Rezension: „Radiologie, 4. Auflage“

Radiologie (Elsevier)Die Kenntnis einiger wichtiger bildgebender Verfahren ist in vielen medizinischen Disziplinen von Vorteil und bezieht sich nicht etwa nur auf das Fachgebiet der Radiologie. Das Buch „Radiologie“ vom Elsevier-Verlag verschafft einen Überblick über die verschiedenen Arten der Bildgebung, über die Strahlentherapie und die Nuklearmedizin.

Zielgruppe:

Das Buch richtet sich vor allem an Medizinstudenten, die Radiologie, Strahlentherapie oder Nuklearmedizin auch als Wahltertial im PJ nehmen möchten und diesen Fächer somit auch in der mündlichen Examensprüfung wieder begegnen. Für alle anderen Medizinstudenten ist es dann doch etwas zu lang: Wer mit wenig Aufwand durch die Prüfung kommen möchte, sollte sich eher mit dem „BASICS Bildgebende Verfahren“ beschäftigen. Für Assistenzärzte ist das Lehrbuch „Radiologie“ wiederum etwas zu basisorientiert.

Aufbau / Didaktik:

Das Lehrbuch gliedert sich in insgesamt acht Kapitel, wobei die ersten vier (Einführung, Strahlenphysik, Strahlenbiologie, Strahlenpathologie) vor allem eine grundlegende Einführung in den Umgang mit Strahlung und den daraus zu erzielenden diagnostischen und therapeutischen Nutzen geben. Das größte Kapitel (ca. 100 Seiten) behandelt die Röntgendiagnostik von verschiedenen Krankheitsbildern und gibt dafür Bildbeispiele verschiedener radiologischer Modalitäten (Röntgen, CT, MRT, Sonografie, Angiografie). Diese Bilder sind stets gut beschriftet und im Text auch entsprechend erklärt, sodass man auch ohne radiologisch geschulten Blick keinerlei Verständnisprobleme hat. Die letzten drei Kapitel widmen sich der Nuklearmedizin, der Strahlentherapie und dem Strahlenschutz. Merke-Kästen und Zusammenfassungen wiederholen die wichtigen Fakten, damit man weiß, worauf es am meisten ankommt. MC- oder Bildfragen zur Lernkontrolle sowie prüfungsorientierte Tipps sucht man im Buch leider vergebens.

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Rezension: „BASICS Bildgebende Verfahren, 4. Auflage“

BASICS Bildgebende Verfahren, 4. AuflageMit bildgebenden Verfahren kommt man in der Klinik in vielen Bereichen in Berührung. Deshalb ist es nicht nur für Radiologie-Interessierte wichtig über ein gewisses Grundwissen zu verfügen. Die 4. Auflage des BASICS Bildgebende Verfahren kann dabei helfen.

Zielgruppe:

Das Buch eignet sich vor allem für Studenten in den klinischen Semestern des Medizinstudiums und kann vor allem für chirurgisch und radiologisch Interessierte vor oder während einer Famulatur oder im PJ wichtig werden. Aber auch, wenn man sich eher in einer der anderen medizinischen Disziplinen heimisch sieht, bietet das BASICS einen wichtigen Überblick.

Aufbau / Didaktik:

Wie andere Ausgaben der BASICS-Reihe von Elsevier gliedert sich auch das „BASICS Bildgebende Verfahren“ in einen allgemeinen und einen speziellen Teil. Dabei werden im ersten Teil Grundlagen zu den verschiedenen Arten der Bildgebung und zum Strahlenschutz erklärt. Der spezielle Teil geht dann geordnet nach Organsystem nacheinander näher auf Herz, Lunge, große Gefäße, den Verdauungstrakt, die Mamma, Niere und ableitende Harnwege, den Bewegungsapparat sowie auf das ZNS ein. Wie für ein BASICS üblich werden die meisten Themen auf einer Doppelseite mit anschließender Kurzzusammenfassung behandelt. Nach 125 Seiten folgen dann insgesamt 8 Fallbeispiele, durch die das Wissen getestet werden kann. weiterlesen Rezension: „BASICS Bildgebende Verfahren, 4. Auflage“

Keine Angst vor Röntgenbildern im Examen

„Keine Angst vor Röntgenbildern im Hammerexamen“ – in diesem zweiteiligen Prüfungsvorbereitungskurs haben die Referenten Prof. Dr. Michael Uder und PD Dr. Rolf Janka aus Erlangen jüngst wieder ein breites studentisches Publikum begeistert.

