Rezension: „Taschenlehrbuch Humangenetik“

Taschenlehrbuch HumangenetikDie Humangenetik gehört zu den kleineren Fächern im Medizinstudium, wird jedoch von vielen Studenten als sehr interessant angesehen, da einem sowohl in einigen Forschungsgebieten als auch im klinischen Alltag erblich bedingte Krankheiten oder Fehlbildungen häufig begegnen.

Die 8. Auflage Thiemes „Taschenlehrbuch Humangenetik“ gliedert sich auf fast 600 Seiten in 5 Kapitel, von denen die ersten beiden die für viele Studenten aus der Vorklinik bekannten Grundlagen der Genetik und Zytogenetik aufarbeiten und wieder ins Gedächtnis rufen. Nach den Abschnitten „Formale Genetik“ und „Statistische Genetik“ schließt vor allem das letzte Kapitel den Kreis zum klinischen Alltag, wie zum Beispiel der humangenetischen Beratung, der pränatalen Diagnostik oder der männlichen und weiblichen Infertilität. Hierbei werden auch psychologische und zwischenmenschliche Hinweise für die ärztliche Beratung gegeben.

Farblich ist das Buch sehr passend und übersichtlich gestaltet, was das Lesen (genau wie der leicht verständliche Text) enorm vereinfacht. Wichtige Fakten und Fazite sind blau hinterlegt. Neben einigen Fotos bestimmen ebenfalls die vielen übersichtlichen Grafiken (vor allem im Kapitel der Grundlagen) und hilfreichen Tabellen das Gesamtbild des Buches.

Fazit:

Für alle, die das Wissen aus der Vorlesung festigen wollen oder gar nicht in die Vorlesung gehen, ist das „Taschenlehrbuch Humangenetik“ eine große Hilfe. Man findet alle Inhalte gut strukturiert und leicht verständlich und interessant geschrieben. Für manche Studenten könnte die Fülle der Informationen sicher etwas zu ausführlich sein. Aber für jeden, der auch gerne etwas mehr Wissen für die Prüfung parat haben möchte, ist das Buch genau das Richtige.

Kurzinfo:

Autor(en): Jan Murken, Tiemo Grimm, Elke Holinski-Feder, Klaus Zerres
Verlag: Thieme
Auflage: 8.
Erscheinungsjahr: 2011
Seitenanzahl: 587
Abbildungen:
275
Preis: 29,99 €

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Rezension: „Duale Reihe Radiologie“

Duale Reihe RadiologieEin großes Radiologie-Lehrbuch macht nicht nur Sinn, wenn man sich für dieses Fach besonders interessiert bzw. später auch mal in diesem Bereich arbeiten möchte, sondern eben  auch einfach als Nachschlagewerk für Verfahren der bildgebenden Diagnostik.

Die Duale Reihe Radiologie von Thieme ist wie viele andere Lehrbücher der Radiologie in 2 Abschnitte unterteilt: Ein allgemeiner Teil liefert die technischen Grundlagen verschiedener bildgebender Verfahren und führt ein in Strahlenschutz, Strahlentherapie und Nuklearmedizin. Der anschließende spezielle Teil ist nach Organsystemen geordnet und behandelt dabei alle zugehörigen Diagnostikverfahren. Das klassische Duale-Reihe-Design mit dem „Kurzlehrbuch“ an der Seite gibt einem die Möglichkeit über manche Themen oder Kapitel etwas schneller hinwegzulesen und so selbst Schwerpunkte beim Lernen zu setzen. Das ist besonders wichtig, wenn man Radiologie nur als Querschnittsbereich im Studium hat und sich mit der Dualen Reihe auf die Klausur vorbereitet.

Im Vergleich zur 2. Auflage ist die Neuauflage zwar ein paar Seiten kürzer, beinhaltet aber rund 50 Abbildungen mehr. Bei der Schilddrüsen-Szintigrafie beispielsweise fehlt leider ein Normalbefund, aber im Allgemeinen sind die Bilder aussagekräftig und passen zum Text. Dieser ist eingängig geschrieben und erklärt gut.

Fazit:

Insgesamt ist die Duale Reihe ein gelungenes Radiologie-Buch mit gut strukturierten Informationen. Wer den Inhalt für die Vorbereitung auf die Prüfung zu umfangreich findet, der kann dieses Buch auch gut als Nachschlagewerk nutzen. Das Verständnis der Radiologie ist durch die Bedeutung der bildgebenden Diagnostik eben nicht nur wichtig für das Fach selbst, sondern für die meisten Bereiche der Humanmedizin.

Kurzinfo:

Autor(en): Maximilian Reiser et al.
Verlag: Thieme
Auflage: 3.
Erscheinungsjahr: 2011
Seitenanzahl: 728
Abbildungen:
1580
Preis: 54,95 €

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Rezension: „Berchtold Chirurgie“

Berchtold ChirurgieNeben einem großen Lehrbuch der Inneren Medizin gehört sicherlich ein ausführliches Chirurgie-Buch zu einer soliden Grundausstattung eines Medizinstudenten der klinischen Semester.

