Rezension: „Das Elektrokardiogramm, 10. Auflage“

Das Elektrokardiogramm, 10. AuflageDas EKG gilt als einfaches, schnelles und kostengünstiges diagnostisches Mittel und wird in dieser Form gerade in der Notaufnahme oder in der Praxis häufig eingesetzt. Grund genug also, um sich schon im Studium mit dieser feinen Linie und deren Aussagekraft zu beschäftigen. Ein Lehrbuch für diesen Zweck ist „Das Elektrokardiogramm“ von Thieme, das es seit Kurzem in der 10. Auflage gibt.

Zielgruppe:

Das Buch spricht vor allem Studenten und junge Ärzte an. So findet man sowohl die grundlegenden Infos, die quasi zur Befundung auf dem Gang ausreichen, als auch weiterführende wissenswerte Punkte, wenn man beispielsweise einen internistischen Facharzt anstrebt.

Aufbau / Didaktik:

Insgesamt gliedert sich „Das Elektrokardiogramm“ in 24 Kapitel, von denen die ersten für grundlegendes Wissen wie die anatomischen und physiologischen Grundlagen des EKGs dienen. Weiter geht es mit basalen Informationen zur routinemäßigen Auswertung und den verschiedenen Anteilen der Ableitungen. Danach folgen die Pathologien wie Rhythmusstörungen oder dem Myokardinfarkt, den wohl jeder Arzt in der klassischen Form im EKG erkennen können sollte. EKG-Sonderformen wie die des Schrittmacher-EKGs und ein Kapitel über verschiedene Artefakte und ihr jeweiliges Korrelat runden das Buch passend ab. weiterlesen Rezension: „Das Elektrokardiogramm, 10. Auflage“

Rezension: „Duale Reihe Biochemie“

Duale Reihe BiochemieBei den meisten Dozenten ist die Duale Reihe Biochemie leider noch nicht wirklich in der Wahrnehmung angekommen. Zumindest werden in den Vorlesungen eher Bücher wie der Löffler, Streyer oder in Frankfurt und Marburg der Müller-Esterl empfohlen. Für Studenten lohnt sich der Blick in die 3. Auflage der Reihe trotzdem.

Die Kapitelaufteilung erscheint im ersten Moment etwas unübersichtlich. So teilt sich das Buch grob in einen A-Teil (Einführung in die Biochemie) und einen B-Teil (Molekulare Zellbiologie), die beide zusammen nochmal insgesamt 30 Unterkapitel beinhalten. Beim näheren Betrachten erkennt man aber die Logik dahinter, die für das Lernverständnis grundlegend ist. Die Duale Reihe Biochemie weiß es nämlich im Gegensatz zu anderen großen Büchern dieses Faches möglichst schnell einen Gesamtzusammenhang aufzuzeigen. Wo sich andere Werke schnell mal im Detail verlieren, zeigt dieses Buch durch brauchbare klinische Beispiele oder einen klaren Satzbau und eine prägnante Wortwahl, worauf es ankommt. Bei vielen Themen ist es aber keinesfalls ein oberflächliches Abgrasen des Gegenstandskatalogs.

Toll sind auch die fast 700 Abbildungen, die einem natürlich beim Verständnisprozess weiterhelfen. Dass die Kapitel teilweise von unterschiedlichen Autoren verfasst wurden, merkt man kaum.

Als Add-On erhält man die Möglichkeit sich auf der Thieme-Internetseite Animationen wichtiger Stoffwechselwege am PC, auf dem Smartphone oder am Tablet-PC anzuschauen. Natürlich hilft das nicht jedem beim Lernen, aber jedem, der die Inhalte eher visuell aufnehmen möchte, wird dadurch ein schöner Zusatz geliefert.

Fazit:

Die Duale Reihe Biochemie ist ein wirklich gelungenes Lehrbuch der Biochemie, die bis auf ein paar Tippfehler umfassend und richtig informiert. Der ganz große Vorteil anderen Büchern gegenüber ist sicherlich, dass sie es schafft, komplexes Wissen lernbar zu machen. Allerdings dürfte es das Buch trotzdem leider schwer haben, sich gegen die arrivierten Lehrbücher durchzusetzen, da an vielen Unis die Praktikumsskripte und die darin angegebenen Kapitel zum Lernen auf den „alten“ Büchern basieren.