Für alle, die nicht live dabei sein konnten, stehen die beiden Aufzeichnungen der Kurse noch bis zum 16.05.2015 kostenfrei als Videostreams zur Verfügung. In den jeweils ca. 2,5 Stunden langen Videos werden die Grundlagen der Befundung von bildgebenden Verfahren wie der Röntgendiagnostik oder der MRT-Bildgebung erklärt und beispielhaft an Examensfragen besprochen.

Gerade für das schriftliche und mündliche Staatsexamen lohnt es sich diese Zeit zu nehmen, damit die Bildgebung mit Konzept und ohne Angst beurteilt und richtig gekreuzt werden kann.

https://www.youtube.com/watch?v=Kp2uIa3Mwdw

https://www.youtube.com/watch?v=vCcGiUMWwAA

Rezension: „Bildgebende Verfahren in Frage und Antwort“

Bildgebende Verfahren in Frage und AntwortDas Lernen für die mündliche Prüfung unterscheidet sich aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen natürlich deutlich von der Vorbereitung auf schriftliche Klausuren oder das Examen. Deshalb gibt es ja auch spezielle Lehrbücher zur Vorbereitung auf das mündliche Examen, das seit ca. einem Jahr wie früher als 3. Staatsexamen angesehen werden kann, da das schriftliche Examen nun wieder vor dem praktischen Jahr abzulegen ist.

Für alle Prüflinge der Radiologie (egal, ob 3. oder 4. Fach im Examen) haben wir Elseviers Lehrbuch „Bildgebende Verfahren in Frage und Antwort“ getestet und einen durchweg positiven Eindruck erhalten. Aber im Detail:

Natürlich gibt es, wie mittlerweile bei jedem Elsevier-Buch, auch hier einen Zugang zu Online-Angeboten wie passenden IMPP-Fragen und dem kompletten Buchinhalt. Zu Anfang des Buches geben die beiden Autoren allgemeine Hinweise und Tipps für die mündliche Examensprüfung, also vor allem zu dieser bestimmten Prüfungsform und ihrem Ablauf. Das kann natürlich sicher den ein oder anderen Studenten etwas beruhigen, da man im Medizinstudium ja vor allem eher die schriftlichen Multiple-Choice-Prüfungen gewöhnt ist und eine mündliche Prüfung andere Herausforderungen bereit hält.

Die restlichen 240 Seiten des Lehrbuches teilen sich auf in 17 Kapitel, die sich nach grundlegenden Teilen wie „Methoden“ und „Strahlenschutz“ in die verschiedenen Organsysteme und die damit verbundenen bildgebenden Verfahren gliedern. Abschließend gibt es außerdem eine Reihe von brauchbaren Checklisten, die man sich zur Wiederholung vor der Prüfung ruhig nochmal anschauen kann. Generell gibt es immer wieder Tabellen und natürlich, wie könnte es in so einem Lehrbuch anders sein, auch zahlreiche radiologische Abbildungen. Gerade tabellarisch festgehaltene Klassifikationen lassen sich gut auswendig lernen und bieten eine gute Grundlage für strukturierte Antworten auf entsprechende Fragen. Der sprachliche Stil des Buches ist wirklich gut zu verstehen und ist damit sehr eingängig. Leider sind aber einige Rechtschreibfehler und auch inhaltliche Fehler bei der Erklärung der MRT-Sequenzen und der Dosisangabe für radiologische Untersuchungen vorhanden, was in einer neuen Auflage natürlich auf jedenfall verbessert werden müsste.

Fazit:

„Bildgebende Verfahren in Frage und Antwort“ ist ein rundum gutes Prüfungsvorbereitungsbuch, das durch ein breites Themenspektrum und eine leicht zu lesende Sprache zu einem guten Preis überzeugt. In unseren Augen ist es vor allem für PJler mit dem Wahlfach Radiologie geeignet, aber wenn Examensanwärter mit einem anderen Wahlfach sich Wissensgrundlagen aus dem Studium ins Gedächtnis rufen (wie zum Beispiel mit dem „BASICS Bildgebende Verfahren“) sollten auch sie von den Vorteilen dieses Lehrbuchs proifiteren. Leider fallen ein paar inhaltliche Fehler auf (unterschiedliche Millisievert-Angaben für die Untersuchungen auf verschiedenen Seiten), weshalb es auf diesem Gebiet von uns nur 2 von 5 Punkten gibt. Beschriftete Abbildungen wären eine mögliche designtechnische Erweiterung, um das Verständnis in einer neuen Auflage zu erleichtern.

