Rezension: „Neurologie hoch2“

Neurologie hoch2Das neue „hoch2“-Konzept von Elsevier gibt es neben der Pädiatrie-Ausgabe auch für die Neurologie: Im Kernteil jeder Seite findet man die Texte der beiden Autoren, am Seitenrand fassen drei verschiedene Studenten / Assistenzärzte die Inhalte zusammen und stellen die in Ihren Augen wichtigsten Informationen heraus.

Zielgruppe:

Das Buch richtet sich vor allem an Neurologie-interessierte Studenten, die in diesem Bereich eine Famulatur oder ein PJ-Tertial planen. Für die Studenten, die Neurologie als ein Fach unter vielen im Studium sehen, dürfte der Inhalt an manchen Stellen etwas ausführlich sein.

Aufbau / Didaktik:

Von den neurologischen Untersuchungsmethoden, über nach Symptomen oder Ursachen geordnete neurologische Krankheitsbildern bis hin zur Neuroradiologie wird das studentische Neuro-Wissen in insgesamt 22 Kapiteln geschult. Dabei kommen die gleichen didaktischen Stilmittel zum Einsatz wie schon im Buch „Pädiatrie hoch2„: Merke-Kästen, Cave-Kästen, Praxis- und Lerntipps findet man genauso wie zusammenfassende Tabellen und anschauliche Illustrationen über das gesamte Buch verteilt. Außerdem gibt es am Ende eines jeden Kapitels einige Übungsfragen für die mündliche Prüfung mit den entsprechenden Lösungen. Im Anhang des Buches sind die Lernziele des aktuellen NKLM (Nationaler kompetenzbasierter Lernzielkatalog Medizin) aufgeführt, falls man davon einen Überblick bekommen möchte. Das Layout des Lehrbuches überzeugt mit bewussten Farbwechseln und ist eingängig, allerdings missfällt uns etwas die kleine Schrift, die vor allem in den Kästen für die Praxis- und Lerntipps zu finden ist.

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Rezension: „Taschenatlas Neurologie“

Der Taschenatlas Neurologie von Thieme.Seit Oktober des vergangenen Jahres gibt es den Taschenatlas Neurologie von Thieme nun in der 4. Auflage. Wir haben das Buch für Euch getestet.

Zielgruppe:

Der Taschenatlas Neurologie richtet sich vor allem an Studenten und Mediziner mit Interesse am Fach der Neurologie. Er umfasst sicher nicht das gesamte Facharztwissen der Neurologie, alle wichtigen Grundlagen und Krankheitsbilder sind jedoch erwähnt. Zur Klausur- und Examensvorbereitung oder zum Nach- und Vorbereiten von Famulatur und PJ sollte der Taschenatlas auf jeden Fall ausreichen.

Aufbau / Didaktik:

Die Unterteilung des Buches erfolgt in 6 große Kapitel. Die ersten beiden widmen sich dabei neuroanatomischen und neurophysiologischen Grundlagen, danach werden einzelne Syndrome beschrieben und im Hauptkapitel 4 werden die wichtigen neurologischen Krankheitsbilder vorgestellt. Praktisch finden wir auch das kurze 5. Kapitel, in dem neurologische Untersuchungsmethoden dargestellt und erklärt werden. Im letzten Kapitel gibt es zusätzlich sehr viele Tabellen, auf die auch im Text verwiesen wird.

Dabei ist, wie in allen Thieme-Taschenatlanten, immer eine Seite mit Text und die gegenüberliegende Seite mit dazugehörigen Grafiken und Zeichnungen versehen. Die Textseiten sind leider in einem einheitlichen Layout ohne Hervorhebungen gehalten. Es wird dadurch nicht auf den ersten Blick klar, welche Informationen besonders wichtig sein könnten. Wer gerne Merkekästen und übersichtliche Zusammenfassungen hat, wird hier leider nicht fündig. Generell umfassen die meisten Themen aber nur 1-2 Doppelseiten und man kann sich so doch relativ schnell einen Überblick verschaffen. Was noch anzumerken ist, ist der Zugang zur Online-Version über die eRef App von Thieme, alle Informationen können dort auch digital nachgeschlagen werden.

