Rezension: „Taschenatlas Anästhesie, 6. Auflage“

Taschenatlas Anästhesie, 6. AuflageBei vielen Studenten gehört Anästhesie zu den Lieblingsfächern im Studium. Wir haben die 6. Auflage des Taschenlehrbuch Anästhesie probegelesen, um zu erfahren, für wen sich dieses Buch eignet.

Zielgruppe:

Der Taschenatlas Anästhesie eignet sich für Studenten, die sich für dieses Fach interessieren oder eine Famulatur in der Anästhesie absolvieren sowie für PJler, welche Anästhesie als Wahltertial gewählt haben. Ebenso eignet sich der Taschenatlas für Assistenzärzte, die noch am Beginn ihrer Assistenzzeit stehen.

Aufbau / Didaktik:

Das Buch ist in 15 Kapitel aufgeteilt, die jeweils logisch aufeinander aufbauen. Jedes Kapitel hat zusätzlich zwischen 3 bis 8 Unterkapitel. Wie auch die anderen Taschenatlanten von Thieme hat auch dieses Buch den typischen Aufbau, wobei linksseitig den Fließtext und auf der rechten Seite die dazugehörigen farbigen Abbildungen findet. Die Abbildungen und Merkkästen helfen einerseits
für ein besseres Verständnis, andererseits dienen sie auch nochmals zu kurzen Zusammenfassung des jeweiligen Textes, was beim schnellen Nachschlagen sehr hilfreich sein kann. Die manchmal etwas textlastigen Seiten werden durch fettgedruckte Schlagwörter teilweise etwas aufgelockert. Im Anhang finden sich verschiedene Tabellen und Formeln, u.a. für die gängigsten Medikamente in der Anästhesie oder aber auch wichtige Normwerte zum Nachschlagen im klinischen Alltag. Zusätzlich zum Buch erhält man auch einen eRef Online-Zugang.

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Rezension: „Anästhesie Intensivmedizin Notfallmedizin, 9. Auflage“

Anästhesie - Intensivmedizin - Notfallmedizin, 9. Auflage„Der Striebel“ ist ein Werk, das viele Studenten und Assistenzärzte besitzen und ist nun überarbeitet in der 9. Auflage erschienen. Wir haben es etwas genauer unter die Lupe genommen.

Zielgruppe:

Wie schon im Untertitel auf dem Buchcover zu erkennen, richtet sich das Buch an Studenten und Assistenzärzte. Dem stimmen wir zu: Insbesondere Studenten, deren Berufswunsch die Anästhesie ist, können wir das Buch empfehlen, da es doch etwas zu umfangreich ist, um sich lediglich auf ein kurzes Blockpraktikum und die anschließende Klausur vorzubereiten.

Aufbau/Didaktik:

Das Buch gliedert sich in neun Kapitel, u.a. in „allgemeine“ und „spezielle Anästhesie“, „Aufwachraum“ und „chronische Tumorschmerzen. Wie schon in den Vorauflagen beschrieben, ist der Schreibstil sehr angenehm zum Lesen. Eine sehr gute Neuerung ist die Umstellung von schwarz-weißen auf farbige Abbildungen, die eine deutlich angenehmere Lernerfahrung erzielen. Wie schon in der Rezension der 8. Auflage angemerkt, würden wir uns freuen, wenn statt der roten Ausrufezeichen wichtige Fakten durch Merkkästen markiert wären. Dies würde zur Auflockerung der z.T. sehr textlastigen Seiten beitragen. weiterlesen Rezension: „Anästhesie Intensivmedizin Notfallmedizin, 9. Auflage“

Rezension: „Taschenatlas Anästhesie“

Taschenatlas AnästhesieDer Taschenatlas Anästhesie von Thieme präsentiert sich im handlichen Format mit spannenden Abbildungen und Ablaufschemata auf jeder zweiten Seite.

Er gliedert sich in 15 farblich unterschiedlich gehaltene Abschnitte und beginnt wie die meisten Lehrbücher mit den Grundlagen des Faches. Dazu gehören neben den Narkosestadien und der Eigenschaften der verschiedenen Narkosemitteln auch die praöperative Visite und die Prämedikation. Nach den verschiedenen Medikationen und Gefäßzugängen wird dem Leser das Monitoring näher gebracht. Den Abschluss bilden dann die möglichen Komplikationen in der Anästhesie, die postoperative Versorgung und die leider einzige notfallmedizinische Komponente, die kardiopulmonale Reanimation. Im Anhang des Taschenatlas finden sich dann noch einige praktische Dinge, wie einige Normalwerte oder die Kurzprofile einiger wichtiger anästhesiologischer Medikamente oder Tabellen und Formeln zu Nebenwirkungen und praktischen Krankheitsklassifikationen.

