Rezension: „BASICS Pädiatrie“

Das BASICS Pädiatrie gibt es seit Mai 2019 in der 4. Auflage.Seit Mai dieses Jahres gibt es die 4. Auflage des BASICS Pädiatrie in den Buchläden. Wir haben uns das Buch mal etwas genauer angeschaut.

Zielgruppe:

Das BASICS Pädiatrie richtet sich an Medizinstudenten im klinischen Studienabschnitt und eignet sich vor allem dazu, einen breiten Blick auf das Fach zu bekommen. Wer Pädiater werden möchte, sollte vielleicht auf etwas ausführlichere Literatur zurückgreifen, aber für alle anderen hat das BASICS den richtigen Umfang.

Aufbau / Didaktik:

Wie bei der BASICS-Reihe üblich, teilt sich das Buch in einen allgemeinen und einen speziellen Teil auf. Im allgemeinen Teil werden Grundlagen zur pädiatrischen Untersuchung, Wachstum und Entwicklung sowie zu den Vorsorgeuntersuchungen besprochen. Der spezielle Teil ist dann um einiges ausführlicher und enthält insgesamt 18 Unterkapitel: Von der Neonatologie über die Kardiologie, Gastrologie, Nephrologie bis hin zu Unfällen, Intoxikationen und den Besonderheiten der pädiatrischen Reanimation findet man hier ein wirklich breites Spektrum. Spätestens beim Blick auf diese Stoffbreite merkt man, warum Pädiatrie durchaus so ausführlich (wenn nicht sogar ausführlicher) sein kann wie die Innere Medizin oder Allgemeinmedizin. Wie üblich schließt das BASICS mit 3 Fallbeispielen und Tabellen und Flussdiagrammen. Am Ende eines jeden Kapitels gibt es eine kurze Zusammenfassung.

weiterlesen Rezension: „BASICS Pädiatrie“

Rezension: „BASICS Urologie“

Das BASICS Urologie verschafft einen guten Überblick über die Urologie und eignet sich vor allem für Medizinstudenten.Seit circa einem Monat gibt es das BASICS Urologie von Elsevier in der 4. Auflage. Wir haben das brandneue Buch für Euch probe gelesen.

Zielgruppe:

Wie gewohnt richten sich die BASICS-Hefte an Medizinstudenten, die in relativ kurzer Zeit einen guten Überblick über ein Fach bekommen wollen. Das lohnt sich nicht nur vor der Klausur und dem Blockpraktikum, sondern auch vor einer Famulatur oder dem urologischen PJ-Tertial.

Aufbau / Didaktik:

Wie bei der BASICS-Reihe üblich, gliedert sich das Buch in einen allgemeinen (Grundlagen der Entwicklung des männlichen Geschlechts, Grundlagen der urologischen Anamnese und Therapie) und einen großen speziellen Teil. Dieser teilt sich wiederum in folgende Unterkapitel auf: Fehlbildungen, Störungen der Harnentleerung, Schmerzen, Hämaturie, weitere Tumoren des Mannes, Nebenniere, venerische Infektionen, geschlechtsspezifische urologische Erkrankungen, spezielle Themen. Abschließend finden sich 3 Fallbeispiele mit mehreren Fragen zum Ausarbeiten.
Am Ende jedes Unterkapitels findet sich eine kurze Zusammenfassung zum Rekapitulieren der wichtigsten Fakten. Wie gewohnt, verfügt auch dieses BASICS-Heft über ein übersichtliches, modernes Design mit angenehmen Schriftbild und eingängigen Erklärungen.

weiterlesen Rezension: „BASICS Urologie“

FAQs für Abiturienten und Erstsemester (05): Uni-Haul

Der Beginn des Studiums markiert einen neuen Lebensabschnitt – und schnell wird klar, dass man das Ganze gut strukturiert und organisiert angehen muss, um nicht in Woche 2 schon völlig im Chaos zu versinken. Für die, die sich schon jetzt mit den wichtigsten Dingen „eindecken“ wollen, hat Zahnmedizinstudentin Myriélle einige Shopping-Anregungen gesammelt. Damit ihr euch entspannt zurücklehnen könnt, wenn andere in besagter Woche 2 verzweifelt durch die Läden hetzten.