Kurzinfo:

Autor(en): Roland Mühlbauer, Katrin Eichler
Verlag: Elsevier
Auflage: 3.
Erscheinungsjahr: 2013
Seitenanzahl: 240
Abbildungen:
134
Preis: 24,99 €

Bewertung:

Inhalt:
Verständlichkeit:
Übersichtlichkeit:
Layout:
Preis-Leistungs-Verhältnis:
Gesamtbewertung:

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Rezension: „CT-Kursbuch“

Das CT-Kursbuch von Matthias Hofer.Das CT-Kursbuch von Matthias Hofer gibt einen guten Einstieg in die computertomografische Diagnostik. Ähnlich wie das passende Buch zur Befundung von Röntgen-Thorax-Aufnahmen eignet sich auch dieses Buch vor allem für MTRAs, Assistenzärzte in der radiologischen Weiterbildung, PJ-Studenten, deren Wahlfach die Radiologie ist und allen weiteren Interessierten.

Die Einteilung des Lehrbuchs ist logisch und beginnt bei den physikalischen und technischen Grundlagen der CT-Diagnostik. Mit den darauf folgenden Kapiteln „Basisregeln der CT-Bildinterpretation“, „Vorbereitung des Patienten“ und „Kontrastmittelapplikation“ legt man schließlich die Basis für alle folgenden Buchteile, die sich dann nach Körperregion geordnet mit der entsprechenden Anatomie und den diagnostischen Herausforderungen beschäftigt. Abschließend werden weiterführenden Infos zum Strahlenschutz, der CT-Angiografie, verschiedenen Untersuchungsprotokollen und der PET-CT gegeben. Nach jedem Kapitel folgen, didaktisch ansprechend gestaltet, Quizfragen, die am Ende des Buches aufgelöst werden. Außerdem beinhaltet die mitgelieferte CD 17 Videoclips mit Quizfällen zur Bearbeitung und Überprüfung des Gelernten.

Leider hat diese Buch die gleiche Schwachstelle wie schon der „Chest X-Ray Trainer“, da die Strukturen der vielen Bilder mit Nummern gekennzeichnet sind, deren Namen man sich dann mühsam suchen muss. Manchmal fällt es auch nicht ganz leicht die jeweils im Text erwähnte Struktur bzw. deren Nummer in der Aufnahme zu finden. Aber wie schon beim „Chest X-Ray Trainer“ erwähnt, würde das Buch bei direkter Beschriftung natürlich schon Atlas-Ausmaße annehmen. Generell ist die Aufmachung aber gerade durch das Din A4-Format ansprechend und auch die kurzen Textabschnitte lassen sich gut lesen, auch wenn die Informationsflut dazu führt, dass man manche Teile mehrfach lesen muss, um das Erklärte nachzuvollziehen.

Fazit:

Das CT-Kursbuch ist ein absolut wichtiger Wegbegleiter, wenn man als Assistenzarzt oder MTRA am Anfang der beruflichen Laufbahn zum ersten Mal an einem CT eingesetzt wird. Das Lehrbuch beinhaltet alle wichtigen Informationen und fördert durch jeweilige Wiederholungen und Checklisten (8 Checklisten im Postkartenformat befinden sich im Buchumschlag) eine systematische Befundung der CT-Bilder. Wenn man mal eine Frage zu bestimmten Dingen hat, kann das Buch auch als Nachschlagewerk genutzt werden. Personen, die in einer radiologischen Abteilung arbeiten, erfahren also einen großen Mehrwert und lernen bei akribischer Beschäftigung mit dem CT-Kursbuch wichtige Eckpfeiler einer sicheren Befundung.

Kurzinfo:

Autor(en): Matthias Hofer
Verlag: Didamed
Auflage: 8.
Erscheinungsjahr: 2014
Seitenanzahl: 240
Abbildungen:
Über 1600
Preis: 39,90 €

Bewertung:

Inhalt:
Verständlichkeit:
Übersichtlichkeit:
Layout:
Preis-Leistungs-Verhältnis:
Gesamtbewertung:

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Medizintechnik – Branche mit Zukunft und Innovation

Die Bildgebenden Verfahren mit CT und MRT nehmen den größten Teil der innovativen Medizintechnik ein.Der wissenschaftliche und industrielle Bereich rund um die Medizin und die Pharmazie wächst stetig. Neben den klassischen gesundheitsorientierten Berufen, gibt es auch immer spezifischere Berufe, die das Ingenieurwesen mit der Medizin verbinden. So verzeichnet die Medizintechnik-Branche seit Jahren steigende Absatzzahlen und wird deshalb durch Fördergelder des Bundes noch weiter unterstützt.

