Karrieremesse für junge Mediziner

Welche medizinische Fachrichtung ist für mich die richtige? Fange ich lieber in einem kleinen oder großen Krankenhaus meine Assistenzzeit an? Wo finde ich die besten Arbeitsbedingungen? Welche zusätzlichen Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es? – Alles Fragen, die Medizinstudenten und junge Ärzte früher oder später bewegen.Der Marburger Bund hat die entsprechenden Themen deshalb aufgegriffen und veranstaltet am 12. November 2016 zum wiederholten Male die Karrieremesse DocSteps.

Dabei geht es den Veranstaltern vor allem darum, den Teilnehmern praktische Tipps für das Medizinstudium zu vermitteln, durch Workshops für einen Dialog zwischen Jungmedizinern und Experten zu sorgen und Kontakte potentieller Arbeitgeber weiterzugeben. Insgesamt also eine interessante Mischung für alle, die bald in den Beruf starten oder seit Kurzem dort angekommen sind. Die Teilnahme bei DocSteps ist kostenlos.

Der Beitrag wurde unterstützt vom Marburger Bund.

Spiegel Online-Artikel über das PJ

Das Praktische Jahr (PJ) ist der letzte Teil der praxisbezogenen Ausbildung im Medizinstudium. Leider ist die Betreuung der Studenten auf den Stationen der Kliniken selten einheitlich geregelt und es ist teilweise Glückssache, an welchen Arzt man gerät und was man beigebracht bekommt.

Mit dieser und weiteren Problemen beschäftigt sich ein heute erschienener Artikel auf Spiegel Online. Gerade aktuelle oder ehemalige PJler werden das Geschilderte gut kennen und sich an die ein oder andere Situation in der Klinik erinnern.

Medizintechnik – Branche mit Zukunft und Innovation

Die Bildgebenden Verfahren mit CT und MRT nehmen den größten Teil der innovativen Medizintechnik ein.Der wissenschaftliche und industrielle Bereich rund um die Medizin und die Pharmazie wächst stetig. Neben den klassischen gesundheitsorientierten Berufen, gibt es auch immer spezifischere Berufe, die das Ingenieurwesen mit der Medizin verbinden. So verzeichnet die Medizintechnik-Branche seit Jahren steigende Absatzzahlen und wird deshalb durch Fördergelder des Bundes noch weiter unterstützt.

Neben dem klassischen Ausbildungsberuf des Medizintechnikers gibt es nun seit einiger Zeit auch allgemeine und speziellere Bachelor- (drei Jahre) und Master-Studiengänge (zwei Jahre) an vielen deutschen Universitäten, die dann mit dem Bachelor oder Master of Science abschließen. In den USA gibt es auch schon viele PhD-Programme in dieser Branche. Neben dem klassischen Ingenieurfach Physik werden dabei vor allem medizinische Informatik, biomedizinische Technik und Klinik-Ingenieurwesen (Biotechnik, Molekularbiologie und Hygientechnik) gelehrt. Außerdem können auch medizinische Fächer wie Physiologie oder auch Anatomie mit einem Präparationskurs zum Lehrplan gehören.

Die Innovationskraft der Medizintechnik-Branche haben seit ein paar Jahren auch führende Wirtschaftskräfte und Politiker des Bundesministerium für Bildung und Forschung erkannt. Kleine und mittelständische Unternehmen dieses Bereichs werden mit Geldern des Bundes auch 2014 wieder verstärkt unterstützt, um den Innovationsprozess der Medizintechnik in Deutschland weiter voran zu treiben. Außerdem sollen Neuerungen auch schneller zur Anwendung kommen und so dem Patienten im Krankenhaus oder in der ambulanten Behandlung direkt zugute kommen. Derzeit verzeichnet das Bundesministerium für Forschung und Technologie circa 1100 laufende öffentliche medizintechnische Forschungsprojekte. Geht man nach der internationalen Literatur sind vor allem die immer einflussreicheren „Bildgebenden Verfahren“ (Röntgen, CT, MRT, Endoskopie) das derzeit bedeutendste Forschungsgebiet.

Das weltweit einflussreichste Medizintechnik-Unternehmen ist das ursprüngliche Pharmaunternehmen Roche aus der Schweiz mit 31,2 Millarden Euro Umsatz in diesem Bereich im Jahr 2007. Danach folgen in dieser Rangliste die amerikanischen Konzerne Abott, Johnson & Johnson und General Electric. Mit knapp 10 Millarden Euro Jahresumsatz liegen Fresenius Medical Care und das traditionsreiche Münchener Unternehmen Siemens als deutsche Vertreter in Lauerstellung auf die Konkurrenz.

Die Medizintechnik verbindet also die beiden Jobgaranten Medizin und das Ingenieurwesen und ist deshalb eine zukunftsorientierte, aufstrebende Branche in der westlichen Arbeitswelt.

Bild: renjith krishnan / FreeDigitalPhotos.net