Kurzinfo:

Autor(en): Joachim Rassow, Karin Hauser, Roland Netzker, Rainer Deutzmann
Verlag: Thieme
Auflage: 3.
Erscheinungsjahr: 2012
Seitenanzahl: 800
Abbildungen:
680
Preis: 49,99 €

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Rezension: „Kurzlehrbuch Biochemie“

Kurzlehrbuch BiochemieKurzlehrbücher sind bei vielen Studenten beliebt. So bekommt man schnell und effektiv einen Einblick in das Fach und kann das Grundwissen dann durch das Nacharbeiten im großen Lehrbuch vertiefen.

Thiemes neuestes „Kurzlehrbuch Biochemie“ gibt in 14 Kapiteln einen sehr guten Überblick über dieses große Fach der Vorklinik. Beim ersten Blick in das Buch fallen einem sofort die vielen Schaubilder und Grafiken auf. Bei nährerer Betrachtung merkt man, dass viele davon wirklich sinnvoll eingebunden sind und die Texte passend ergänzen. Natürlich dürfen in einem Biochemie-Buch auch die vielen Stoffwechselwege nicht fehlen, die das Fach bei vielen Studenten unbeliebt machen. Allerdings wird in den Erklärtexten schon auch darauf hingewiesen, welche Schritte bei den Synthese- oder Abbauwegen die wichtigsten und meistgeprüftesten sind.

Das Design des Buches gliedert sich ohne Weiteres in die Kurzlehrbuch-Tradition von Thieme ein und überzeugt mit einer klaren Strukur sowie vielen kleinen Hilfen, wie zum Beispiel den „Merke-Kästen“, dem „Lerncoach“, dem „Check-up“ am Ende eines wichtigen Abschnitts oder den zahlreichen klinischen Bezügen.

Im Anhang findet man zusätzlich noch hilfreiche chemische Grundlagen, wie wichtige Reaktionsformen oder funktionelle Gruppen. Außerdem gibt es noch 4 Tafeln mit Stoffwechselwegen, die man auch auf Extra-Blättern herausnehmen kann, um damit besser auch in der Gruppe lernen oder sich diese einfach an den Kühlschrank hängen zu können.

Fazit:

Die 3. Auflage des Kurzlehrbuchs Biochemie ist gut geschrieben und bietet genau das richtige Maß an Informationen, um einen guten Überblick vermittelt zu bekommen. Sicherlich macht es Sinn dieses Buch zum Beispiel vorlesungsbegleitend einzusetzen und wichtige Dinge dann nochmal in einem großen Lehrbuch nachzuschlagen, um umfassend und nachhaltig für das Staatsexamen zu lernen.

Kurzinfo:

Autor(en): Melanie Königshoff, Timo Brandenburger
Verlag: Thieme
Auflage: 3.
Erscheinungsjahr: 2012
Seitenanzahl: 408
Abbildungen:
406
Preis: 32,99 €

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Rezension: „Fallbuch Gynäkologie und Geburtshilfe“

Fallbuch Gynäkologie und GeburtshilfeDas „Fallbuch Gynäkologie und Geburtshilfe“ behandelt insgesamt 85 Fälle aus dem Gebiet der Frauenheilkunde.

Dabei werden im Buch zunächst die einzelnen Fälle mit einer kleinen Einleitung, teilweise mit einem Bild und den dazugehörigen Fragen präsentiert. Im zweiten Teil des Fallbuches finden sich dann die passenden Antworten sowie ein kleiner Kommentar mit weiteren Informationen zu dem dargestellten Szenario.

Durch diese übersichtliche Struktur eignet sich das Fallbuch sehr gut, um sich zum Beispiel auf Praktika oder praktische Prüfungen vorzubereiten. Es bildet also eine gute Brücke zwischen dem theoretischen Wissen, das man sich über die angeboten Vorlesungen oder das Lernen aus einem Lehrbuch angeeignet hat, und dem klinischen Alltag.

Außerdem kann man mit dem Buch auch hervorragend in einer Gruppe lernen. Nach jedem Kommentar werden nämlich noch ein paar weitere Themen genannt, die mit dem Fall verwandt sind und sich deshalb zu besprechen lohnen. Als weiterer Service liefert das Buch nach jeder Fallbesprechung relevante Weblinks zur Materie.

