Erste Hilfe beim Kampfsport

Mit dem Erste-Hilfe-Koffer zum Kampfsport

In jeder Art von Kampfsport gehören kleinere Verletzungen schon fast zur Routine. Platzwunden, Abschürfungen, Verbrennungen der Haut durch Rutschen auf der Kunststoffmatte, aber auch Knochenbrüche sind die häufigsten davon. Zudem kommt es bei Ungeübten und Anfängern in diesem körperlich doch sehr anspruchsvollen Sport zu Kreislaufbeschwerden, Erbrechen und Schwindelanfällen.

Erste-Hilfe-Sets vervollständigen

Jedes Trainingscenter muss mit einem Erste-Hilfe-Set ausgestattet sein, was auch für Kampfsport-Clubs vorgeschrieben ist. Allerdings lässt diese Ausstattung oft zu wünschen übrig, denn sie ist nicht für alle Blessuren ausgelegt. Zudem sind einige nützliche Mittel nicht enthalten, die einen Sportler vor schwereren Folgen einer Verletzung schützen könnten.

Deshalb ist es für jeden Kampfsportler ratsam, sich mit einigen zusätzlichen Helferlein auszustatten. Beispielsweise sind in der Apotheke oder beim orthopädischen Fachhandel fertige Stützbandagen für die Fuß- und Handgelenke erhältlich.

Eis-Spray bekommen Sie im gut sortierten Kampfsport Shop, genau wie eine fetthaltige Creme, die vor dem Sparring auf das Gesicht aufgetragen wird.

Kleine Verletzungen mit Blutung

Die Platzwunde an der Augenbraue oder der Cut auf der Wange sehen meist deutlich schlimmer aus, als es in Wirklichkeit ist. Grund dafür ist die hohe Dichte von Blutgefäßen im Gesicht. Kommt es zu einer Verletzung, setzt in der Regel eine überaus starke Blutung ein. Ist der Cut nicht zu lang und nur oberflächlich, reicht meist ein Pflaster. Das gibt es inzwischen auch als elastisches und zugleich desinfizierendes Sprühpflaster, mit dem Sie nach dem Sport sogar duschen können. Ist die Platzwunde allerdings tief und es ist bereits Knochengewebe zu sehen, dann hilft nur ein provisorischer Druckverband. Und anschließend ist der Weg ins Hospital unumgänglich, um die Wunde nähen oder klammern zu lassen.

Schürfwunden

Wer beim MMA auf der Matte seine Haut abgeschürft hat, der fühlt ein intensives Brennen. In der Tat ist eine solche Verletzung mit einer Brandwunde gleichzusetzen, denn durch die Reibung wurde die Hautoberfläche beschädigt sowie überhitzt. Eine Brandwundensalbe ist hilfreich, genau wie Eisbeutel oder das Eis-Spray. Das sollte aber indirekt angewendet werden. Zum Beispiel durch eine aufgelegte dünne Plastikfolie, nicht direkt auf die Wunde. Wobei es inzwischen moderne Eissprays gibt, die auch der Wundbehandlung dienen.

Verstauchungen und Brüche

Ein Bruch muss immer klinisch fachgerecht versorgt werden, damit die Beweglichkeit des betroffenen Gliedes nach der Heilung noch immer gegeben ist. Ist nur das Handgelenk

verstaucht oder das Knie geprellt, dann sind Eis oder Eisspray die Mittel der Wahl. Durch die massive Kühlung werden größere Hämatome unterbunden. Außerdem lässt das Schmerzempfinden nach und Schwellung wird weniger groß.

Erschöpfung und Kreislaufzusammenbrüche

Vorwiegend Ungeübte kommen in die Situation, dass der untrainierte Kreislauf den Belastungen beim Kampfsport nicht gewachsen ist. Dieser Zustand kann leberbedrohlich werden. So lange der Betroffene voll ansprechbar ist, reicht es meist aus, ihn hinzulegen, die Beine leicht höher gelagert. So fließt genug Blut zurück zu Herz und Lunge, was bald zu einer Beruhigung des Kreislaufs führen sollte. Ist dies nicht der Fall, muss ein Rettungswagen gerufen werden. Erfolgt der Zusammenbruch aufgrund einer starken Überanstrengung, sind isotonische Getränke oder einfaches Wasser ratsam.

Diabetiker

Ist der Trainierende Diabetiker, kann es durch den kraftzehrenden Sport zu einer akuten Unterzuckerung kommen. Dieser Zustand kann in ein Zuckerkoma führen. Dem Patienten ist sofort eine zuckerhaltige Lösung zu verabreichen. Das können auch eine Limonade, ein Schokomilchgetränk oder ein gesüßter Fruchtsaft sein.

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