Rezension: „Taschenatlas Anästhesie“

Taschenatlas AnästhesieDer Taschenatlas Anästhesie von Thieme präsentiert sich im handlichen Format mit spannenden Abbildungen und Ablaufschemata auf jeder zweiten Seite.

Er gliedert sich in 15 farblich unterschiedlich gehaltene Abschnitte und beginnt wie die meisten Lehrbücher mit den Grundlagen des Faches. Dazu gehören neben den Narkosestadien und der Eigenschaften der verschiedenen Narkosemitteln auch die praöperative Visite und die Prämedikation. Nach den verschiedenen Medikationen und Gefäßzugängen wird dem Leser das Monitoring näher gebracht. Den Abschluss bilden dann die möglichen Komplikationen in der Anästhesie, die postoperative Versorgung und die leider einzige notfallmedizinische Komponente, die kardiopulmonale Reanimation. Im Anhang des Taschenatlas finden sich dann noch einige praktische Dinge, wie einige Normalwerte oder die Kurzprofile einiger wichtiger anästhesiologischer Medikamente oder Tabellen und Formeln zu Nebenwirkungen und praktischen Krankheitsklassifikationen.

Die Texte im Buch sind eigentlich sehr gut und verständlich geschrieben, aber vielerorts wirken sie doch etwas erdrückend auf den Leser, weil sie kaum durchbrochen werden, sondern im Blocksatz daher kommen. Die Abbildungen auf jeder zweiten Seite bilden eine gute Abwechslung und helfen beim Verstehen der Fakten. Durch die Beschränkung auf das Wesentliche ist der Taschenatlas wenigstens kurz gehalten und passt ja deshalb auch gut in eine Kitteltasche.

Im Vergleich zu früheren Taschenatlanten merkt man bei dieser Auflage einen deutlichen Qualitätssprung bei der Verarbeitung des Bucheinbandes. Dieser wirkt nun stabiler und abwehrkräftiger, da er aus stärkerem Plastik gefertigt zu sein scheint.

Fazit:

Der Taschenatlas Anästhesie hat das praktische Format dieser Reihe und außerdem verfügt natürlich auch er über die Farbtafeln auf den jeweils rechten Seiten des Buches. Diese passen immer thematisch sehr gut zu dem auf der linken Seite befindlichen Erklärtext. Dieser ist recht schlicht gehalten und verzichtet auf Schnickschnack wie weitere Boxen oder besondere klinische Bezüge. Dadurch findet man in der Regel aber auch schneller die Antwort auf eine Frage, was im Klinikalltag als PJler ja zum Beispiel stark von Vorteil ist. Für alle PJ-Studenten, die Anästhesie als Wahltertial gewählt haben, oder auch Anästhesie-Famulanten macht dieser Taschenatlas also auf jeden Fall Sinn, da man ihn gut in der Kitteltasche mit sich herumtragen kann und er im klinischen Bereich seine Vorteile hat. Für Semesterabschlussklausuren ist er aber nicht unbedingt notwendig.

Kurzinfo:

Autor(en): Norbert Roewer, Holger Thiel
Verlag: Thieme
Auflage: 5.
Erscheinungsjahr: 2013
Seitenanzahl: 416
Abbildungen:
174
Preis: 39,99 €
Preis-Leistungs-Verhältnis
(1 = mies, 10 = grandios):
5

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Bundesrat beschließt Änderung der AO

Der Bundesrat hat gestern in seiner Sitzung einer Änderung der ärztlichen Approbationsordnung (AO) zugestimmt. Abgelehnt wurde allerdings zur Freude vieler Medizinstudenten der Vorschlag einiger Landesminister das PJ künftig in Quartale mit einem Pflichtanteil in der Allgemeinmedizin einzuteilen.

Zu den Hauptbestandteilen der neuen AO gehören die Anhebung der Fehltag im PJ von 20 auf 30, die Wiedereinführung des getrennten Examens in einen schriftlichen Teil vor und einen mündlich / praktischen Teil nach dem Praktischen Jahr und eine erhebliche Verbesserung für die Mobilität im PJ, wodurch man dieses bald an jedem deutschen Universitätskrankenhaus absolvieren kann.

>> Hier geht’s zu einem Artikel über die neuen Richtlinien auf aerztezeitung.de.

Spiegelartikel über Wahltertial-Diskussion

Am 11. Mai stimmt der Bundesrat darüber ab, ob das Wahltertial des Praktischen Jahrs im Medizinstudium einem Allgemeinmedizin-Tertial zum Opfer fällt.

>> Hier geht’s zu einem Artikel auf Spiegel Online über diesen Vorschlag und die damit verbundene Problematik.

3 Schritte, um das Wahltertial zu retten

Seit gestern kann man auf der Internetseite der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e. V. (bvmd) mit nur ein paar Klicks dafür sorgen, dass es auch in Zukunft ein Wahltertial gibt.

Wenn man den Schritten im Internet folgt, wird eine elektronische Postkarte mit den persönlichen Wünschen und Ansichten zu den derzeitgen Diskussionen um Neuerungen beim PJ und beim Hammerexamen an das entsprechende Wissenschafts- oder Sozialministerium geschickt.

Um diese Aktion zu unterstützen, folgt ihr einfach diesem Link und füllt alle notwendigen Felder aus!