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Rezension: „Kurzlehrbuch Neurologie, 2. Auflage“

Kurzlehrbuch Neurologie, Elsevier, 2. AuflageNach der erfolgreichen 1. Auflage des Kurzlehrbuchs Neurologie aus dem Hause Elsevier gibt es seit letztem Jahr die 2. Auflage in den Buchläden. Dabei ist es den Autoren sogar noch gelungen, den ansprechenden Charakter des Buches zu optimieren.

Zielgruppe:

Das Kurzlehrbuch Neurologie eignet sich für nahezu alle Medizinstudenten, die für die Prüfung in diesem Fach lernen. Und damit ist nicht nur die „normale“ Prüfung innerhalb des Studiums gemeint, sondern auch eine etwaige Prüfung im mündlichen Staatsexamen. Der Grund dafür liegt in dem kurzen und bündigen Überblick, den das Buch liefert und mit dem man sich ebenfalls gut für Famulaturen oder ein PJ-Tertial vorbereiten kann.

Aufbau / Didaktik:

Das Kurzlehrbuch ist mit 420 Seiten wieder recht üppig ausgestattet, was natürlich schon mal zeigt, wie umfangreich die Neurologie sein kann. Trotzdem kommt beim Lesen der insgesamt 19 Kapiteln keine Langeweile auf. Trockene Abschnitte gibt es nicht viele und die übersichtliche Gestaltung der Seiten vereinfacht das Lesen und Verstehen. weiterlesen Rezension: „Kurzlehrbuch Neurologie, 2. Auflage“

Rezension: „Checkliste Neurologie“

Checkliste NeurologieWie die anderen Bücher der Reihe „Checkliste“ von Thieme eignet sich auch die Neurologie-Ausgabe vor allem für die ersten Jahre des Berufslebens. Seit April gibt es nun die 8. Ausgabe, die wir für euch getestet haben.

Zielgruppe:

Die Checkliste Neurologie eignet sich wie schon erwähnt hauptsächlich für neurologische Weiterbildungsassistenten. Sie ist vor allem mit viel klinischen Wissen ausgestattet und passt vom Format her gut in die Kitteltasche. Natürlich schadet es aber natürlich auch nicht, wenn man sich das Buch zum Beispiel auch schon im neurologischen Wahlfach im PJ zulegt. Den Einblick in die Abläufe auf der Neuro-Station kann man so sicher noch klinischer und fundierter gestalten.

Aufbau / Didaktik:

Als Teil der Reihe „Checkliste“ beinhaltet dieses Buch auch wieder 4 verschiedene Teile, den grauen, grünen, blauen und roten Teil. Der graue Abschnitt beschäftigt sich dabei mit den diagnostischen Mitteln und Therapieprinzipien der Neurologie. Der grüne Teil stellt Leitsyndrome und -symptome vor. weiterlesen Rezension: „Checkliste Neurologie“

Rezension: „Duale Reihe Neurologie“

Duale Reihe NeurologieNeurologie gehört im Medizinstudium mittlerweile zu den wichtigsten Fächern neben Innere Medizin und Chirurgie. Das beweist auch die Tatsache, dass die Anzahl der Fragen mit neurologischem Hintergrund in den letzten Staatsexamina bis auf Platz zwei (nach Innere Medizin) in der Gesamtübersicht gestiegen ist. Grund genug also sich ein großes Neurobuch wie die Duale Reihe Neurologie von Thieme zuzulegen.

Das Lehrbuch beinhaltet einen Teil A, der die Grundlagen für das Verständnis der Neurologie schafft und dabei vor allem auf die neurolgische Anamnese und die Untersuchungsmethoden eingeht. In Teil B wird dann die spezielle Neurologie in 5 Unterkapiteln (Hirn- und Rückenmarkerkrankungen, Erkrankungen des peripheren Nervensystems, Muskelerkrankungen, Anfallkrankheiten und Schlafstörungen, Psychosomatik in der Neurologie) behandelt. Auf den ersten Blick würde man nun denken, da fehlen doch ein paar wichtige Themen. Aber bei genauerem Hinsehen merkt man, dass unter diese 5 Kategorien tatsächlich alle neurologischen Krankheitsbilder fallen. Im abschließenden Teil C findet man nur noch den Anhang mit wichtigen Fakten zur Reflex- oder Liquordiagnostik und das Sachverzeichnis.