Die Texte im Buch sind eigentlich sehr gut und verständlich geschrieben, aber vielerorts wirken sie doch etwas erdrückend auf den Leser, weil sie kaum durchbrochen werden, sondern im Blocksatz daher kommen. Die Abbildungen auf jeder zweiten Seite bilden eine gute Abwechslung und helfen beim Verstehen der Fakten. Durch die Beschränkung auf das Wesentliche ist der Taschenatlas wenigstens kurz gehalten und passt ja deshalb auch gut in eine Kitteltasche.

Im Vergleich zu früheren Taschenatlanten merkt man bei dieser Auflage einen deutlichen Qualitätssprung bei der Verarbeitung des Bucheinbandes. Dieser wirkt nun stabiler und abwehrkräftiger, da er aus stärkerem Plastik gefertigt zu sein scheint.

Fazit:

Der Taschenatlas Anästhesie hat das praktische Format dieser Reihe und außerdem verfügt natürlich auch er über die Farbtafeln auf den jeweils rechten Seiten des Buches. Diese passen immer thematisch sehr gut zu dem auf der linken Seite befindlichen Erklärtext. Dieser ist recht schlicht gehalten und verzichtet auf Schnickschnack wie weitere Boxen oder besondere klinische Bezüge. Dadurch findet man in der Regel aber auch schneller die Antwort auf eine Frage, was im Klinikalltag als PJler ja zum Beispiel stark von Vorteil ist. Für alle PJ-Studenten, die Anästhesie als Wahltertial gewählt haben, oder auch Anästhesie-Famulanten macht dieser Taschenatlas also auf jeden Fall Sinn, da man ihn gut in der Kitteltasche mit sich herumtragen kann und er im klinischen Bereich seine Vorteile hat. Für Semesterabschlussklausuren ist er aber nicht unbedingt notwendig.

Kurzinfo:

Autor(en): Norbert Roewer, Holger Thiel
Verlag: Thieme
Auflage: 5.
Erscheinungsjahr: 2013
Seitenanzahl: 416
Abbildungen:
174
Preis: 39,99 €
Preis-Leistungs-Verhältnis
(1 = mies, 10 = grandios):
5

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Rezension: „Anästhesie – Intensivmedizin – Notfallmedizin“

Anästhesie Intensivmedizin NotfallmedizinWie schon die siebte Auflage dieses Klassikers, präsentiert sich auch die neue Ausgabe in der gewohnten Qualität.

Nach 8 Kapiteln im letzten Buch der Reihe, gibt es nun mit „Chronische Tumorschmerzen“ ein neuntes neben den Arrivierten, die beibehalten wurden. Diese zirka 20 Seiten behandeln sowohl die Anamnese und körperliche Untersuchung, als auch die medikamentöse Therapie bei Schmerzen, die durch Krebserkrankungen hervorgerufen werden.

Daneben wurden ebenfalls aktuelle Leitlinien, wie die ERC-Reanimationsleitlinie, die Sepsisleitlinie oder auch Empfehlungen zur Infusionstherapie in der Kinderanästhesie hinzugefügt.

Optisch präsentiert sich der „Striebel“ fast wie gewohnt. Lediglich kleinere Änderungen wurden vorgenommen. So gibt es nun zum Beispiel keine blauen Linien mehr am Rand, die in der vorigen Auflage besonders wichtige Umstände markiert haben, sondern nur noch größere Ausrufezeichen, was leider nicht so gut die Wichtigkeit verdeutlicht. Zusätzlich gibt es nun auch noch größere Häckchen am Textrand, die Definitionen markieren sollen.

Fazit:

Nach wie vor liefert „Anästhesie- Intensivmedizin – Notfallmedizin“ alles, was der Anästhesie-interessierte Medizinstudent über das Fach wissen sollte. Vor einer Famulatur oder dem Blockpraktikum in der Anästhesie oder auf der Intensivstation kann man sich anhand des Buches nochmal die wichtigsten Sachverhalte in den Kopf rufen. Leider gibt es auch in dieser Auflage nur schwarz-weiße Bilder, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis bleibt ein weiteres ganz großes Plus des Buches. Außerdem ist der Erklärungsstil, in dem die Texte gehalten sind, unschlagbar gut.

