Rezension: „Prometheus Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem“

Prometheus Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem, 4. AuflageMan könnte den Prometheus mit einem IPhone vergleichen: Gefühlt jeder zweite Medizinstudent hat ihn, er erscheint stetig in einer neuen Auflage, ist nicht ganz billig und wirkt „schicker“ als seine Dauerkonkurrenten. Wir nutzen die 4. Auflage um der Sache auf den Grund zu gehen.

Zielgruppe:

Studenten der Zahn- und Humanmedizin.

Aufbau/Didaktik:

Vier große Kapitel folgen auf 613 Seiten jeweils demselben Aufbau: Zuerst Knochen, Bänder & Gelenke, dann die Systematik der Muskulatur und ihre Topographie und als letztes die Systematik und Topographie der Leitungsbahnen. An diese Aufteilung muss man sich gewöhnen. Die Einteilung in Systematik und Topographie sorgt in der Lernpraxis teilweise für ziemliches Geblättere. Hier sollte Thieme nacharbeiten und manche Inhalte am Stück abhandeln.

Neben den wirklich guten Bildern, unterstützen schematische Illustrationen und Tabellen beim Lernen. Die anatomischen Bilder wirken sehr plastisch und sind nicht nur Lernhilfen, sondern auch fähige Helfer im Präpkurs.

Die Textpassagen sind flüssig geschrieben, leicht zu verstehen und verzichten auf zu viele Details. Ein weiterer Pluspunkt ist der klinische Bezug: mit vielen Röntgenbildern und Bezügen zur Biomechanik liefert das Buch wertvolle Inhalte für die mündlichen Testate.

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Rezension: „Atlas der Anatomie“

Atlas der Anatomie, NetterNeben der Sobotta- und Prometheus-Reihe verteidigt der „Atlas der Anatomie“ von Frank H. Netter seit Jahren seine Daseinsberechtigung auf dem Markt. Wir haben die aktuelle 6. Auflage getestet.

Zielgruppe:

Der „Netter“ gilt für viele Medizinstudenten seit ca. 25 Jahren als treuer Begleiter zur Vorbereitung auf die Anatomietestate. Dabei ist der Atlas vor allem auch in den USA populär. Neben human- und zahnmedizinischen Vorkliniksstudenten ist er aber auf jeden Fall auch für ähnliche Berufsgruppen wie Physiotherapeuten und die Pflegeberufe interessant.

Aufbau / Didaktik:

Anders als beim Sobotta oder Prometheus besteht der Netter lediglich aus einem Buch, sodass hier alle anatomischen Regionen des Körpers untergebracht sind. Der Atlas ist demnach sprichwörtlich von Kopf bis Fuß geordnet und gliedert sich in 7 Kapitel, die wiederum in sinnvolle Unterpunkte unterteilt sind. Die Seitenzahlen werden im Buch auch „Tafeln“ genannt, da auf jeder Seite bestimmte Abbildungen oder Tabellen zu finden sind. Im oberen Teil jeder Seite findet man praktischerweise Hinweise, mit welchen Tafeln die vorliegende Seite sinnvollerweise zu vergleichen ist. weiterlesen Rezension: „Atlas der Anatomie“

Rezension: „PROMETHEUS Kopf, Hals und Neuroanatomie“

PROMETHEUS Kopf, Hals und NeuroanatomieAn der Neuroanatomie scheiden sich die Geister: Die einen sind froh, wenn der Kurs vorbei ist, die anderen lieben sie und liebäugeln von nun an mit der Neurologie als späteres Spezialfach. An vielen Uni schließt sie jedenfalls das Kapitel Anatomie vor dem Physikum ab. Auch, wenn der Kopf und der Hals nur einen kleinen Teil unseres Körpers einnehmen, merkt man schnell, wie viel Anatomie darin steckt. Grund genug für einen entsprechenden Atlas. Wir haben die in diesem Jahr erschienene 4. Auflage des PROMETHEUS Kopf, Hals und Neuroanatomie mal unter die Lupe genommen.