Tasche / Rucksack

Schnell werdet ihr merken, dass ihr an manchen Tagen verdammt viel mitschleppen müsst. Vor allem, wenn es nach der Vorlesung noch in die Bibliothek geht. Ein geräumiger Rucksack ist dabei wichtiger, als man anfangs vermutet. Zu Beginn des Studiums besaß ich eine Collegebag aus Leder. Schick, aber aufgrund der einseitigen Belastung in meinen Augen absolut ungeeignet. Nach ein paar Wochen bin ich zum Rucksack zurückgekehrt. Am häufigsten trifft man auf dem Campus tatsächlich Modelle von Herschel oder Fjällräven an – es gibt aber auch genauso gute und deutliche günstigere Alternativen! Kauft, was euch gefällt – aber achtet auf den Tragekomfort.

Laptop / Tablet
Lehrbuch, Kalender, Tablet, Stifte und ein Block finden sich im Rucksack vieler Studenten.

Einen Laptop werdet ihr sicher schon besitzen. Über ein Tablet solltet ihr aber auch definitiv mal nachdenken! Ich habe während der Vorlesung anfangs per Hand und danach am Laptop mitgeschrieben. Beides hat für mich aufgrund des oftmals schnellen Tempos leider nur mäßig gut geklappt. Skripte auszudrucken und darin Notizen zu machen, wird auf Dauer super teuer. Mittlerweile besitze ich ein iPad Pro und bin absolut zufrieden! Die Anschaffungskosten sind zwar enorm, aber das mitschreiben mit Apple Pencil funktioniert einfach gut. Die Skripte runterladen und bequem Notizen machen – vor allem bei Bildern und Grafiken praktisch, die in der VL besprochen werden. Apple hat mittlerweile auch eine erschwinglichere Version auf den Markt gebracht. Informiert euch da einfach mal, mittlerweile gibt es einige gute Alternativen unterschiedlicher Anbieter.

Semesterticket

Wenn ihr in einer größeren Stadt studiert und nicht alles mit dem Rad abfahren könnt, werdet ihr um ein Semesterticket für die öffentlichen Verkehrsmittel nicht drum herum kommen. Die Preise und Regularien (bei manchen Unis sind die Tickets nämlich (teilweise) schon im Semesterbeitrag inkludiert), sind überall anders. Fragt einfach mal nach.

Und für die Autofahrer unter euch: oft ist die Parksituation schwierig oder ein Tagesticket an der Klinik unverschämt teuer. Informiert euch, ob ein Antrag auf Parkberechtigung für Studenten möglich ist! Für einen wirklich guten Preis lässt sich nämlich oftmals eine monatliche „Freikarte“ mieten.

weiterlesen FAQs für Abiturienten und Erstsemester (05): Uni-Haul

Rezensenten gesucht

Ihr habt Interesse auch einmal ein medizinisches Lehrbuch zu bewerten und eine Rezension zu schreiben?

Medizinische Lehrbücher sind teuer. Wir bieten die Möglichkeit Rezensionsexemplare nach erfolgter Buchbewertung kostenlos zu behalten.

Dann schaut einfach bei unserer Angebotsliste für offene Buchrezensionen vorbei. Diese Liste wird von uns monatlich aktualisiert und enthält damit immer wieder neue Exemplare. Wenn ihr ein interessantes Buch gefunden habt, schreibt ihr uns einfach eine Mail, damit wir alles Weitere zusammen abklären können. Wie so häufig lohnt sich Schnelligkeit, weil wir jeweils nur ein Rezensionsexemplar zur Verfügung haben und dies dann derjenige bekommt, der sich als Erstes meldet.

Übrigens: Nach der Rezension, dürft ihr das Buch kostenlos behalten.

Euer Team von Medizin-Blog.info.

FAQs für Abiturienten und Erstsemester (02)

In dieser Woche beginnen für viele neue Studenten die ersten universitären Pflichtveranstaltungen. Weiter geht’s bei uns mit dem zweiten Teil unserer Ersti-Tipps.

Thiemes Erstitüte 

Jeder Medizinstudent kennt den Thieme-Verlag. Zum Studienanfang spendiert euch der Verlag eine „Ersti-Tüte“, häufig mit Notizblock, Post-Its und Kulis versehen. Die kostenlosen Jutebeutel könnt ihr euch in der medizinischen Buchhandlung abholen. Hier erfahrt ihr, wo ihr hin müsst.