Fazit:

Das „Fallbuch Gynäkologie und Geburtshilfe“ bietet für Interessierte der Frauenheilkunde eine gute und günstige Gelegenheit, praxisnahe, alltagsgetreue Fälle theoretisch durchzusprechen, um so zu merken, worauf man zu achten hat. Das Gelernte setzt sich so natürlich noch besser fest und auch in Lerngruppen lässt sich das Fallbuch perfekt anwenden. Leider sind die meisten Bilder nur klein und manchmal nicht sehr aussagekräftig.

Kurzinfo:

Autor(en): Claudia Pedain, Julio Herrero Garcia
Verlag: Thieme
Auflage: 2.
Erscheinungsjahr: 2011
Seitenanzahl: 256
Abbildungen:
60
Preis: 22,99 €

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Rezension: „Taschenlehrbuch Physiologie“

Taschenlehrbuch PhysiologieDas Taschenlehrbuch Physiologie von Michael Gekle und Kollegen behandelt den ganzen Gegenstandskatalog der Physiologie im praktischen Taschenbuchformat. Der Begriff „Taschenbuch“ darf hier aber keinesfalls fälschlicherweise mit einem Kurzlehrbuch gleichgesetzt werden.

Das 880 Seiten lange Lehrbuch gliedert sich in insgesamt 4 Bereiche (Allgemeine Physiologie und Zellphysiologie; vegetative Physiologie; integrierte Körperfunktionen; Sinnesorgane und höhere Funktionen), die sich ihrerseits ebenfalls in kleinere Unterkapitel aufteilen. Thematisch eingeführt wird dabei jeweils mit einer kleinen Einleitung, die einem schon mal das Wichtigste näher bringt. Die Texte sind zumeist angenehm geschrieben und lassen sich auch gut überfliegen, da man durch fettgedruckte Begriffe schnell merkt, worauf es ankommt. Positiv fällt auch das Kapitel über Tinnitus auf. Hier wird erklärt, welche Ursachen für den unangenehmen Dauerton im Ohr verantwortlich gemacht werden und welche Möglichkeiten es in der Tinnitus Therapie heutzutage gibt.

Leider gibt es keine Zusammenfassungen zum Ende eines jeden Kapitels, was das Taschenlehrbuch zwar noch länger machen, aber eine Lernwiederholung sicher vereinfachen würde.

Durch Tabellen und schematische Darstellungen ist das Buch abwechslungsreich gestaltet und beschreibt auch Formeln in den meisten Fällen angemessen und sehr gut verständlich. Klinische Bezüge lockern immer wieder auf und machen den oftmals sehr theoretisch wirkenden Vorklinik-Stoff spannender.

Fazit:

Das Taschenlehrbuch Physiologie hat inhaltlich keinerlei Lücken, was den Stoff der Physiologie für das Physikum angeht. Deshalb sollte man dieses Buch auch nicht mit einem Kurzlehrbuch verwechseln, denn im Gegensatz zu einem solchen ist es einfach ausführlicher. Es ist also als Stufe zwischen ausführlichem Lehrbuch (beispielsweise Schmidt / Lang oder Silbernagl) und einem Kurzlehrbuch zu verstehen. Genau so kann man es auch sehr gut verwenden und damit beispielsweise zum Verständnis Themen vor Prüfungen oder Kursen nachlesen oder bei ausreichender Zeit auch Kapitel wiederholen.

Kurzinfo:

Autor(en): Michael Gekle et al.
Verlag: Thieme
Auflage: 1.
Erscheinungsjahr: 2010
Seitenanzahl: 880
Abbildungen:
471
Preis: 34,95 €

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Rezension: „Das Elektrokardiogramm“

Das ElektrokardiogrammNach den Grundlagen, die man bereits im Physiologie-Kurs in der Vorklinik lernt, ist es wichtig nach dem Phyiskum auch die klinischen Zusammenhänge möglichst früh zu lernen. Denn spätestens während der ersten Famulatur merkt man, dass dieses Wissen nicht nur in der Inneren Medizin sehr wertvoll sein kann.