Zielgruppe:

Der Atlas richtet sich natürlich vordringlich an Medizinstudenten der vorklinischen Semester, die sich gerade aufgrund des entsprechenden Kurses mit der Neuroanatomie beschäftigen. Allerdings gehört der PROMETHEUS Kopf, Hals und Neuroanatomie sicher zu den Büchern, die man auch später noch gut gebrauchen kann. Und damit ist nicht nur das Physikum gemeint, denn auch in der Klinik schadet Wissen über die Neuroanatomie nie. Denn zum Beispiel auch für die Neurologie, Neurochirurgie oder Neuroradiologie lässt sich in diesem Atlas lässt schnell mal etwas nachschlagen.

Aufbau / Didaktik:

Der Atlas gliedert sich grob in die drei Abschnitte „Kopf und Hals“, „Neuroanatomie“ und „ZNS“. Diese Teile unterteilen sich wiederum in 7, 13 und zwei Kapitel, die meist auf Doppelseiten die verschiedenen Knochen, Gelenke, Bänder, Leitungsbahnen, Muskulatur, Organe und die Topografie behandeln. Somit eignet sich der PROMETHEUS sowohl zum systematischen Lernen als auch zum Nachschlagen während des Präpkurses. Speziell für Zahnmedizinstudenten wurden in der 4. Auflage neue Lerneinheiten zur Topografie der Mundhöhle und der Schädelknochen integriert. Außerdem findet man im ZNS-Kapitel nun drei weitere Synopsen der Leitungsbahnen der Nase und der Orbita. Gerade dieses Kapitel mit den Verschaltungen der einzelnen Bahnen dürfte vielen Studenten auf die Sprünge helfen, ist es doch gerade dieses Thema, das meist in Vorlesungen nur wenig anschaulich erklärt wird und deshalb oft schwer zu verstehen bleibt. weiterlesen Rezension: „PROMETHEUS Kopf, Hals und Neuroanatomie“

Rezension: „Anatomie – Der fotografische Atlas“

Anatomie - Der fotografische AtlasFür viele Erstsemester ist ein Anatomieatlas eine der ersten Investitionen im Studium, weil häufig Anatomie zu Beginn das wichtigste Fach ist. Im Gegensatz zu Prometheus und Sobotta vermittelt der Anatomie-Atlas von Rohen, Yokochi und Lütjen-Drecoll sein Wissen dabei durch Fotoabbildungen.

Zielgruppe:

Natürlich ist der fotografische Atlas vor allem für frisch gebackene Medizinstudenten im ersten Semester konzipiert. Aber auch für andere medizinische Berufs- bzw. Ausbildungsanfänger wie Physiotherapeuten oder Sportstudenten ist dieser Atlas geeignet.

Aufbau / Didaktik:

Der Atlas ist in insgesamt 8 Kapitel unterteilt. Dabei werden am Anfang unter anderem allgemeine Informationen zu anatomischen Lageverhältnissen, Knochen, Gelenken, Muskeln und den Leitungsbahnen gegeben. Danach behandeln die Kapitel die Anatomie sprichwörtlich von Kopf bis Fuß, sodass die unteren Extremitäten das letzte Kapitel bilden.

Inhalt:

Mit über 1200 Abbildungen bietet der Atlas sehr viel Anschauungsmaterial, was hauptsächlich aus Fotos von präparierten Organen und Leitungsbahnen besteht, aber auch eine Menge Schnittbilder wie CT- oder vor allem MRT-Bilder enthält. Dabei sind wichtige Strukturen stets nummeriert und werden unter oder neben der Abbildung dann auch mit Namen genannt. Vor allem im Rahmen von Arterien-, Venen- oder Nervenverläufen wird häufiger auf schematische Darstellungen zurückgegriffen, was das Lernen vereinfacht. weiterlesen Rezension: „Anatomie – Der fotografische Atlas“

Rezension: „PROMETHEUS Lernposter der Anatomie, Knochen und Muskeln“

PROMETHEUS LernPoster der Anatomie, Knochen und MuskelnViele Studenten lernen in den ersten Semester die Anatomie vor allem mit dem Prometheus oder anderen Lehrbüchern. Dabei greifen aber viele auch auf althergebrachte Methoden zum Auswendiglernen zurück. Dazu gehört sicher auch, sich bestimmte Begriffe und Umstände, die einfach nicht in den Kopf wollen, in der Wohnung verteil aufzuschreiben, sodass man darüber beispielsweise beim Zähneputzen oder Kochen stolpert und diese so lernt.

