Rezension: „Checkliste Innere Medizin“

Die Checkliste Innere Medizin überzeugt mit einer klaren Struktur, durch die man schnell mal etwas nachlesen kann während einer VisitePassend zur Checkliste Chirurgie haben wir nun auch die neueste (die 7.) Auflage der Checkliste Innere Medizin unter die Lupe genommen.

Auch diese Checkliste gliedert sich in 4 Teile, die jeweils mit einer bestimmten Farbe markiert sind. Im ersten, dem grauen Teil wird der Leser (Student in den letzten Semestern oder Assistenzarzt) in die Grundlagen und Arbeitstechniken der Inneren Medizin eingeführt. Dabei geht es hauptsächlich um allgemeine diagnostische und therapeutische Maßnahmen, die sich nicht speziell auf eine bestimmte Krankheit beziehen. Nach diesem ca. 160 Seiten starken Kapitel, folgt der grüne Teil, in dem Leitsymptome nach Organen respektive Körperteilen geordnet sind, in denen sie auftreten. Also vom Thorax über das Abdomen bis hin zum Bewegungsapparat und das Nervensystem. Diese Einteilung erleichtert das systematische Lernen und Verstehen, da man die Symptome leichter zuordnen kann, was auch im darauffolgenden blauen Teil gefördert wird. Dort kommen nun nämlich die Krankheitsbilder ins Spiel, die nach Organsystemen geordnet sind (Erkrankungen des Herzens und des Kreislaufs, Erkrankungen der Atmungsorgane, Erkrankungen des Dünn- und Dickdarms etc.).

Wie in den Checklisten üblich, folgen die Kapitel bzw. Krankheitsbilder einem immer gleichen Aufbau, der von Definition, Ursachen, Klinik und Diagnostik bis hin zur Therapie und der Prognose reicht.

Der letzte Teil (rot) schließt mit internistischen Notfällen wie den Schockformen, dem Myokardinfarkt oder der Lungenembolie. Der Anhang mit einer Übersicht über die Tumormarker, Laborwerte und Handelsnamen und Wirkstoffe von Arzneimitteln ist allein auch nochmal 100 Seiten lang.

Fazit:

Wie schon die Checkliste Chirurgie eignet sich auch das internistische Pendant sehr gut zum Nachschlagen während einer Visite, beim Aufarbeiten der Stationsarbeit oder in der Ambulanz (so lange Zeit dafür bleibt). Ein ganz großes Plus ist neben der systematischen Herangehensweise an die Inhalte der einzelnen internistischen Disziplinen natürlich die Möglichkeit, die einem mit der App „Kittelcoach“ gegeben wird, die man mit einem Code, den man im Buch findet, freischalten kann. So hat man auch ganz einfach über das Smartphone oder das Tablet Zugriff auf das Buch und es lässt sich dadurch leichter mal etwas nachschlagen. Die Struktur und auch die Erklärweise im Buch sind genau richtig zum Lernen und auch dafür, dass man möglichst den roten Faden erkennen kann, solange es einen für das Krankheitsverständnis und die Therapie gibt. Sicherlich eine Bereicherung für das Innere-Tertial im praktischen Jahr (PJ) und auch noch in der Assistenzzeit.

Kurzinfo:

Autor(en): Johannes-Martin Hahn
Verlag: Thieme
Auflage: 7.
Erscheinungsjahr: 2013
Seitenanzahl: 848
Abbildungen:
145
Preis: 49,99 €
Preis-Leistungs-Verhältnis
(1 = mies, 10 = grandios):
7

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Rezension: „Taschenatlas Anästhesie“

Taschenatlas AnästhesieDer Taschenatlas Anästhesie von Thieme präsentiert sich im handlichen Format mit spannenden Abbildungen und Ablaufschemata auf jeder zweiten Seite.

