Rezension: „Fallbuch Anästhesie, Intensivmedizin und Notfallmedizin“

Das Fallbuch Anästhesie, Intensivmedizin und Notfallmedizin von Thieme.Als Medizinstudent steht man zwangsläufig irgendwann im Studium, spätestens im PJ, vor der Herausforderung die Theorie in die Praxis umzusetzen. Häufig ist es gar nicht so einfach das Wissen an konkreten Fällen anzuwenden, zumal das deutsche Medizinstudium oft noch sehr theorielastig ist. Hier kann das Fallbuch Anästhesie Abhilfe schaffen: mit 100 Fallbesprechungen ist man für den studentischen Klinikalltag gut gewappnet.

Zielgruppe:

Das Fallbuch AINS richtet sich hauptsächlich an Studenten, die sich auf eine Anästhesie-Famulatur, eher aber noch auf ein Anästhesie-Tertial im PJ vorbereiten. Anästhesiologisches und intensivmedizinisches Vorwissen ist sinnvoll, ansonsten werden sich die Fallbesprechungen sehr zäh gestalten. Das Fallbuch eignet sich ebenfalls bestens zur M3-Vorbereitung in der Prüfungsgruppe.

Aufbau / Didaktik:

Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt: Zuerst werden 100 Fallbeispiele mit je fünf Fragestellungen aufgelistet und in zweiten Teil finden sich die Lösungen mit ausführlichen Erläuterungen und anschaulichen farbigen Abbildungen. Während die Fallbeispiele übersichtlich auf je einer Seite präsentiert werden, sehen die Lösungen etwas unstrukturiert aus. Es wäre sicherlich angenehmer, wenn der Wechsel zur nächsten Lösung nicht unmittelbar auf derselben Seite der Vor-Lösung stattfände.

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Rezension: „Duale Reihe Anamnese und klinische Untersuchung“, 6. Auflage

Die Duale Reihe Anamnese und klinische Untersuchung in der 6. AuflageDie Duale Reihe Anamnese und klinische Untersuchung ist schon seit Jahren ein absolutes Must-Have für alle Medizinstudenten im klinischen Studienabschnitt. Seit letztem Jahr gibt es das Buch nun in der 6. Auflage. Warum sich der Kauf genau lohnt, haben wir für euch zusammengefasst.

Zielgruppe:

Das Buch ist ideal für den klinischen Studienabschnitt, in dem Medizinstudenten regelmäßig mit Patienten und deren Anamnese und klinische Untersuchung konfrontiert werden. Nachschlagen lohnt sich aber nicht nur im Studium, sondern auch als Assistenzarzt noch.

Aufbau / Didaktik:

Insgesamt ist das Buch in 4 Teile aufgebaut: Teil A sorgt für die Grundlagen der Arzt-Patienten-Beziehung und gibt in 6 Kapiteln allgemeine Informationen zur Anamnese und klinischen Untersuchung. Teil B widmet sich auf ca. 50 Seiten eindrucksvollen Blickdiagnosen. Teil C geht in 12 Kapiteln auf die spezielle Untersuchung der verschiedenen Organe ein und beleuchtet außerdem die Untersuchung von Kindern und Bewusstlosen. In Teil D, dem Anhang, finden sich wichtige Laborparameter. Vom Aufbau her hat sich also nicht viel verändert im Vergleich zur Vorauflage, allerdings wurden die Inhalte aktualisiert und ein paar neue Kapitel (zum Beispiel „Der informierte Patient“) hinzugefügt.

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Rezension: „Anästhesie pocket“

Anästhesie pocketMedizinbücher sind normalerweise dick und schwer: Umso beeindruckender also, wenn sich jemand an einer Kurzversion eines Faches versucht. „Anästhesie pocket“ ist für die (ohnehin meist schon sehr volle) OP-Kasak-Tasche des Anästhesisten konzipiert und deshalb besonders klein und handlich gestaltet.