Auf eine ähnliche Methode spielt das Lernposter von Prometheus an. Es ist fast lebensgroß und beinhaltet ausgeklappt 2 Seiten mit den Knochen und Muskeln des menschlichen Körpers, jeweils von vorne und von hinten abgebildet. Damit kann man dieses also zum Beispiel an eine Tür oder eine freie Wand hängen, um so im Vorbeigehen immer wieder an die zu lernenden Strukturen erinnert zu werden.

Fazit:

An sich bietet dieses Lernposter genau das, was man zum erweiterten Lernen in den ersten Semester benötigt. So lernt man nicht nur in der Bibliothek, im Präpkurs, in der Vorlesung oder beim Lesen des Buches, sondern eben auch bei anderen Beschäftigungen, während einem das Lernposter auffällt. Einziger Nachteil ist, dass man sich entweder für die Muskeln oder für die Knochen entscheiden muss, denn sicherlich haben nicht viele Studenten eine Glaswand in ihrem Zuhause 😉 .

Kurzinfo:

Autor(en): Michael Schünke, Erik Schulte, Udo Schumacher
Verlag: Thieme
Auflage: 4.
Erscheinungsjahr: 2014
Seitenanzahl: 4
Abbildungen:
4
Preis: 14,99 €

Bewertung:

Inhalt:
Verständlichkeit:
Übersichtlichkeit:
Layout:
Preis-Leistungs-Verhältnis:
Gesamtbewertung:

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Rezension: „PROMETHEUS Innere Organe“

Prometheus Innere Organe

Auch für den Anatomie-Kurs der inneren Organe gibt es aus der Prometheus-Reihe den passenden Atlas. An vielen Universitäten ist dieser Kurs der zweite und schließt sich dem einführenden Präparierkurs des Bewegungsystems an.

Im Vergleich zum Prometheus der allgemeinen Anatomie und des Bewegungssystems ist dieser etwas dünner, enthält aber die gewohnt guten und realitätsnahen Abbildungen. Wer den Atlas mit in den Präpraum nimmt, merkt schnell, wie leicht es fällt, die Bilder am Präparat nachzuvollziehen.

Der Lernatlas beginnt mit der Embryonalentwicklung der Organsysteme und gliedert sich dann in die inneren Organe sowie deren Leitungsbahnen und Topografie. Sogenannte Steckbriefe fassen die wichtigsten Informationen über die einzelnen Organe zusammen und erleichtern das Wiederholen und Festigen des Gelernten. Zusätzlich gibt es immer wieder auch Exkurse und Hinweise zu klinischen Diagnoseverfahren oder Operationsmethoden. Der praktische Bezug wird also auch beim Auswendiglernen der anatomischen Grundlagen der Organe gewahrt.

Fazit:

Der Prometheus Innere Organe ist der kürzeste und kostengünstigste der Triologie von Thieme. Zum Lernen für die Klausur in Anatomie und auch das damit verbundene Testat reicht dieser Lernatlas vielen Studenten aus, sodass nicht unbedingt ein weiteres Lehrbuch gebraucht wird. Die Texte lassen sich flüssig lesen und enthalten das Wichtigste. Anfängliche Fehler sind in der 3. Auflage längst behoben und die plastischen Abbildungen und das moderne Design sprechen für sich. Für jeden Medizin- und Zahnmedizinstudenten wird dieser Atlas während der Lernphase für die entsprechende Klausur und auch für das spätere Physikum ein unabdingbarer Begleiter sein.

