In den Fängen der Spielsucht

Glücksspiel ist eine der heimtückischsten der menschlichen Lasten, da es eine Illusion des leichten Geldes präsentiert. Diese kann jedoch schnell zu einem  finanziellen Disaster werden. Nicht nur der Volksmund weiß, dass das Casino immer gewinnt: Sei es beim Poker, Blackjack oder Roulette. Das Glücksspiel ist eine erfolgreiche Industrie mit sagenhaften Gewinnen.

Gerade an Spielautomaten leben viele Betroffene ihre Spielsucht aus.Glücksspieler können so süchtig werden, dass sie nie die Hoffnung verlieren, das verspielte Geld zurück zu gewinnen. Dabei geraten sie in immer tiefere finanzielle, soziale und berufliche Schwierigkeiten. Alles in ihrem Leben dreht sich allmählich nur um das Glücksspiel. Dabei rücken ihre Familie, Freunde, Studium, Job, Zukunftspläne und berufliche Perspektiven in den Hintergrund. Das Glücksspiel führt die Betroffenen somit in den menschlichen Abgrund. Das Glücksspiel hat viele Gesichter. Dabei ist es nicht immer komplett offensichtlich, dass jemand danach süchtig ist. Im Gegenteil zum populären Glauben beschränkt sich der Akt des Spielens keineswegs nur auf Spielautomaten, Karten oder Casinos. Kauft man einen Lottoschein, eine Teilnahmekarte zur Tombola oder schließt man eine Wette mit einem Freund ab, sind dies auch Formen des Glücksspiels. Gerade in Zeiten des Internets führen Online-Casinos oder Wettportale zu einer Anonymität, die Suchtformen weiter befeuern kann.

Sollte der Spielsüchtige verlieren, glaubt er fest daran, dass das letzte Mal gezockt wurde, und das nächste Mal dies nicht geschehen wird. Jeder Grund ist daher ein Grund genug zu spielen. Spielsüchtige werden außerdem alles versuchen, um an das Geld zu kommen, das sie benötigen. Das kann man schon alleine in vielen Gasthäusern und Kneipen beobachten, wo Betroffene am Spielautomaten sprichwörtlich ihr letztes Hemd geben, um doch irgendwann eine kleine Gewinnauszahlung zu erhalten.

Spielsucht kann auch dann auftreten, wenn eine Person merkt, dass sie in einen finanziellen Engpass gerät. Der Betroffene glaubt in diesem Falle, er könne seine Probleme nur dann lösen, wenn er schnell eine große Geldsumme im Glücksspiel gewinnt. Leider, führt dies fast immer zu einem Teufelskreis: Der Süchtige spielt, verliert, spielt wieder um das verspielte Geld zurück zu gewinnen. Das ist eine endlose Schleife: Ihre Verluste wachsen, und der Teufelskreis geht weiter..

Die Möglichkeit des Online-Glücksspiels führt zu immer mehr Spielsüchtigen.Eine andere Art der Glücksspielsucht ist es wenn ein Spieler riskante Wetten abschließt und dadurch hohe Risiken eingeht. Die Wetten zahlen sich nur gelegentlich aus. Was tun die Spielsüchtigen, wenn ihr Spielverhalten sie ins tiefe finanzielle Loch führt? Sie leihen sich Geld von Ihrer Familie, Freunden, Kollegen oder gar Fremden aus, ohne ihnen den wahren Grund für ihre Geldsorgen zu verraten. Dabei müssen sie möglicherweise auch die Spielschulden von den Anderen begleichen.

Unabhängig von der Art der Spielsucht, ist es möglich, dass der Süchtige den Wunsch haben wird, mit dem Spielen aufzuhören. Wichtig ist, dass man mit der Sucht offen umgeht und vertraute Personen um Hilfe bittet. Letztlich ist es oft der Gang zum Arzt, der den Therapieweg einläuten kann.

Fazit

Mit dem Glücksspiel aufzuhören ist nicht leicht. Dies ist nur mit Hilfe einer Therapie möglich, kombiniert zum Beispiel mit der Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe. Es ist unabdingbar professionelle Hilfe aufzusuchen, denn ohne Fachwissen ist die Heilung in vielen Fällen unmöglich ist. Zu guter Letzt entscheidet häufig dann auch die Unterstützung der Familie und Freunde über den Therapieerfolg und den Weg aus der Spielsucht.

Bilder: pixabay.com

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