Im Vergleich zur 6. Auflage des Buches ist es gelungen mehr aussagekräftige Bilder und Grafiken in die Erklärungen einfließen zu lassen. Das ist vor allem bei den Untersuchungsmethoden und den speziellen neurologischen Symptomatiken (Bewegungsstörungen, motorische oder sensible Ausfälle) von Vorteil, weil das Verständnis so leichter fällt. Das Prinzip der dualen Reihe mit dem normalen Lehrbuch in der Buchmitte und einer abgespeckten Version am Seitenrand muss man ja mittlerweile nicht mehr erklären. Die Texte lesen sich leider nicht immer einfach, was aber ja auch mit der teilweise komplizierten Thematik neurologischer Erkrankungen zu tun hat. Durch die Bilder werden die Texte aber aufgelockert.

Ein Bonus, der ja mittlerweile bei allen Thieme-Büchern enthalten ist, ist „+ Campus“, ein Online-Zugang, über den man das Buch auch im Internet abrufen kann, wodurch sich Stichwörter manchmal schneller finden lassen und man das Buch immer mobil, beispielsweise auch auf dem iPad, dabei haben kann.

Fazit:

Die Duale Reihe Neurologie stellt auf jeden Fall ein umfassendes Lehrbuch dar, das einem hilft, die Inhalte der Vorlesungen und des Blockpraktikums zu verstehen, um so die Klausur zu bestehen. Die Grundlage für ein gutes neurologisches Verständnis hat man so schon mal und das hilft auch für die Vorbereitung auf das Examen, während der man mit der Dualen Reihe auch nochmal die wichtigsten Dinge nachschlagen kann. Die Texte sind allerdings leider nicht immer ganz flüssig und eingängig zu lesen, sodass man einiges besser doppelt oder dreifach lesen sollte, um das Verständnis zu komplettieren.

Kurzinfo:

Autor(en):Karl F. Masuhr, Florian Masuhr, Marianne Neumann
Verlag:Thieme
Auflage:7.
Erscheinungsjahr:2013
Seitenanzahl:608
Abbildungen:
661
Preis:49,99 €
Preis-Leistungs-Verhältnis
(1 = mies, 10 = grandios):
7

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Rezension: „Neurologie compact – Für Klinik und Praxis“

Neurologie compact - Für Klinik und PraxisDas Buch „Neurologie compact – Für Klinik und Praxis“ von Thieme richtet sich an Ärztinnen und Ärzte der Neurologie, die sich damit das notwendige Facharztwissen aneignen können.

„Neurologie compact“ gliedert sich grob in 4 Kapitel. Nach dem Vorwort werden dabei bestimmte Symptome wie beispielsweise Bewusstseinsstörungen, Augenbewegungsstörungen, Tremor oder Schwindel behandelt und die jeweils möglichen Syndrome erörtert, die durch dieses Symptom klinisch repräsentiert werden können. Schnell fällt auf, dass die Autoren dieses Buches einen hohen Wissensstand einfordern und die Herangehensweise an die Themen genau so direkt ist wie das minimalistische, im Vergleich zu typischen Studiumsbüchern erwachsene Design, das kaum Abbildungen verwendet. Im zweiten Kapitel werden dann neurologische Krankheitsbilder wie zerebrale Ischämie, infektiöse Erkrankungen, Tumoren, Anfallserkrankungen oder Schlafstörungen behandelt, bevor das dritte und vierte Kapitel dann mit den diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten in der Neurologie an- und abschließt.

Die Texte sind durchweg sehr zielstrebig, also ohne großes Herumreden gestaltet. Die Herangehensweise an Krankheiten und Syndrome geschieht immer nach dem gleichen Schema: Nach allgemeinen, epidemiologischen und pathogenetischen Fakten wird das klinische Bild beleuchtet und stichwortartig erläutert, welche Diagnostik und Therapie zu erfolgen hat.

Das Buch lässt sich auch im Internet anwenden. Denn durch den Kauf des Buches wird einem auch der Zugriff über die Thieme-Website zum Ebook gewährt. Zusätzlich gibt es auch die Möglichkeit eine Menge Bilder und Filme anzuschauen (ähnelt einem Angebot eines Atlasses) und man findet Links zu den aktuellen DGN-Leitlinien.