Der Berchtold kommt bei den meisten Studenten bei der Suche nach einem passenden Nachschlagewerk wohl in die engere Auswahl – und das zurecht.

Mit über 1200 farbigen Abbildungen wird in diesem Buch vor allem das für chirurgische Eingriffe so wichtige visuelle Verständnis gefördert. Dabei bleiben die Erklärungen keinesfalls auf der Strecke, sondern lassen sich zumeist gut und leicht lesen. Insgesamt sind 10 verschiedene Operationen, wie zum Beispiel die Versorgung einer Unterschenkelfraktur mittels Marknagelung oder eine Strumaresektion, in den passenden Kapiteln genau beschrieben und bildlich dargestellt.

Äußerst praktisch kann der sog. Student Consult werden: Dieser ermöglicht es dem Buchbesitzer auch in der Bibliothek oder in der Klinik online auf den Berchtold zuzugreifen. Das Mitschleppen des Buches ist also nicht unbedingt notwendig.

Umrahmte orientierende Abschnitte zu Beginn eines jeden der 42 Kapitel geben einen Ausblick auf die nächsten Seiten. Zusammenfassungen am Ende der Kapitel fehlen leider, dafür gibt es aber mehrere Verständnisfragen zur Selbstkontrolle und viele Praxisfälle innerhalb der Texte.

Fazit:

Der Berchtold ist eher ein Nachschlagewerk als ein klassisches Buch zum Lernen auf Prüfungen, weil man wohl selten genügend Zeit aufbringen kann, um dieses Buch komplett durchzuarbeiten. Er eignet sich aber ausgezeichnet für das Chirurgie-Blockpraktikum, Famulaturen, das PJ oder auch für die Zeit als Assistenzarzt: Wenn man eine bestimmte Fragestellung verfolgt oder beispielsweise bei den Fragen des Chirurgs während einer OP einen guten Eindruck hinterlassen möchte, findet man im hier garantiert die Antworten.

Kurzinfo:

Autor(en): R. Berchtold et al.
Verlag: Elsevier
Auflage: 6.
Erscheinungsjahr: 2008
Seitenanzahl: 1296
Abbildungen:
1224
Preis: 79,95 €

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Rezension: „Basislehrbuch Innere Medizin“

Basislehrbuch Innere MedizinEin gutes Lehrbuch der Inneren Medizin ist für jeden Medizinstudenten ein Muss und wird wohl von den meisten bis weit über das Medizinstudium hinaus ein fester Bestandteil des eigenen Lehrbuch-Fundus bleiben.

Das Basislehrbuch Innere Medizin von Herbert Renz-Polster und Steffen Krautzig ist hier wohl eines der Besten von seiner Sorte, die es derzeit auf dem Markt gibt.

Die einen jeden Studenten natürlich abschreckende Dicke des Buches (1376 Seiten), wird bei nährerer Betrachtung sehr schnell immer sympathischer und vertrauter. In diesem Buch wurde von den Autoren nicht nur einfach jede Menge Wissen zusammengepackt, sondern es wurde merklich sehr viel wert auf gute Erklärungen und eine eingängige Sprache gelegt.

Das viele Wissen beginnt mit einem Kapitel mit soziologischer und gesellschaftskritischer Betrachtung des Arzt-Berufs und dessen Wandel im Laufe der Zeit. Auch das letzte Kapitel, in dem es um die Seele des Patienten (Suchtprobleme und pyschische Krankheiten) geht, bettet die Lehrinhalte thematisch sehr gut in ein Gesamtgefüge ein.

Die Texte gliedern sich in kleine Abschnitte, die einem das Lesen erleichtern und die Möglichkeit bieten, den Verständnisprozess ständig zu kontrollieren. Dieser wird auch durch viele Bilder (Fotos, Röntgen- und CT-Bilder) und tolle Grafiken gefördert und veranschaulicht. Immer wieder gibt einem das Buch wichtige Begriffserklärungen, wodurch es dem Student erspart bleibt, Begriffe in weiteren Büchern oder im Internet nachzuschlagen. Klinische Bezüge werden nicht nur durch ständige Fallbeispiele und pharmakologische Hinweise gegeben: Mehrere Klinisch-Pathologische Fallkonferenzen verknüpfen das vermittelte Wissen und machen das Geschriebene noch intereressanter.

Fazit:

Das Basislehrbuch Innere Medizin besticht durch einen guten Aufbau, klinische Verknüpfungen und einen angenehmen Erklärstil. Hinzu kommt außerdem ein außerordentlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Man bekommt hier sehr viel für sein Geld, sodass es sich lohnt, sich dieses Buch gleich zu Beginn der klinischen Semester zuzulegen und viele Vorlesungen damit nachzuarbeiten.