Zielgruppe:

Dieses Büchlein eignet sich gut für Anästhesie-Assistenzärzte in den ersten Lehrjahren. Für Studenten ist es zu praxisorientiert, um die Grundlagen der Anästhesie zu vermitteln.

Aufbau / Didaktik:

„Anästhesie pocket“ ist in 13 Kapitel aufgeteilt, die anhand von grünen Reitern am rechten Rand auch ohne Inhaltsverzeichnis schnell zu unterscheiden sind. Auf 231 Seiten finden sich stichpunktartig angeordnete Informationen, häufig auch in tabellarischer Form, als Schaubild oder als Diagramm. Die Schrift ist sehr klein und oft sind die Seiten gedrängt voll, was mit Sicherheit an dem Ehrgeiz der Autoren liegt, das Buch als möglichst vollständigen Praxisbegleiter zu präsentieren.
Die Flussdiagramme sind dafür sehr übersichtlich gestaltet und insbesondere die vielen Abbildungen (z.B. verschiedene Kapnometrie- oder arterielle Druck-Kurven mit Erklärungen) werden den hilfesuchenden Assistenten dankbar stimmen. Das farbige Layout ist für das Auge sehr angenehm und lockert insbesondere die textlastigen Seiten etwas auf.

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Rezension: „Die Anästhesie – Band I und II“

"Die Anästhesie Band I und II" von Hans-Walter StriebelSucht man ein Anästhesie-Lehrbuch, wird man früher oder später auf den „Striebel“ stoßen. Es gibt ihn als Taschenbuch-Version, aber auch in gebundener Form als zwei Bände starkes Werk. Wir haben uns an das große Lehrbuch gewagt und für euch testgelesen.

Zielgruppe:

Ganz klar Assistenzärzte in der Anästhesie. Vom Aufbau eines Narkosegerätes bis zu Grundlagen fachspezifischer Anästhesien wird alles erläutert. Für Studenten und Assistenten anderer Disziplinen lohnt sich die über 200-Euro-teure Investition aufgrund der Fülle an spezifischen Informationen wohl kaum, Fachärzten der Anästhesie mag der „dicke Striebel“ zu wenig Detailwissen umfassen.

Aufbau / Didaktik:

Das Wissen wird in zwei Bänden von je circa 900 Seiten vermittelt. Die Schrift ist angenehm groß und das Layout, Striebel-typisch, unaufgeregt. Lediglich manchmal wünscht sich das müde Auge ein wenig mehr Unterbrechungen auf einer vollen Textseite. Die große Stärke von Hans Walter Striebel ist seine Art, Wissen leicht verständlich aufzubereiten. Beide Bücher lesen sich angenehm leicht und setzen nicht zu viel Vorwissen voraus. In kleinerer Schrift mit dem Titel „Detail- bzw. Grundlagenwissen“ werden für das Verständnis förderliche Zusatzinformationen angeboten, wie z.B. die anatomischen Grundlagen der Epiduralanästhesie. Wie immer sind die Abbildungen selbst gezeichnet und zahlreiche Fotos tragen erheblich zum Verständnis des Gelesenen bei.

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Rezension: „Checkliste Intensivmedizin“

Checkliste Intensivmedizin (Thieme)Seit Oktober gibt es die Checkliste Intensivmedizin von Thieme in der 5. Auflage. Wir haben das Buch für alle Intensivmedizin-Interessierten probegelesen.

Zielgruppe:

Die „Checkliste Intensivmedizin“ ist, wie der Name schon sagt, in erster Linie für den Gebrauch auf Intensivstation oder in der Notaufnahme geeignet. Es handelt sich um eine ausführliche Zusammenfassung aller gebräuchlichen ärztlichen Maßnahmen für den Notfall, für die tägliche Arbeit oder auch zum Nachschlagen für angehende Mediziner im PJ und Assistenzärzte.