Fazit:

„Neurologie compact“ eignet sich vor allem für die Zeit als neurologischer Assistenzarzt und kann einen kompakt und trotzdem gut für die Facharztprüfung und den klinischen Alltag rüsten. Der Stil ist fordernd und zielstrebig, selten wird zu viel zu einer Krankheit geschrieben. Es gibt wohl kaum eine neurologische Auffälligkeit oder ein Syndrom, das einem im Klinikalltag, nicht aber in diesem Buch begegnet. Leider wurde auf die Verwendung von Abbildungen größtenteils verzichtet, was aber bei vielen Erklärungen der klinischen Bilder der verschiedenen Erkrankungen schon Sinn gemacht hätte. Ein guter Zusatzpunkt des Buches ist der Online-Service, den man mit dem Buch erwirbt.

Kurzinfo:

Autor(en):Andreas Hufschmidt, Carl Hermann Lücking, Sebastian Rauer
Verlag:Thieme
Auflage:6.
Erscheinungsjahr:2013
Seitenanzahl:976
Abbildungen:
22
Preis:99,99 €
Preis-Leistungs-Verhältnis
(1 = mies, 10 = grandios):
7

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Rezension: „Neurologie und Psychiatrie für Studium und Praxis 2011/12“

Neurologie und Psychiatrie für Studium und Praxis 2011/12Neben den Skripten für Chirurgie und Gynäkologie und Urologie gibt es von den Medizinischen Verlags- und Informationsdiensten aus Breisach auch das passende Pendant für die Fächer Neurologie und Psychiatrie.

Die Fächeraufteilung ist klar erkennbar, denn die Neurologie übernimmt 310 Seiten des Buches, die Psychiatrie weitere 105. Der neurologische Teil beginnt mit den Grundlagen dieser Disziplin, also den Untersuchungsmethoden und der apparativen Diagnostik. Insgesamt umfasst der Abschnitt der Neurologie 24 Unterkapitel, von denen neben den Grundlagen vor allem die Teile „Entzündliche Erkrankungen des Nervensystems“, „Intrakranielle raumfordernde Prozesse“ und „Myopathien“ durch ihre Länge hervorstechen.

Im Anhang befinden sich wichtige Erläuterungen zur Labordiagnostik oder den Bewegungsmaßen. Außerdem befindet sich auf der hinteren Umschlagsseite eine Taschenkarte, die beispielsweise nochmal die wichtigsten Punkte der Anamnes, Motorik, der Reflexe, der Koordination, der Hirnnerven und der zerebralen Funktion zusammenfasst. Auch psychiatrische Grundlagen zu Explorationsgesprächen und psychopathologischen Befunden finden Platz auf der Karte, die praktischerweise in jede Kitteltasche passt.

Der Stil des Skriptes ist vergleichbar mit dem des Herolds oder eben des Chirurgie Müllers: Kurze, prägnante Abhandlungen, die klaren Mustern folgen (Definition, Ätiologie, Pathologie, Epidemiologie, Klinik, Diagnostik, Therapie, Prognose, Komplikationen, Differentialdiagnosen) und nur kleine, aussagekräftige Abbildungen verwenden. Für einige Lerntypen ist diese Skriptart ja genau das richtige. Man kann damit also nicht nur für die Klausur, sondern auch für das schriftliche und mündliche Examen lernen.

Fazit:

„Neurologie und Psychiatrie für Studium und Praxis“ ist das einzige Lehrbuch / Skript dieser Art für die beiden Fächer. Vorlesungbegleitend dürften viele Studenten mit der kurzen, prägnanten Schreibweise sehr gut zurecht kommen und bei Klausuren, Famulaturen und im PJ den Lernerfolg spüren. Wie schon bei den anderen Skripten der Medizinischen Verlags- und Informationsdienste fehlen leider die Hinweise zu IMPP-Fragen, die das Buch komplett machen würden.

Kurzinfo:

Autor(en):Markus Müller, Christiane Gleixner, Steffen B. Wirth
Verlag:Medizinische Verlags- und Informationsdienste
Auflage:8.
Erscheinungsjahr:2011
Seitenanzahl:452
Abbildungen:
ca. 200
Preis:30,00 €
Preis-Leistungs-Verhältnis
(1 = mies, 10 = grandios):
8

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