und Formularabdrucken ausgestattet. Zusätzlich zur Druckversion erhält man über die Online-Plattform eRef Zugriff auf eine elektronische Version des Buches. Leider ist es nicht möglich, das Buch im Ganzen über einen Hyperlink downzuloaden. Es steht keine Version im EPUB-Format dort zur Verfügung.

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Arbeitskräftemangel in der Pflege

Längst gehören Pflegeberufe für junge Leute nicht mehr zu den Traumjobs in Deutschland.Die Zeiten, in denen viele Kinder einen Beruf in der Pflegebetreuung eines Krankenhauses als ihren Traum angaben, sind lange vorbei. Stattdessen befindet sich die Pflegebranche seit Jahren in einer handfesten Krise aus Arbeitsmehrbelastung, mangelnder Bezahlung, fehlendem Ansehen in der Gesellschaft und Arbeitskräftemangel. Vielerorts müssen gerade nachts bis zu 20 Patienten von nur einer Pflegekraft betreut werden. Häufen sich dann auch noch Notfälle, ist ein Qualitätsverlust in der Krankenversorgung nicht zu vermeiden. Die Situation ist also ähnlich wie beim ärztlichen Personal.

Politik muss neue Anreize setzen

Häufig kann man in Zeitungen und im Internet lesen, dass jedes Krankenhaus heutzutage rote Zahlen schreibt. Gespart wird dann oftmals vor allem beim Personal. Und das, obwohl es sowieso wohl kaum eine Station gibt, auf der nicht unzählige unbezahlte Überstunden abgeleistet werden. Die Krankenhäuser rechnen teilweise schon mit dieser Ausbeutung des Personals und versuchen trotzdem gerade an diesem Punkt weiter zu sparen. Kein Wunder also, dass kaum ein Schulkind seine berufliche Zukunft in der Pflegebranche sieht. Es sollte nun also an der Politik liegen dieser Planung ein Ende zu setzen. Geregelte Arbeitszeiten, ein solider Verdienst und die gerechtfertigte Anerkennung könnten viele jungen Menschen überzeugen. weiterlesen Arbeitskräftemangel in der Pflege