Kurzinfo:

Autor(en): Hans Walter Striebel
Verlag: Schattauer
Auflage: 8.
Erscheinungsjahr: 2012
Seitenanzahl: 671
Abbildungen:
284
Preis: 36,95 €
Preis-Leistungs-Verhältnis
(1 = mies, 10 = grandios):
9

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Rezension: „Duale Reihe Anästhesie“

Duale Reihe Anästhesie Intensivmedizin Notfallmedizin SchmerztherapieAuch für die Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie gibt es seit Ende des letzten Jahres eine neue Auflage der Dualen Reihe.

Das Lehrbuch teilt sich auf in 4 verschiedene Kapitel und beginnt sinnvollerweise mit der allgemeinen Anästhesie, wodurch auf ca. 200 Seiten die Grundlagen für das weitere Verständnis und das Anästhesie-Management vor, während und nach der OP geschaffen werden.

Im zweiten Teil werden verschiedene Herausforderungen der Anästhesie in den einzelnen medizinischen Disziplinen (Augenheilkunde, Neurochirurgie, Gynäkologie, Dermatologie, Orthopädie usw.) vorgestellt. Auch die Anästhesie bei ambulanten Operationen gehört zu diesem Kapitel. Allerdings ist der „typische Ablauf“ einer ambulant durchgeführten Kniegelenksarthroskopie auf der letzten Seite dieses Kapitels von der Zeitplanung her eher utopisch, denn es wird kaum ambulant kniegelenksarthroskopierte Patienten geben, die nach ca. 3 Stunden wieder nach Hause können.

Der dritte Abschnitt des Buches erläutert die Intensivmedizin, Notfallmedizin und die Schmerztherapie. Überzeugend sind hier die Texte, die eingängig und leicht verständlich geschrieben sind. Es wird zum Beispiel auch erwähnt, warum man auch als Notarzt Berufsschuhe für den medizinischen Bereich tragen sollte. Leider fehlt es diesem Teil etwas an Bildern und so gibt es teilweise seitenlang nur Text. Am Ende gibt es noch 10 Seiten über die Palliativmedizin, was in der 3. Auflage dieses Lehrbuchs noch nicht enthalten war.

Ein besonderes Schmankerl gibt es noch im Anhang: Als letztes Kapitel findet man dort eine 10-Seiten-umfassende Tabelle über die Indikationen, Dosierungsempfehlungen, Wirkungen und Nebenwirkungen gebräuchlicher Medikamente. Über so eine Tabelle freut sich sicherlich jeder Medizinstudent, weil man so das wichtigste auf einen Blick hat.

Fazit:

Die Duale Reihe Anästhesie ist logisch gegliedert und angenehm geschrieben. Neben dem normalen Text gibt es wie in jeder Dualen Reihe noch das integrierte Kurzlehrbuch am Seitenrand. Leider fehlt es teilweise ein bisschen an der Bebilderung und den klinischen Fällen. Ein Hightlight ist aber der Anhang mit der Medikamententabelle.

Kurzinfo:

Autor(en): Jochen Schulte am Esch, Hanswerner Bause, Eberhard Kochs, Jens Scholz, Thomas Standl, Christian Werner
Verlag: Thieme
Auflage: 4.
Erscheinungsjahr: 2011
Seitenanzahl: 696
Abbildungen:
350
Preis: 39,99 €

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Rezension: „Anästhesie – Intensivmedizin – Notfallmedizin“

Striebel, Anästhesie - Intensivmedizin - NotfallmedizinDas Lehrbuch „Anästhesie – Intensivmedizin – Notfallmedizin“ von Hans Walter Striebel liest sich von der ersten Seite an unglaublich flüssig und leicht verständlich.

Obwohl das Buch kaum Grundkenntnisse voraussetzt, schafft der Autor trotzdem das Spagat und verliert sich nicht im Detail, sondern beschränkt sich stets auf das Wesentliche. Das, und die klare Gliederung erleichtern dem Leser das Lernen oder Nachschlagen erheblich.

