Istanbul, Gesundheitszentrum für Eigenhaarverpflanzung

Es gibt nur wenige Städte auf der Welt, die bei Sonnenauf- und bei Sonnenuntergang einen so bezaubernden Anblick bieten wie Istanbul, die türkische Metropole am Marmarameer, deren Häuser am Hafen mit der ruhigen See davor im goldenen Schein erstrahlen. Istanbul ist „In“, sowohl bei Städtereisenden wie auch Gesundheitsreisenden, denn die Stadt am goldenen Horn überzeugt nicht nur durch unzählige historische Sehenswürdigkeiten, sondern ebenso durch medizinischen Fortschritt, der bezahlbar ist.

Viele Ärzte haben sich in Istanbul auf Haartransplantationen spezialisiert.Ein Schwerpunkt der in Istanbul ansässigen Kliniken liegt hierbei in der Haartransplantation. Ausfallende Haare, Stirnglatzen, Tonsuren und Geheimratsecken sind in Mitteleuropa bei Männern fast schon der Standard. Zumindest bei etwa 50 % aller Personen männlichen Geschlechts. Der Hauptschuldige für diese „Epidemie“ ist die androgenetische Alopezie, eine Erbkrankheit, die sich über Jahrtausende in Europa verbreitete und noch immer verbreitet. Zwei defekte beziehungsweise mutierte Gene der männlichen DNA aus grauer Vorzeit zeichnen dafür verantwortlich. Sie sind ein Bestandteil der Androgene, das sind Hormone, die unter anderem den Haarwuchs steuern. Sie erzeugen vor allem beim Haupthaar über der Hutkrempenlinie eine Abwehrreaktion, die dort die Haare ausfallen lässt. Der Haarkranz auf der Höhe der Ohren und am Hinterkopf bleibt in der Regel davon unbeschadet.

Das Opa-Syndrom

In der Folge kann es schon 30-Jährigen passieren, dass sie zumindest aus der Ferne wesentlich älter eingeschätzt werden, als sie es tatsächlich sind. Diese vorzeitigen Alterungserscheinungen bringen nicht nur im gesellschaftlich-sozialen Bereich Nachteile, sondern auch beruflich. Das haben zahlreiche Studien belegt. Gerade im Arbeitsmarkt werden, trotz gegenteiliger Behauptungen, jünger und dynamisch wirkendere Bewerber für Stellen bevorzugt. Im direkten Bewerbungsgespräch sind es nicht nur Qualifikationen, die zählen, sondern mindestens ebenso der Eindruck. Im Zweifel macht der Mann mit dem vollen Haupthaar das Rennen gegenüber der Stirnglatze. Ein unfairer Vorteil, denn die androgenetische Alopezie kann jeden treffen und die Möglichkeiten der Gegenmaßnahmen sind sehr eng begrenzt.

Schon die alten Ägypter suchten Wundermittel, um den Haarausfall zu stoppen und so ziehen sich alle möglichen oder eher unmöglichen Rezepturen wie ein roter Faden durch den Lauf der Geschichte. Wirklich geholfen hat keines der Mittel, das konnten sie auch gar nicht, denn das Problem liegt im Haar, nicht in der Kopfhaut. Auch die moderne Arzneimittelkunde scheitert weitgehend daran. Es gibt zwar inzwischen Medikamente, die den Haarausfall anhalten können, doch deren Nebenwirkungen sind so gravierend, das sie nicht wirklich zu empfehlen sind, zumal sie ein Leben lang genommen werden müssen und einmal ausgefallene Haare nicht zurückbringen.

Eigenhaarverpflanzung, das Mittel der Wahl

Eigenhaarverpflanzung kann bei kreisrundem Haarausfall helfen.Es gibt nur eine Möglichkeit, an kahlen Stellen des Kopfes wieder Haare wachsen zu lassen und das ist die Transplantation von Eigenhaar. Dabei werden Follikel des unteren Haarkranzes, also gegen die Hormone resistente Haare, entnommen und dort eingesetzt, wo zuvor die Haare ausgefallen sind. Das ist zwar kein medizinisch tiefgehender Eingriff, der zudem unter lokaler Betäubung durchgeführt wird und kaum aufwendiges Equipment benötigt, dafür aber eine recht langwierige Prozedur darstellt, was die Preise für eine Haartransplantation in Mitteleuropa aufgrund der hohen Lohnkosten ebenso in die Höhe treibt. Je nach Umfang und Anzahl der zu verpflanzenden Haarfollikel werden hierfür in den deutschsprachigen Ländern Europas rund 4000, aber unter Umständen auch über 10.000 Euro veranschlagt. Die Krankenkassen bleiben hierbei außen vor, denn für die ist die Eigenhaarverpflanzung eine kosmetische und damit nicht erstattungsfähige Leistung.

An diesem Punkt kommen die Kliniken für Haartransplantationen in Istanbul ins Spiel, denn in der türkischen Großstadt sind die Lohnkosten weit geringer als in Mitteleuropa. Das führt dazu, dass die gleiche Leistung für etwa die Hälfte des Preises in Deutschland, der Schweiz oder in Österreich bei derselben Qualität erbracht wird. Aus 4000 Euro werden auf einmal nur noch 2000 Euro und selbst mit Flug und Hotel bleibt die Ersparnis so hoch, das davon locker ein Zwei-Wochen-Urlaub bezahlt werden kann, vielleicht in der Türkei. Das bietet sich zumindest an.

FUE und was es sonst noch zu beachten gilt

Die Follicular unit extraction, kurz FUE, ist die von türkischen Chirurgen bevorzugte Methode der Eigenhaarverpflanzung. FUE ist zugleich die modernste Methode, die gegenüber der etwas älteren FUT, der Follicular unit transplantation, den Vorteil besitzt, das einzelne Follikel und nicht ein ganzer Hautstreifen entnommen werden. FUT wird aufgrund der Zeitersparnis gerne in Europa angewandt, der Patient muss dann aber mit einer quer verlaufenden Narbe am Hinterkopf leben. In Istanbul wird praktisch nur FUE praktiziert, ganz ohne Narben.

Bevor es nun in den Flieger geht, sollte eine Klinik gewählt werden, die die besten Voraussetzungen mitbringt. Dazu gehören unter anderem ein erfahrener Chirurg, aber auch eine deutschsprachige Betreuung vor Ort und ein in Deutsch abgefasster Behandlungsvertrag. Diese Punkte lassen sich bequem im Internet erforschen, wo es auch Erfahrungsberichte zu den Kliniken gibt (wie z.B. hier: https://www.abendblatt.de/ratgeber/article226169213/Haartransplantation-in-der-Tuerkei-Erfahrungsbericht.html)

Fazit:

Die Stadt am goldenen Horn ist zu jeder Jahreszeit ein interessantes Ziel und wenn sich dann noch eine bereits geplante Haartransplantation mit einer großen Ersparnis verbinden lässt, stellt sich eigentlich nicht mehr die Frage ob, sondern wann es nach Istanbul geht.

Bilder: pixabay.com

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