Famulaturen mit Sprachreisen verbinden

Viele Medizinstudenten träumen davon einmal eine Famulatur, ein PJ-Tertial oder ein Semester in einem anderen Land zu absolvieren.

Durch eine Sprachreise nach Frankreich kann man die Französischkenntnisse spürbar verbessern.Dadurch gewinnt man nicht nur Einblick in ein anderes Gesundheitssystem und den Umgang mit der Medizin jenseits Deutschlands, sondern vor allem auch jede Menge neue Eindrücke und Erfahrungen mit anderen Menschen und deren Kultur.

Leider denken viele Studenten, dass ihnen für solch ein Erlebnis die notwendigen Sprachkenntnisse fehlen. Um diesem Umstand vorzubeugen, gibt es allerdings viele Möglichkeiten, bereits weit vor Reisebeginn an der Sprache zu pfeilen.

Neben Kursangeboten der Universitäten oder privater Einrichungen kann auch eine Sprachreise Frankreich Gastfamilie für die eigenen Fähigkeiten einen großen Effekt erzielen und das Interesse an einem Land zusätzlich steigern. Auch für Englisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch oder Russisch gibt es derartige Angebote in fast jeder Stadt in Deutschland.

Außerdem gibt es ein großes Angebot an Büchern von verschiedenen Verlagen, die helfen können die Medizinersprache und auch das Gesundheitssystem des jeweiligen Landes vor einem solchen Trip zu beleuchten. Ein weitere Möglichkeit bieten Online-Plattformen oder Apps, bei denen man auch ohne Sprachpartner bestimmte Konversationen und die entsprechende Aussprache üben kann.

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Famulatur in Paris: Gute Betreuung und viel Praxis

Unsere Gastautorin studiert Medizin im achten Semester. Momentan in Frankreich. Auf ihrem Blog https://medizinerei.wordpress.com/ berichtet sie über ihr Erasmus-Semester. Sie ist begeistert von den praktischen Erfahrungen, die sie in Frankreich sammeln kann, und legt es jedem Medizinstudenten ans Herz, die Möglichkeit zu nutzen und für einige Zeit ins Ausland zu gehen. Für uns berichtet sie über eine Famulatur im Ausland, die sie bereits vor einem Jahr nach Paris führte.

Klinikalltag auf Französisch

In Frankreich wird noch viel handschriftlich dokumentiert. Die Handschrift der Ärzte zu entziffern ist dabei manchmal das größte Problem.„Du bist die neue Praktikantin? Herzlich Willkommen! Aber du bist zu früh, die Morgenbesprechung fängt erst um neun an. Setz dich sonst solange einfach dort in den Raum und warte auf uns.“ Vor lauter Aufregung und Angst, den Weg auf die richtige Station doch nicht zu finden, bin ich zehn Minuten zu früh. Alles war viel einfacher als gedacht, dank der CityMapper-App und einem freundlichen Wärter an der Einfahrt zum Krankenhausgelände. Nun sitze ich in dem karg eingerichteten Raum, zwei Tische in der Mitte, ein paar Klappstühle, in der Ecke ein Computer von Anfang der 2000er. Nach und nach trudeln Ärzte ein, der Frauenanteil überwiegt. Alle haben ein Lächeln für mich übrig – immerhin sind wir auf der Pädiatrie. An den Stereotypen der verschiedenen Fachrichtungen in der Medizin ist so einiges dran. Pädiater sind ausgesprochen sozial und achten sehr aufmerksam auf das Wohl ihrer Mitmenschen; das werde ich im Laufe der Zeit noch genauer mitbekommen. Ich schaue mich um. Nach und nach trudeln auch ein paar Studenten ein. Mädels, die ihre langen offenen Haare gekonnt von rechts nach links zerwuscheln. Einige tragen Lippenstift. Statt Turnschuhen sehe ich Absätze, zum Teil sogar gewagt kurze Röcke. So gehen also Pariserinnen zum Dienst ins Krankenhaus! Die Besprechung beginnt. Ich verstehe kein Wort. Ob es wirklich die richtige Entscheidung war, meine erste Famulatur in Paris zu machen? Immerhin liegt mein Schulunterricht schon einige Jahre zurück… weiterlesen Famulatur in Paris: Gute Betreuung und viel Praxis