Lernen… 

Bücher gekauft, erste Vorlesungen besucht und schon von euren Kommilitonen gefragt worden, wie viel ihr schon gelernt habt? Unser Tipp: tief durchatmen, einen Lernplan aufstellen und nicht mit dem dicksten Buch anfangen! Gut für den Einstieg eignen sich zum Beispiel die Medi-Learn- oder Endspurtskripte. Am Anfang des Medizinstudiums muss sich fast jeder an das deutlich erhöhte Pensum gewöhnen. Jeder hat eine unterschiedliche Lernstrategie, aber wer interessiert ist kann in unserer Rubrik Lerntipps stöbern.

Das Kreuzen sollte fester Bestandteil des Lernplans sein.Altklausuren 

Altklausuren sind für Mediziner wie Freitag für Robinson Crusoe: Eine wichtige Stütze in großer Not. Sie helfen euch dabei, Ordnung in den Wissensurwald zu bringen, Prioritäten zu schaffen und bieten eine Möglichkeit, euer erlerntes Wissen anzuwenden und zu testen. Das gesamte Medizinstudium hindurch werdet ihr das „Kreuzen“ üben und am besten fängt man so früh wie möglich damit an!
Je nach Uni gibt es die Altklausuren an unterschiedlichen Orten: auf dem Uniserver, in den Händen der Fachschaft, in der Bibliothek, etc.
Erkundigt euch bei der Fachschaft oder bei Studenten höherer Semester, wo ihr die Altklausuren finden könnt!

Zum Lernen in die Bibliothek?

Für viele gehört der Kaffee zum Lernen dazuDie Bibliothek kann eine willkommene Abwechslung zum kleinen Studentenzimmerchen darstellen, wo einem nach mehreren Lerntagen meist die Decke auf den Kopf fällt. Gerade für diejenigen, die alleine wohnen, kann die Bibliothek in Lernphasen die Vereinsamung bekämpfen, wenn man mal mit seinen Kommilitonen einen Kaffee trinken gehen kann. Viele lernen in der Bibliothek konzentrierter als Zuhause, da die Ablenkung nicht so groß ist. Die meisten Unistädte haben auch mehr als nur eine Bibliothek: probiert alle Orte aus oder wechselt ab bis ihr eure perfekte Lernumgebung gefunden habt!

Bild: amenic181 / FreeDigitalPhotos.net

FAQs für Abiturienten und Erstsemester (01)

Die ersten Wochen des Studiums sind aufregend und man muss sich komplett neu orientieren und zurechtfinden. Wir wollen euch ein paar Tipps und Tricks mit auf den Weg geben! Darum hier unsere Ersti-FAQs!

Wie finde ich eine Wohnung?

  • Die Website des Studentenwerks kann in vielen Fällen schon weiterhelfen: dort werden Studentenwohnheime vorgestellt und häufig auch Einzelzimmer bei privaten Vermietern vermittelt. Die Adressen der Wohnheimträger findet ihr in unserer Ersti-Linkliste.
  • Die Wohnungssuche ist für viele im ersten Semester ein Problem.Das Mekka der WG-Suchenden: www.wg-gesucht.de. Dort könnt ihr nicht nur nach freien WG-Zimmern suchen, sondern auch nach Leuten, die mit euch eine neue WG gründen wollen!
  • Seid ihr euch noch nicht sicher, wo ihr genau hinziehen wollt: www.zwischenmiete.de. Hier findet ihr Zimmer für kürzere Zeiträume. So müsst ihr euch noch nicht festlegen und habt Zeit in Ruhe vor Ort auf Wohnungssuche zu gehen, falls ihr relativ knapp vor Unistart erst eure Zusage bekommen habt 😉
  • Der Dauerbrenner: www.immobilienscout24.de. Von einem kleinen Ein-Zimmer-Apartment bis hin zur großen WG-tauglichen Wohnung ist dort (meist) alles vertreten.
  • Und zu guter Letzt: die meisten Unis haben eine Gruppe für Erstsemester bei Facebook. Sucht doch mal, tretet bei und fragt, ob jemand eine WG gründen möchte oder zufällig jemanden kennt, der ein Zimmer vermieten möchte.