Neben dem klassischen Ausbildungsberuf des Medizintechnikers gibt es nun seit einiger Zeit auch allgemeine und speziellere Bachelor- (drei Jahre) und Master-Studiengänge (zwei Jahre) an vielen deutschen Universitäten, die dann mit dem Bachelor oder Master of Science abschließen. In den USA gibt es auch schon viele PhD-Programme in dieser Branche. Neben dem klassischen Ingenieurfach Physik werden dabei vor allem medizinische Informatik, biomedizinische Technik und Klinik-Ingenieurwesen (Biotechnik, Molekularbiologie und Hygientechnik) gelehrt. Außerdem können auch medizinische Fächer wie Physiologie oder auch Anatomie mit einem Präparationskurs zum Lehrplan gehören.

Die Innovationskraft der Medizintechnik-Branche haben seit ein paar Jahren auch führende Wirtschaftskräfte und Politiker des Bundesministerium für Bildung und Forschung erkannt. Kleine und mittelständische Unternehmen dieses Bereichs werden mit Geldern des Bundes auch 2014 wieder verstärkt unterstützt, um den Innovationsprozess der Medizintechnik in Deutschland weiter voran zu treiben. Außerdem sollen Neuerungen auch schneller zur Anwendung kommen und so dem Patienten im Krankenhaus oder in der ambulanten Behandlung direkt zugute kommen. Derzeit verzeichnet das Bundesministerium für Forschung und Technologie circa 1100 laufende öffentliche medizintechnische Forschungsprojekte. Geht man nach der internationalen Literatur sind vor allem die immer einflussreicheren „Bildgebenden Verfahren“ (Röntgen, CT, MRT, Endoskopie) das derzeit bedeutendste Forschungsgebiet.

Das weltweit einflussreichste Medizintechnik-Unternehmen ist das ursprüngliche Pharmaunternehmen Roche aus der Schweiz mit 31,2 Millarden Euro Umsatz in diesem Bereich im Jahr 2007. Danach folgen in dieser Rangliste die amerikanischen Konzerne Abott, Johnson & Johnson und General Electric. Mit knapp 10 Millarden Euro Jahresumsatz liegen Fresenius Medical Care und das traditionsreiche Münchener Unternehmen Siemens als deutsche Vertreter in Lauerstellung auf die Konkurrenz.

Die Medizintechnik verbindet also die beiden Jobgaranten Medizin und das Ingenieurwesen und ist deshalb eine zukunftsorientierte, aufstrebende Branche in der westlichen Arbeitswelt.

Bild: renjith krishnan / FreeDigitalPhotos.net

Rezension: „Duale Reihe Radiologie“

Duale Reihe RadiologieEin großes Radiologie-Lehrbuch macht nicht nur Sinn, wenn man sich für dieses Fach besonders interessiert bzw. später auch mal in diesem Bereich arbeiten möchte, sondern eben  auch einfach als Nachschlagewerk für Verfahren der bildgebenden Diagnostik.

Die Duale Reihe Radiologie von Thieme ist wie viele andere Lehrbücher der Radiologie in 2 Abschnitte unterteilt: Ein allgemeiner Teil liefert die technischen Grundlagen verschiedener bildgebender Verfahren und führt ein in Strahlenschutz, Strahlentherapie und Nuklearmedizin. Der anschließende spezielle Teil ist nach Organsystemen geordnet und behandelt dabei alle zugehörigen Diagnostikverfahren. Das klassische Duale-Reihe-Design mit dem „Kurzlehrbuch“ an der Seite gibt einem die Möglichkeit über manche Themen oder Kapitel etwas schneller hinwegzulesen und so selbst Schwerpunkte beim Lernen zu setzen. Das ist besonders wichtig, wenn man Radiologie nur als Querschnittsbereich im Studium hat und sich mit der Dualen Reihe auf die Klausur vorbereitet.

Im Vergleich zur 2. Auflage ist die Neuauflage zwar ein paar Seiten kürzer, beinhaltet aber rund 50 Abbildungen mehr. Bei der Schilddrüsen-Szintigrafie beispielsweise fehlt leider ein Normalbefund, aber im Allgemeinen sind die Bilder aussagekräftig und passen zum Text. Dieser ist eingängig geschrieben und erklärt gut.

Fazit:

Insgesamt ist die Duale Reihe ein gelungenes Radiologie-Buch mit gut strukturierten Informationen. Wer den Inhalt für die Vorbereitung auf die Prüfung zu umfangreich findet, der kann dieses Buch auch gut als Nachschlagewerk nutzen. Das Verständnis der Radiologie ist durch die Bedeutung der bildgebenden Diagnostik eben nicht nur wichtig für das Fach selbst, sondern für die meisten Bereiche der Humanmedizin.

Kurzinfo:

Autor(en): Maximilian Reiser et al.
Verlag: Thieme
Auflage: 3.
Erscheinungsjahr: 2011
Seitenanzahl: 728
Abbildungen:
1580
Preis: 54,95 €

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