Die erste eigene Praxis

Für einige Mediziner ist eine eigene Praxis eine attraktive Alternative zum Job in der KlinikDer Weg zu einer eigenen Praxis ist lang. Wer wüsste das besser, als Mediziner selbst? Rückt nach dem mindestens sechsjährigen Medizinstudium und einer fünfjährigen Facharztausbildung endlich der Zeitpunkt näher, eine eigene Praxis zu eröffnen, gilt es viele Dinge zu beachten. Angehende Vertragsärzte, also solche, die auch Kassenpatienten behandeln möchten, brauchen ein solides, durchdachtes und krisensicheres Praxiskonzept.

Auf dem Weg zur Zulassung

Ist es das Ziel eines Arztes, nicht nur Privatpatienten zu behandeln, sondern auch gesetzlich Versicherte, ist eine kassenärztliche Zulassung zwingend notwendig – dabei ist es egal, ob eine bereits bestehende Praxis übernommen oder eine neue gegründet wird.

Nach einer erfolgreichen Facharztausbildung und der Facharztanerkennung ist der erste Schritt, sich in das Arztregister einzutragen. Ist dies erledigt, kann der Arzt sich in die Warteliste eintragen. Wird dem angehenden Praxisführer, eine Eignung nach § 20 und § 21 der Ärzte-Zulassungsverordnung bescheinigt, kann er sich um einen ausgeschriebenen Praxissitz bewerben. Es folgt der Antrag auf eine Kassenzulassung (Zulassung als Vertragsarzt). Die letzten Formalitäten sind nun die Erteilung der Zulassung für einen spezifischen Praxissitz gemäß der Zulassungsverordnung und die Antragsstellung zu einer Abrechnungsgenehmigung, der sogenannten „qualifikationsgebundenen Leistungen“.

Die Niederlassung

Hat ein Facharzt diese bürokratischen Hürden genommen, kann sich dieser selbstständig machen und beispielsweise eine Einzel- oder Gemeinschaftspraxis gründen oder übernehmen, ein medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) gründen oder in eine Praxisgemeinschaft eintreten.

Die richtige Praxiseinrichtung

Viele Arztpraxen setzen auf eine moderne Einrichtung, auch im Wartezimmer.Gerade dann, wenn es zu einer Neugründung einer Praxis kommt, stehen weitreichende Überlegungen in Bezug auf die Praxiseinrichtung an. Bei der Auswahl der Praxisräume, deren Einrichtung und Ausstattung sollte der Patient auf jeden Fall im Mittelpunkt stehen. Helle, einladende Behandlungs- und Wartebereiche sowie ein stimmiges Farbkonzept tragen nicht nur zur Patientenzufriedenheit bei, sondern gewährleisten auch für den behandelnden Arzt eine angenehme Arbeitsumgebung – Arzt, Praxispersonal und Patient müssen sich gleichermaßen wohlfühlen.

Damit Ärzte moderne Praxiseinrichtungen realisieren können, gibt es spezialisierte Anbieter von Sanitätsartikeln und medizinischem Mobiliar. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Arzt die Fachrichtung Chirurgie, Gynäkologie, Dermatologie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Neurologie, Transfusionsmedizin oder Urologie eingeschlagen hat – Spezialisten bieten Ärzten und Therapeuten die Möglichkeit individuelle Praxiseinrichtungen zu bestellen und die Räume nach eigenen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Moderne internetbasierte Schrankkonfiguratoren ermöglichen zusätzlich die schnelle und einfache 3D-Planung von Regalen oder Arzneischränken.

Bilder: Halina Zaremba & Rainer Sturm  / pixelio.de

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