Kurzinfo:

Autor(en): Herbert Renz-Polster et al.
Verlag: Elsevier
Auflage: 4.
Erscheinungsjahr: 2011
Seitenanzahl: 1376
Abbildungen:
870
Preis: 49,95 €

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Rezension: „BASICS Chirurgie“

Das BASICS Chirurgie von Tobias Schiergens ist im klassischen Stil eines Buchs der BASICS-Reihe aufgebaut: Es ist in einen allgemeinen und einen speziellen Teil untergliedert und behandelt die meisten Themenabschnitte in kleinen Kapiteln, die sich auf eine Doppelseite beschränken, aber trotzdem wichtige Inhalte liefern.

Der allgemeine Teil bietet gute Erklärungen zum Beispiel zu OP-Instrumenten, Naht- und Knotentechniken, chirurgischer Infektiologie oder dem richtigen Verhalten im OP (vor Famulaturen oder Blockpraktika unbedingt noch einmal durchgehen). Ergänzt werden die Texte durch Abbildungen, die einem das Verstehen in vielen Bereichen ungemein erleichtern.

Der spezielle Teil überrascht mit einem nicht gerade zu erwartenden Spektrum an Themen, wenn man den Preis von knapp 20 Euro bedenkt. Von der Chirurgie der Bauch- und Thoraxorgane über Hand- und Kinderchirurgie bis hin zu den häufigsten Fällen in der plastischen Chirurgie bietet das Buch eine Menge an wichtigen Fakten und Erklärungen, auch wenn die Neurochirurgie leider fehlt.

Abgerundet wird der Ausflug in die Chirurgie durch insgesamt 9 Fallbeispiele, die das vorher vermittelte Wissen abfragen und es so festigen.

Fazit:

Es handelt sich bei diesem Buch um ein wirklich gelungenes Kurzlehrbuch für den Einstieg in die Chirurgie beispielsweise im ersten klinischen Semester oder zur zusammenfassenden Vorbereitung auf Prüfungen. Natürlich kann das BASICS Chirurgie auf 180 Seiten nicht so viel bieten wie ein Berchtold auf knapp 1300, aber das Ziel eines kompakten Überblicks wird von diesem BASICS-Buch zu 100 Prozent erreicht.

Kurzinfo:

Autor(en): Tobias Schiergens
Verlag: Elsevier
Auflage: 1.
Erscheinungsjahr: 2009
Seitenanzahl: 208
Abbildungen:
180
Preis: 19,95 €

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Rezension: „BASICS Bildgebende Verfahren“

Das Buch „BASICS Bildgebende Verfahren“ gliedert sich in einen allgemeinen und einen speziellen Teil. Im allgemeinen Abschnitt werden erst einmal grundlegende Methoden erläutert, wie das Röntgen, CT, MRT, Sonographie und die wichtigsten nuklearmedizinischen Bildgebungsverfahren. So bekommt man als Student schon mal eine brauchbare Grundlage für den speziellen Teil, der dann bestimmte Krankheitsbilder und bildliche Auffälligkeiten nach Körperregionen geordnet behandelt. Dieser Aufbau ist logisch und hilft ungemein beim Lernen.

Den meisten Studenten fallen die ersten Blicke auf Röntgen-, CT-, MRT- oder sonographische Bilder ungemein schwer und die Besonderheiten, die routinierte Betrachter im Nu erkennen, fallen oftmals erst nach mehrmaligem genauem Hinsehen auf. Genau dieses Problem lässt sich mit einem Überblick-verschaffenden Lehrbuch wie dem BASICS gut angehen.

Das gesamte Buch ist in einer verständlichen Sprache geschrieben und überzeugt mit guten Bildern und Zusammenfassungen am Ende eines Kapitels. In 3 bis 4 Tagen lassen sich die knapp 130 Seiten sehr gut durcharbeiten. So bekommt man schnell ein solides Grundwissen in der Radiologie und lernt, wie man bei der Beurteilung bestimmter Bilder vorgeht.

Angenehm dürfte für viele Studenten außerdem sein, dass der Anteil der Physik in diesem Buch auf das Nötigste reduziert ist, wodurch der Verständnisprozess nicht (unnötig) aufgehalten wird.

Fazit:

Gerade für Studenten, die am Ende des Semesters auch noch in einigen weiteren Fächern außer Radiologie und Strahlenschutz geprüft werden, ist dieses Buch sehr zu empfehlen. Es beinhaltet das Wichtigste in einer angenehmen Kürze und Aufteilung. Ein großes Lehrbuch führt in den meisten Fällen durch zu viele Details eher zu Verwirrung, sodass das BASICS sicherlich eine sehr gute Investition für den Anfang ist.

Kurzinfo:

Autor(en): Martin Wetzke et al.
Verlag: Elsevier
Auflage: 2.
Erscheinungsjahr: 2009
Seitenanzahl: 144
Abbildungen:
265
Preis: 19,95 €

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