Kurzinfo:

 Autor(en): Michael Schünke, Erik Schulte, Udo Schumacher, Markus Voll, Karl Wesker
 Verlag: Thieme
 Auflage: 3.
 Erscheinungsjahr: 2012
 Seitenanzahl: 512
 Abbildungen:
1352
 Preis: 54,99 €
Preis-Leistungs-Verhältnis
(1 = mies, 10 = grandios):
7

Rezension: „Sobotta: Atlas der Anatomie des Menschen. 3 Bände und Tabellenheft“

Sobotta: Atlas der Anatomie des MenschenDer Sobotta-Atlas wird seit vielen Generationen von Medizinstudenten in den ersten Semestern genutzt, um sich in den tiefen Weiten der menschlichen Anatomie zurecht zu finden. In vielen Arztpraxen sieht man deshalb immer noch Sobotta-Atlanten im alten grünen Design stehen.

Seit 2010 gibt es den Sobotta nun wie Thiemes Prometheus auch in 3 Bänden aufgeteilt. Der erste Teil („Allgemeine Anatomie und Bewegungsapparat“) ist dabei mit 406 Seiten das dickste Buch. „Innere Organe“ und „Kopf, Hals und Neuroanatomie“ sind etwas kürzer.

Zusätzlich zu diesen 3 Atlanten gibt es im Komplettpaket auch noch ein praktisches Heftchen mit Tabellen zu Muskeln, Gelenken und Nerven. Hieraus lässt sich prima systematisch auswendig lernen, weil man die wichtigen Inhalte sofort auf einen Blick zusammengefasst hat und sie so nicht erst noch zusammensuchen muss.

Die Abbildungen in den Sobotta-Atlanten sind gewohnt anschaulich gestaltet und kommen dem Original oft sehr nahe. Auffällig an der neuen Auflage des Sobottas ist die gute Anordnung der Beschriftungen. Die Unübersichtlichkeit der frühreren Auflagen in diesem Punkt war stets ein starker Schwachpunkt der Atlantenreihe. Wichtige Strukturen sind nun sogar fett gedruckt und springen dadurch besser ins Auge. Wie beim Prometheus, gibt es im Sobotta nun auch kleine Erklärungen unter den Bildern. Diese sind in der Regel kurz gehalten und immer eingängig geschrieben. Außerdem findet man immer mal wieder klinische Bezüge zu den anatomischen Grundlagen. Auch in den 3 Bänden selber werden dem Leser viele Tabellen angeboten, die nochmals die Systematik beim Lernen fördern.

Zu dem Sobotta-Komplettpaket bekommt man zusätzlich noch die Möglichkeit ein sehr großes Online-Angebot unter www.e-sobotta.de zu nutzen. Den Zugangscode für diesen Service findet man auf der vorderen Umschlagseite. Neben einer Bilddatenbank, die alle Bilder der aktuellen und vorherigen Auflage enthält, einem Testattrainer für die schnelle Wissenstandsabfrage und Original IMPP-Prüfungsfragen gibt es im Internet auch die Möglichkeit für den Präpsaal relevante Bilder auszudrucken. So kann man den Sobotta schonen und muss ihn nicht mit in den Anatomiekurs nehmen.

Fazit:

Die Sobotta-Reihe hat in der aktuellen Auflage wirklich nochmal einen guten Fortschritt gemacht und besticht durch ein starkes Komplettpaket in tollem und edlem Design. Alle 3 Anatomiebände überzeugen mit solidem Bildmaterial, guten Texten und einem ausgedehnten und praktischem Online-Service. Außerdem bekommt man noch ein Tabellenheftchen, mit dem man gut auswendig lernen und den Überblick behalten kann. All das gibt es im Komplettpaket für knapp 100 Euro, was angesichts des umfassenden Angebots ein wirklich guter Preis ist.

Kurzinfo:

 Autor(en):  Friedrich Paulsen, Jens Waschke
 Verlag:  Elsevier
 Auflage:  23.
 Erscheinungsjahr:  2010
 Seitenanzahl:  1152
 Abbildungen:
 3297
 Preis:  99,95 €