Aufbau / Didaktik:

Das Buch gliedert sich in 5 farblich markierte Themengebiete, um die Suche nach Schlagwörtern zu erleichtern und eine gute Orientierung zu ermöglichen. Hierbei handelt es sich um Grundlagen, intensivmedizinische Krankheitsbilder, Medikationen, therapeutische Maßnahmen sowie Laborwerte. Die farblich hervorgehobenen Bereiche sind wiederum in einzelne Kapitel gegliedert. Um den Überblick zu wahren, gibt es viele Abbildungen, Tabellen und Schemata, was einen schnellen Zugriff auf relevante Informationen erlaubt. Zu den therapeutischen Maßnahmen gibt es jeweils eine gut beschriebene, schrittweise Durchführung mit Hinweisen zu hygienischen Maßnahmen und notwendigen Medizinprodukten, um eine professionelle Arbeit am Patienten zu gewährleisten.

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Rezension: „Facharztprüfung Anästhesie“

Facharztprüfung Anästhesie - 1000 kommentierte PrüfungsfragenVor kurzem haben wir für euch ja „Fehler und Irrtümer in der Anästhesie“ rezensiert. Nun folgt mit „Facharztprüfung Anästhesie – 1000 kommentierte Prüfungsfragen“ ein weiteres Buch für Anästhesie-Interessierte und –Involvierte. Da der Titel selbstredend ist steigen wir gleich ein!

Zielgruppe:

Auch hier sind wohl weitere Erläuterungen fehl am Platz: das Buch richtet sich an anästhesiologische Assistenzärzte, die sich auf die Facharztprüfung vorbereiten möchten. Allerdings eignet es sich durchaus auch als begleitende Literatur, damit man während der fünf langen Jahre Assistenzarztzeit den roten Faden nicht verliert.

Aufbau / Didaktik:

Das Buch hat insgesamt 27 Kapitel, von denen sich vier Kapitel mit allgemeiner Prüfungsvorbereitung (z.B. Lerntipps oder Prüfungsrhetorik) beschäftigen und die restlichen sich nach den anästhesiologischen Leitlinien richten. Von allgemeiner Anästhesie über Intensiv- und Notfallmedizin bis hin zur Schmerztherapie finden sich viele mögliche Prüfungsfragen. Auf eine kurze Frage folgen eine kurze, aber prägnante Antwort und häufig noch weitere Erläuterungen in Form von Zusatzinformationen in kursiver Schrift. An sich sehr übersichtlich gestaltet, fehlt dem müden Medizinerauge allerdings doch etwas Farbe. Das Buch ist, abgesehen vom Einband natürlich, ganz in Schwarz-Weiß gehalten. Sehr ungewöhnlich, und wohl auch etwas überholt, für ein modernes Werk. Für die älteren Generationen unter uns erinnert es etwas an das alte Schwarze-Reihe-Design

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Rezension: „Checkliste Traumatologie“

Checkliste TraumatologieDie Bücher der Checklisten-Reihe stehen wohl in den wenigsten Regalen der Medizinstudenten, sondern finden sich eher bei den Assistenten. Da wir aber natürlich auch gerne einmal über den Tellerrand des Medizinstudiums blicken, haben wir nun für euch die „Checkliste Traumatologie“ testgelesen.

Zielgruppe:

Wie schon oben erwähnt, ist die Checkliste Traumatologie wohl eher ein Buch für Assistenz- oder Fachärzte. Das liegt wahrscheinlich an dem klar praxisorientierten Inhalt und auch an dem beachtlichen Umfang von 656 dicht beschriebenen Seiten, den man selbst als motivierter Student kaum neben den anderen Fächern zu bewältigen mag.

Aufbau / Didaktik:

Die klassische Thieme-Checkliste-Struktur lässt nicht viel Platz für Kreativität, somit lässt sich zum Layout kaum Individuelles sagen. Wir persönlich finden es ideal als Buch für die Kitteltasche, zum schnellen Nachschlagen einer bestimmten Fragestellung. Uns gefällt besonders die klare Strukturierung der Vorgehensweise beim Angehen der verschiedenen Krankheitsbilder. weiterlesen Rezension: „Checkliste Traumatologie“