Die ersten Tage…

…sind zweifelsohne spannend! Nehmt die Ersti-Angebote eurer Uni an, auch wenn eine Schnitzeljagd durch die Stadt nach einer Beschäftigung für Zehnjährige klingt. Vorbereitungskurse sind ebenfalls eine gute Gelegenheit erste Bekanntschaften zu knüpfen, auch wenn ihr vielleicht Mathe-LK hattet und nun wirklich nicht mehr hören müsst, wie die Integralrechnung funktioniert… Denkt in den ersten Wochen nicht daran, wie viel ihr lernen werden müsst, sondern schaut euch um, wer mit euch studiert und findet heraus, was eure neue Heimat so zu bieten hat!

Sind alle Vorlesungen essentiell?

Schon allein aus sozialen Gründen würden wir empfehlen, zumindest in den ersten Wochen die Vorlesungen regelmäßig zu besuchen ;-). So lernt ihr immer wieder neue Leute kennen und merkt gleichzeitig, welche Vorlesung euch etwas bringt und welche sich selbst mit zwei Espressos bestenfalls zum Quatschen eignet! Solltet ihr merken, dass ihr kein auditorischer Typ seid, sondern stattdessen lieber den Stoff mit einem Buch und den Vorlesungsfolien erarbeitet, müsst ihr kein schlechtes Gewissen haben! Ein Anatomie-Professor kann euch höchstens erklären, wie ihr euch manche Dinge besser herleiten könnt, er wird aber kaum essentielle Dinge sagen, die nicht auch in euren dicken Atlanten stehen…

Welche Bücher sind denn nun sinnvoll?

Medizinische Lehrbücher sind teuer - Deshalb sollte man sich vor dem Kauf gut informieren.Am besten kauft ihr euch vor Studienbeginn noch keine Bücher! Wartet erst einmal eine Studienwoche ab, bis ihr wisst, mit welchen Kursen ihr beginnt und was für Bücher empfohlen werden. Zur Not könnt ihr auch erst einmal Bücher aus der Bibliothek ausleihen, bis ihr euch entschieden habt, denn Medizinbücher sind teuer. Wir würden euch nicht unbedingt immer raten, sich nach den Empfehlungen des Professors zu richten, häufig sind die Bücher unübersichtlich und zu detailliert. Wenn ihr könnt, fragt in höheren Semestern nach oder schaut euch auf unserer Seite um. Dann geht in die Buchhandlung oder zum häufig angebotenen Bücherflohmarkt und schaut euch die Bücher an! Nehmt das, was euch am meisten zusagt, denn ihr werdet viel Zeit damit verbringen und es muss zu eurem Lernstil passen.

Teil 2 unserer FAQs für Abiturienten und Erstis folgt in den nächsten Tagen.

Bild: David Castillo Dominici / FreeDigitalPhotos.net

Rezension: „Zellbiologie“

Die Rezension der 5. Auflage von "Zellbiologie" von Helmut Plattner und Joachim HentschelBiologie gehört neben Chemie und Physik zu den grundlegenden Naturwissenschaften, die auf Medizinstudenten im vorklinischen Studienabschnitt zukommen. Dabei können viele Studenten noch auf Wissen aus den entsprechenden Leistungskursen in der Schule zurückgreifen. Ein Nachschlagewerk wie „Zellbiologie“ von Helmut Plattner und Joachim Hentschel wird trotzdem gerne in den ersten Vorlesungen von den Dozenten empfohlen.

Zielgruppe:

Das Buch „Zellbiologie“ richtet sich vor allem an Biologie-, Biochemie- oder Tiermedizinstudenten. Wer Biologie schon als Leistungskurs im Abitur hatte, kommt zumindest im Medizinstudium lange ohne ein so ausführliches Buch aus. Trotzdem findet man natürlich alle wichtigen Inhalte aus der Vorlesung auch in diesem Lehrbuch.

Aufbau / Didaktik:

In insgesamt 26 Kapiteln wird ausführlich auf die einzelnen Komponenten der tierischen und pflanzlichen Zelle eingegangen. Außerdem wird in der 5. Auflage auch die Zellpathologie von Krankheiten in den entsprechenden Kapiteln beschrieben, also beispielsweise die Grundprinzipien der Entstehung von Krebs. Jedes Kapitel beginnt mit einer Zusammenfassung, leider gleicht der restliche Text jedoch eher einem Block ohne viele Absätze. Ausnahmen bilden die bereits erwähnten Abschnitte für die Zellpathologie sowie einzelne fettgedruckte Kernaussagen.

weiterlesen Rezension: „Zellbiologie“