Er gliedert sich in 15 farblich unterschiedlich gehaltene Abschnitte und beginnt wie die meisten Lehrbücher mit den Grundlagen des Faches. Dazu gehören neben den Narkosestadien und der Eigenschaften der verschiedenen Narkosemitteln auch die praöperative Visite und die Prämedikation. Nach den verschiedenen Medikationen und Gefäßzugängen wird dem Leser das Monitoring näher gebracht. Den Abschluss bilden dann die möglichen Komplikationen in der Anästhesie, die postoperative Versorgung und die leider einzige notfallmedizinische Komponente, die kardiopulmonale Reanimation. Im Anhang des Taschenatlas finden sich dann noch einige praktische Dinge, wie einige Normalwerte oder die Kurzprofile einiger wichtiger anästhesiologischer Medikamente oder Tabellen und Formeln zu Nebenwirkungen und praktischen Krankheitsklassifikationen.

Die Texte im Buch sind eigentlich sehr gut und verständlich geschrieben, aber vielerorts wirken sie doch etwas erdrückend auf den Leser, weil sie kaum durchbrochen werden, sondern im Blocksatz daher kommen. Die Abbildungen auf jeder zweiten Seite bilden eine gute Abwechslung und helfen beim Verstehen der Fakten. Durch die Beschränkung auf das Wesentliche ist der Taschenatlas wenigstens kurz gehalten und passt ja deshalb auch gut in eine Kitteltasche.

Im Vergleich zu früheren Taschenatlanten merkt man bei dieser Auflage einen deutlichen Qualitätssprung bei der Verarbeitung des Bucheinbandes. Dieser wirkt nun stabiler und abwehrkräftiger, da er aus stärkerem Plastik gefertigt zu sein scheint.

Fazit:

Der Taschenatlas Anästhesie hat das praktische Format dieser Reihe und außerdem verfügt natürlich auch er über die Farbtafeln auf den jeweils rechten Seiten des Buches. Diese passen immer thematisch sehr gut zu dem auf der linken Seite befindlichen Erklärtext. Dieser ist recht schlicht gehalten und verzichtet auf Schnickschnack wie weitere Boxen oder besondere klinische Bezüge. Dadurch findet man in der Regel aber auch schneller die Antwort auf eine Frage, was im Klinikalltag als PJler ja zum Beispiel stark von Vorteil ist. Für alle PJ-Studenten, die Anästhesie als Wahltertial gewählt haben, oder auch Anästhesie-Famulanten macht dieser Taschenatlas also auf jeden Fall Sinn, da man ihn gut in der Kitteltasche mit sich herumtragen kann und er im klinischen Bereich seine Vorteile hat. Für Semesterabschlussklausuren ist er aber nicht unbedingt notwendig.

Kurzinfo:

Autor(en): Norbert Roewer, Holger Thiel
Verlag: Thieme
Auflage: 5.
Erscheinungsjahr: 2013
Seitenanzahl: 416
Abbildungen:
174
Preis: 39,99 €
Preis-Leistungs-Verhältnis
(1 = mies, 10 = grandios):
5

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Rezension: „EKG pocketcard Set“

EKG pocketcard SetSobald man zu seiner ersten Famulatur oder für das erste Blockpraktikum in der Klinik ist, merkt man, wie wichtig ein EKG-Lineal in der Kitteltasche sein kann. Mit EKG-Auswertungen hat man nämlich eigentlich auf jeder Station zu tun.

Das EKG pocketcard Set vom Börm Bruckmeier Verlag besteht aus 3 zusammengenieteten Einzelblättern aus widerstandsfähigem Kunststoff, von denen eine Karte durchsichtig ist und somit super für die Frequenzbestimmung anhand der R-Zacken auf 25mm- oder 50mm-EKG-Papier oder als Amplitudenlineal verwendet werden kann. Zusätzlich findet man auf dieser Seite noch einen Cabrerakreis, EKG-Normwerte und eine Tabelle für die relative QT-Dauer.