Das Lehrbuch „Das Elektrokardiogramm“ von Rainer Klinge leitet auf den ersten Seiten mit anatomischen und physiologischen Grundlagen ein. Zugleich werden die 3 gängigsten Ableitungsarten (Eindhoven, Goldberg, Wilson) erläutert.

Nach dem Anfangsteil wird erklärt, wie ein EKG im Normalfall auszusehen hat, was den logischen Aufbau des Buches unterstreicht. Immer wieder finden sich im Verlauf der Texte Merkkästen oder einzelne Übungsfragen, die das Verständnis nachprüfen und vertiefen.

Wie man das von einem EKG-Buch erwartet, wird natürlich auf bestimmte Krankheitsbilder genauer eingegangen. Dazu gehören zum Beispiel Herzinfarkt, Lungenembolie, das Wolf-Parkinson-White-Syndrom, rhythmusabhängige, -unabhängige und Überleitungsstörungen, die jeweils mit dem EKG-bildlichen Äquivalent erklärt werden.

Fazit:

„Das Elektrokardiogramm“ ist ein sehr hilfreiches, verständnisförderndes Lehrbuch, das sich vor allem durch eine klare und logische Struktur von ähnlichen Büchern abhebt und vielen Studenten so das Lernen erleichtert. Nicht nur, wenn man beruflich später einmal in Richtung Innere oder Allgemeinmedizin gehen möchte, macht es Sinn, sich dieses Buch zuzulegen. Die Fähigkeit des Anlegens und Lesens eines EKGs hilft spätestens im praktischen Jahr, egal auf welcher Station.

Kurzinfo:

Autor(en): Rainer Klinge
Verlag: Thieme
Auflage: 9.
Erscheinungsjahr: 2011
Seitenanzahl: 350
Abbildungen:
330
Preis: 29,99 €

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Rezension: „Kurzlehrbuch Anatomie und Embryologie“

Kurlehrbuch Anatomie und EmbryologieDas „Kurzlehrbuch Anatomie und Embryologie“ bietet seinen Lesern auf knapp 500 Seiten eine gezielte Prüfungsvorbereitung.

Aufgeteilt in 16 nach Organsystemen geordneten Abschnitten wird dabei natürlich das klassische Kurzlehrbuch-Design von Thieme verwendet. So wird jedes Kapitel mit einem klinischen Fall eingeleitet, der das Lernen auflockert und etwas ablenkt vom stupiden Auswendiglernen.

Zusätzlich gibt es im ganzen Buch verteilt „Lerncoaches“, farbig unterlegte „Merke“-Kästen, „Klinische Bezüge“, praktische „Lerntipps“ wie zum Beispiel Merksprüche und am Ende eines jeden Kapitels „Check-ups“, die einen nochmals auf die wichtigsten Fakten aufmerksam machen und einem das Wiederholen nahe legen. Das Grundgerüst um diese wichtigen, prüfungsrelevanten Tipps, zu denen auch Tabellen und farbige Grafiken gehören, bildet der leicht verständliche, angenehm zu lesende Text.

Ein schönes und brauchbares „Add-on“ stellt ein zusätzlich enthaltenes Heftchen dar, in dem alle Muskeln mit Ursprung, Ansatz, Innervation und Funktion aufgelistet sind. Dieser sogenannte Muskeltrainer ermöglicht also ein systematisches Auswendiglernen und bietet einen guten Überblick.

Fazit:

Die 3. Auflage von Thiemes „Kurzlehrbuch Anatomie und Embryologie“ ist kein auf Details abzielendes Lehrbuch, sondern eines, das dem Studenten dabei hilft die Prüfungsvorbereitungen möglichst effektiv zu gestalten. Ob man dabei für eine Klausur oder das Physikum lernt, ist egal. Dieses Kurzlehrbuch fördert den Blick für das Wesentliche. Natürlich kann und sollte man dabei nicht auf das Nachschlagen und Nachvollziehen in einem großen Anatomie-Atlas verzichten, weil das nochmal das fotografische Lernen fördert.

Kurzinfo:

 Autor(en):  U. Bommas-Ebert, P. Teubner, R. Voß
 Verlag:  Thieme
 Auflage:  3.
 Erscheinungsjahr:  2011
 Seitenanzahl:  478
 Abbildungen:
 220
 Preis:  34,99 €