Rezension: „Checkliste Innere Medizin, 9. Auflage“

Die Checkliste Innere Medizin in der 9. Auflage (Thieme)Die Checkliste Innere Medizin von Thieme ist ein bedeutendes Nachschlagewerk in der Welt der medizinischen Literatur und seit April dieses Jahres in der 9. Auflage erhältlich. Da die Innere Medizin als Säule der medizinischen Ausbildung besonders viele Mediziner betrifft, haben wir uns das Buch genauer angesehen.

Zielgruppe

Die Zielgruppe des Buches erstreckt sich von Medizinstudenten über Assistenzärzte in der Weiterbildung bis hin zu erfahrenen Fachärzten der Inneren Medizin. Dies spiegelt sich im breiten Spektrum der behandelten Themen wider und macht es zu einem vielseitigen Werkzeug für jeden, der ein tiefes Verständnis der Inneren Medizin sucht.

Aufbau / Didaktik

Die 9. Auflage beeindruckt durch ihren klaren und strukturierten Aufbau. Jedes Kapitel beginnt mit einer prägnanten Einführung in das Thema und führt dann systematisch durch die Diagnostik, Differenzialdiagnosen und Therapieoptionen. Die Integration von klinischen Fallstudien und Algorithmen erleichtert das Verständnis und die Anwendung des Materials erheblich.

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Rezension: „Facharztprüfung Anästhesie“

Facharztprüfung Anästhesie - 1000 kommentierte PrüfungsfragenVor kurzem haben wir für euch ja „Fehler und Irrtümer in der Anästhesie“ rezensiert. Nun folgt mit „Facharztprüfung Anästhesie – 1000 kommentierte Prüfungsfragen“ ein weiteres Buch für Anästhesie-Interessierte und –Involvierte. Da der Titel selbstredend ist steigen wir gleich ein!

Zielgruppe:

Auch hier sind wohl weitere Erläuterungen fehl am Platz: das Buch richtet sich an anästhesiologische Assistenzärzte, die sich auf die Facharztprüfung vorbereiten möchten. Allerdings eignet es sich durchaus auch als begleitende Literatur, damit man während der fünf langen Jahre Assistenzarztzeit den roten Faden nicht verliert.

Aufbau / Didaktik:

Das Buch hat insgesamt 27 Kapitel, von denen sich vier Kapitel mit allgemeiner Prüfungsvorbereitung (z.B. Lerntipps oder Prüfungsrhetorik) beschäftigen und die restlichen sich nach den anästhesiologischen Leitlinien richten. Von allgemeiner Anästhesie über Intensiv- und Notfallmedizin bis hin zur Schmerztherapie finden sich viele mögliche Prüfungsfragen. Auf eine kurze Frage folgen eine kurze, aber prägnante Antwort und häufig noch weitere Erläuterungen in Form von Zusatzinformationen in kursiver Schrift. An sich sehr übersichtlich gestaltet, fehlt dem müden Medizinerauge allerdings doch etwas Farbe. Das Buch ist, abgesehen vom Einband natürlich, ganz in Schwarz-Weiß gehalten. Sehr ungewöhnlich, und wohl auch etwas überholt, für ein modernes Werk. Für die älteren Generationen unter uns erinnert es etwas an das alte Schwarze-Reihe-Design

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Rezension: „Neurologie compact – Für Klinik und Praxis“

Neurologie compact - Für Klinik und PraxisDas Buch „Neurologie compact – Für Klinik und Praxis“ von Thieme richtet sich an Ärztinnen und Ärzte der Neurologie, die sich damit das notwendige Facharztwissen aneignen können.

„Neurologie compact“ gliedert sich grob in 4 Kapitel. Nach dem Vorwort werden dabei bestimmte Symptome wie beispielsweise Bewusstseinsstörungen, Augenbewegungsstörungen, Tremor oder Schwindel behandelt und die jeweils möglichen Syndrome erörtert, die durch dieses Symptom klinisch repräsentiert werden können. Schnell fällt auf, dass die Autoren dieses Buches einen hohen Wissensstand einfordern und die Herangehensweise an die Themen genau so direkt ist wie das minimalistische, im Vergleich zu typischen Studiumsbüchern erwachsene Design, das kaum Abbildungen verwendet. Im zweiten Kapitel werden dann neurologische Krankheitsbilder wie zerebrale Ischämie, infektiöse Erkrankungen, Tumoren, Anfallserkrankungen oder Schlafstörungen behandelt, bevor das dritte und vierte Kapitel dann mit den diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten in der Neurologie an- und abschließt.

Die Texte sind durchweg sehr zielstrebig, also ohne großes Herumreden gestaltet. Die Herangehensweise an Krankheiten und Syndrome geschieht immer nach dem gleichen Schema: Nach allgemeinen, epidemiologischen und pathogenetischen Fakten wird das klinische Bild beleuchtet und stichwortartig erläutert, welche Diagnostik und Therapie zu erfolgen hat.

Das Buch lässt sich auch im Internet anwenden. Denn durch den Kauf des Buches wird einem auch der Zugriff über die Thieme-Website zum Ebook gewährt. Zusätzlich gibt es auch die Möglichkeit eine Menge Bilder und Filme anzuschauen (ähnelt einem Angebot eines Atlasses) und man findet Links zu den aktuellen DGN-Leitlinien.

Fazit:

„Neurologie compact“ eignet sich vor allem für die Zeit als neurologischer Assistenzarzt und kann einen kompakt und trotzdem gut für die Facharztprüfung und den klinischen Alltag rüsten. Der Stil ist fordernd und zielstrebig, selten wird zu viel zu einer Krankheit geschrieben. Es gibt wohl kaum eine neurologische Auffälligkeit oder ein Syndrom, das einem im Klinikalltag, nicht aber in diesem Buch begegnet. Leider wurde auf die Verwendung von Abbildungen größtenteils verzichtet, was aber bei vielen Erklärungen der klinischen Bilder der verschiedenen Erkrankungen schon Sinn gemacht hätte. Ein guter Zusatzpunkt des Buches ist der Online-Service, den man mit dem Buch erwirbt.

Kurzinfo:

Autor(en):Andreas Hufschmidt, Carl Hermann Lücking, Sebastian Rauer
Verlag:Thieme
Auflage:6.
Erscheinungsjahr:2013
Seitenanzahl:976
Abbildungen:
22
Preis:99,99 €
Preis-Leistungs-Verhältnis
(1 = mies, 10 = grandios):
7