Die beiden anderen Karten sind jeweils doppelt bedruckt und darauf findet man richtig viel Inhalt. Isgesamt stehen dort 45 pathologische EKG-Varianten (Herzhypertrophie, Schenkelblock, AV-Blockierungen, Bradykarde Rhythmusstörungen, Tachykarde Rhythmusstörungen, Anhaltende Kammertachykardien, Elektrolystörungen und Karditis und Kardiomyopathie), die immer auch kurz erklärt sind und auf die man schnell mal einen Blick werfen kann, wenn Unklarheit besteht.

Auf der 3. Seite gibt es dann noch eine Übersicht über Myokardischämien und eine kleine Hilfe zur Bestimmung der Lagetypen. EKG-Differentialdiagnosen, Präexzitationssyndrome und die Bazett-Formel und der Sokolov-Index runden das unglaublich große Angebot dieser 3 kleinen Karten ab. Auf der Rückseite gibt es dann nochmal eine Checkliste, die einem ein hilfreiches systematisches Vorgehen bei der Beurteilung eines EKGs nahelegt.

Fazit:

Das EKG pocketcard Set beinhaltet alle wichtigen Fakten, die man zur EKG-Auswertung braucht. Das Set passt super in die Kitteltasche und kann einem in vielen Situationen eine große Hilfe sein. Gebündeltes Wissen und trotzdem übersichtlich – So sollten Kittelkarten aufgebaut sein.

Kurzinfo:

Autor(en):
Verlag: Börm Bruckmeier
Auflage: 2.
Erscheinungsjahr: 2009
Seitenanzahl: 6
Abbildungen:
10
Preis: 4,95 €

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Rezension: „Arzneimittel pocket 2012“

Arzneimittel Pocket 2012Im Klinikalltag begegnet man täglich einer Vielzahl von Medikamenten- oder Wirkstoffnamen. Natürlich eignet man sich mit der Zeit ein gewisses Repertoire an Wissenswertem zu den gängigsten Arzneimitteln an. Hat man aber doch mal eine Frage zum Wirkmechanismus oder den unerwünschten Nebenwirkungen eines Medikamentes, ist es enorm hilfreich, wenn man durch den Blick in ein kleines Buch in nur kurzer Zeit die passende Antwort findet.

Das „Arzneimittel pocket 2012“ gliedert sich in 21 Kapitel, die nach den jeweiligen Einsatzgebieten der Medikamente (z. B. Notfall, Kardiologie, Hämatologie, Anästhesie, Gynäkologie…) sortiert sind. Auch ein eigenes Pädiatrie-Kapitel mit den dafür zugelassenen Arzneimitteln bietet das Buch. Zusätzlich findet sich zu Anfang sowohl eine Übersicht über Neuzulassungen der vergangenen 2 Jahre, ein (Kongress-) Kalender als auch die Möglichkeit bestimmte Rufnummern auf ein paar dafür vorgesehenen Seiten einzutragen. Insgesamt findet man in diesem Buch über 1250 Wirkstoffe und über 3400 Handelsnamen.

Das Büchlein passt, wie schon seine 16 Vorgänger, durch sein handliches Design in jede Kitteltasche. Im Index hat man im Nu den gesuchten Wirkstoff- oder Handelsnamen gefunden und kann so auf der passenden Seite die geforderten Informationen nachlesen. Wer seine Frage lieber technisierter beantwortet haben möchte, kann sich das Buch auch einfach als iPhone- oder Android-App auf seinem Handy installieren.

Fazit:

Das „Arzneimittel pocket 2012“ ist für den Studenten in der Klinik genau wie für den PJler und Assistenzarzt ein absolutes Muss. Ob während einer Visite, dem Schreiben eines Arztbriefes oder einfach, wenn man nochmal ein paar Informationen über ein bestimmtes Medikament nachschlagen möchte: Das Arzneimittel pocket verrät einem die Antwort.

Kurzinfo:

Autor(en): Andreas Ruß
Verlag: Börm Bruckmeier
Auflage: 17.
Erscheinungsjahr: 2011
Seitenanzahl: 464
Abbildungen:
Preis: 14,95 €

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