Aufgeteilt ist das Buch in 8 Kapitel, die das gesamte Spektrum der Anästhesie (sowohl allgemeine Grundlagen als auch spezielle Themenbereiche wie die Anästhesie bestimmter Patientengruppen oder bestimmter OPs), deren Organisation und Rahmenbedingungen (Patientenaufklärung, Lagerung, Aufwachraum) und die Inhalte der Intensiv- und Notfallmedizin abdecken. Dabei ist der Text kontinuierlich in kleinere Abschnitte gegliedert, wodurch das Lesen und Auffinden von Stichwörtern (fett gedruckt) erleichtert wird.

Ein zusätzlicher Pluspunkt sind die vielen Querverweise im Text, die einem das zeitaufwändige Nachschlagen im Stichwortverzeichnis ersparen können. Besonders wichtige Sachverhalte werden durch blaue Randmarkierungen leicht ersichtlich.

Fazit:

„Anästhesie- Intensivmedizin – Notfallmedizin“ besticht durch seine klare Sprache und Erklärweise auf ganzer Linie. Dass Fallbeispiele oder Lernkontrollfragen fehlen, stört keineswegs. Das Lernen der Anästhesiologie macht mit diesem Buch besonders Spaß. Ob vorlesungsbegleitend, als Nachschlagewerk oder als vollwertiges Lehrbuch – damit klappt die Klausur auf alle Fälle. Punktabzüge gibt es lediglich in der B-Note: Leider wurde bei der grafischen Ausarbeitung des Buches an Farbe gespart und so sind alle Fotos oder Grafiken lediglich schwarz-weiss. Viele Studenten sind trotzdem der Meinung: „Der Striebel ist eines der besten Lehrbücher in meinem Regal“.

Kurzinfo:

Autor(en): H. W. Striebel
Verlag: Schattauer
Auflage: 7.
Erscheinungsjahr: 2009
Seitenanzahl: 605
Abbildungen:
239
Preis: 36,95 €

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Rezension: „BASICS Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie“

Basics Anästhesiologie, Intensivmedizin und SchmerztherapieDas „BASICS Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie“ liest sich flüssig und beschränkt sich auf die wesentlichen Punkte dieser Fächer, sodass man das Buch gut in der Bahn oder auch vor dem gut Schlafen noch lesen kann und trotzdem einiges mitnimmt.

Ganz im Stile der BASICS-Reihe von Elsevier gliedert sich das Buch in 2 Teile: Im allgemeinen Teil wird ein Fundament aus technischen Grundlagen sowie dem Wichtigsten aus der Physiologie und Pharmakologie geschaffen. Im speziellen Teil werden diese Grundlagen dann auf die wichtigsten Themen in der Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie angewendet. In der Regel wird dabei ein Thema jeweils auf einer Doppelseite mit Bildern, Grafiken und einer rot unterlegten Zusammenfassung am Ende behandelt.

Ganz nach dem Anspruch des Buches bekommt man durch diese Aufteilung zu den meisten Themen einen guten Zugang. Die Qualität der einzelnen Kapitel schwankt aber etwas. Sehr gut zusammengefasst sind beispielsweise die wichtigsten Hypnotika, wodurch man nicht durch unwichtigere und selten verwendete Substanzen den ersten Überblick verliert. Das Säure-Basen-Kapitel oder die Schmerztherapie werden hingegen leider viel zu knapp abgehandelt.

Statt wie in manchen anderen BASICS-Ausgaben gibt es nach dem speziellen Teil keine Fallbeispiele, sondern sogenannte Flussdiagramme. Diese bilden 10 verschiedene wichtige Algorithmen und Handlungsschemata ab, wie zum Beispiel die Blutzuckereinstellung auf der Intensivstation, ein Ablaufschema zum Handeln bei schwierigem Atemweg oder die Diagnostik und Therapie der Sepsis. Schade, dass es von diesen Schemata im Buch nicht noch mehr gibt, denn diese werden nicht nur gerne in Klausuren abgefragt, sondern lassen sich in dieser Form auch hervorragend auswendig lernen.

Fazit:

Dieses BASICS-Lehrbuch gibt einen guten Überblick über die Fächer Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie. Für Querschnittsbereiche kann ein BASICS-Buch auch schon mal ausreichen, aber für die Anästhesiologie sollte man es am besten zum Vorbereiten auf die Vorlesungen nutzen, die dann meistens mehr ins Detail gehen.

Kurzinfo:

Autor(en): P. Keppeler, M. Krämer, L. Scholz, J. Vater
Verlag: Elsevier
Auflage: 2.
Erscheinungsjahr: 2011
Seitenanzahl: 146
Abbildungen:
110
Preis: 19,50 €

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