Rezension: „Atlas der Anatomie“

Atlas der Anatomie, NetterNeben der Sobotta- und Prometheus-Reihe verteidigt der „Atlas der Anatomie“ von Frank H. Netter seit Jahren seine Daseinsberechtigung auf dem Markt. Wir haben die aktuelle 6. Auflage getestet.

Zielgruppe:

Der „Netter“ gilt für viele Medizinstudenten seit ca. 25 Jahren als treuer Begleiter zur Vorbereitung auf die Anatomietestate. Dabei ist der Atlas vor allem auch in den USA populär. Neben human- und zahnmedizinischen Vorkliniksstudenten ist er aber auf jeden Fall auch für ähnliche Berufsgruppen wie Physiotherapeuten und die Pflegeberufe interessant.

Aufbau / Didaktik:

Anders als beim Sobotta oder Prometheus besteht der Netter lediglich aus einem Buch, sodass hier alle anatomischen Regionen des Körpers untergebracht sind. Der Atlas ist demnach sprichwörtlich von Kopf bis Fuß geordnet und gliedert sich in 7 Kapitel, die wiederum in sinnvolle Unterpunkte unterteilt sind. Die Seitenzahlen werden im Buch auch „Tafeln“ genannt, da auf jeder Seite bestimmte Abbildungen oder Tabellen zu finden sind. Im oberen Teil jeder Seite findet man praktischerweise Hinweise, mit welchen Tafeln die vorliegende Seite sinnvollerweise zu vergleichen ist. weiterlesen Rezension: „Atlas der Anatomie“

Rezension: „Leichenschau“

Leichenschau - Differenzialdiagnostik häufiger BefundeMit dem Fach Rechtsmedizin kommen die meisten Mediziner nur im Studium in Kontakt. Trotzdem wird es oft als interessant bezeichnet und ab und zu auch als Wahlfach im Praktischen Jahr oder Famulaturfach gewählt. Das Buch „Leichenschau – Differenzialdiagnostik häufiger Befunde“ eignet sich also spätestens dann zur Vor- und Nachbereitung der rechtsmedizinischen Inhalte.

Gegliedert ist das Lehrbuch in 12 Kapitel, die neben den sicheren Totenzeichen, den diagnostischen Möglichkeiten der Obduktion (beispielsweise Untersuchungen verschiedener Körperflüssigkeiten) sowie die gesamte Bandbreite der Maßnahmen, die von Ärzten, Rechtsmedizinern, Polizisten oder Bestattern nach Auffinden des Toten zu ergreifen sind. Sogar die Auffindesituation und die Dokumentation dieser mit der Kamera haben ein eigenes Kapitel. Man merkt also schnell, dass das Buch das Thema umfassend behandelt.

Das Hauptaugenmerk des Lehrbuchs liegt ganz klar auf zahlreichen aussagekräftigen Abbildungen. Die natürlich notwendigen Erklärungen sind klar und strukturiert geschrieben und beziehen sich deutlich auf die bildliche Darstellung.

Fazit:

Das Lehrbuch „Leichenschau“ vom Schattauer Verlag richtet sich vor allem an Rechtsmediziner oder Studenten, die sich besonders für dieses Fach interessieren. Daneben spricht es aber auch weitere Berufe wie Polizisten oder Bestatter an. Eine Leichenschau muss jeder Arzt durchführen können, aber vor allem Notärzte kommen häufiger in derartige Situationen und gehören deshalb ebenfalls zur Zielgruppe von „Leichenschau“. Insgesamt überzeugt das Buch nicht nur durch inhaltliche Qualität der Texte und Bilder, sondern auch äußerlich durch einen stabilen Einband und hochwertige Seiten. Lediglich der nicht gerade niedrige Preis nagt etwas an dem sonst tadellosen Gesamteindruck.

Kurzinfo:

Autor(en): Ulrich Hammer, Andreas Büttner
Verlag: Schattauer
Auflage: 1.
Erscheinungsjahr: 2013
Seitenanzahl: 154
Abbildungen:
307
Preis: 59,99 €
Preis-Leistungs-Verhältnis
(1 = mies, 10 = grandios):
5

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