Medizinisches Fachwissen App-basiert testen

Wie wäre es, wenn man sich statt aus trockenen Medizinbüchern auf spielerische Art und Weise praxisnahes medizinisches Wissen aneignen und differenzialdiagnostisches Denken fördern könnte? Nicht nur zu Hause, sondern auch unterwegs im Zug, beim Warten auf den Bus oder in der Lerngruppe zwischen zwei Vorlesungen.

Mit der App MIND kann man anhand von generierten Fällen sein medizinisches Fachwissen testen.Für diese Art des Lernens existieren natürlich bereits verschiedenste Fallbücher. Dabei ist die Anzahl der klinischen Fälle jedoch beschränkt und im digitalen Zeitalter könnte Lernen doch auch fortschrittlicher möglich sein. Deshalb hat das Unternehmen sublimd mit MIND eine kostenlose App für Medizinstudenten und Ärzte konzipiert, in der Fallbeispiele aus allen Fachgebieten gelöst werden können. Klinische Fallvignetten werden in der App präsentiert, wobei jeweils aus fünf Diagnosen die Wahrscheinlichste gewählt werden soll.

Das Besondere an diesen Fallvignetten ist, dass sie weder von realen Patienten stammen, noch in Handarbeit von Professoren erfunden wurden. Alle Fälle werden mit einem Algorithmus künstlich erzeugt und in Berichtsform gebracht. Die medizinische Grundlage basiert dabei auf dem Medical Knowledge Graph – der von sublimd entwickelten Wissensdatenbank, die ca. 30.000 Datenpunkte und ein Vielfaches an Verknüpfungen untereinander enthält.

weiterlesen Medizinisches Fachwissen App-basiert testen

Zahnmedizin in Heidelberg #11: Die neue Approbationsordnung

Myrièlle studiert Zahnmedizin an der Ruprecht-Karls-Universität in HeidelbergMyrièlle ist 21 Jahre alt und hat im Oktober 2017 ihr Zahnmedizinstudium an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg begonnen. Damit startet für sie ein neuer Lebensabschnitt in einer neuen Stadt mit neuen Freunden, neuen Tagesabläufen und vielen neuen Eindrücken. In mehreren Beiträgen schildert Myrièlle ihre Erfahrungen vom neuen Leben als Zahni und beleuchtet die Besonderheiten des Studiums.


Eine Approbationsordnung aus dem Jahre 1955 ist unlängst verstaubt und benötigt dringend eine Reform? Das hat sich auch das Bundesministerium für Gesundheit gedacht und seit 2017 an einer Neuregelung der zahnmedizinischen Ausbildung im Rahmen des „Masterplans Medizin 2020“ gearbeitet – die im kommenden Wintersemester dann in Kraft treten soll. Aber was genau wird sich für die Zahnis ab 2020 alles ändern?

Dauer des Studiums

Hier wird sich im Vergleich zur alten Approbationsordnung nichts ändern – das Studium wird nach wie vor 5 Jahre und 6 Monate dauern. Nach 10 Semestern Studium folgt weiterhin das 11. Semester, in dem das Staatsexamen stattfindet, sowie die anschließende Beantragung der Zahnärztlichen Approbation.

Studiumsgliederung

Die neue Approbationsordnung sieht für das Zahnmedizinstudium einige Änderungen vor.Bisher hat sich an fünf Semester Vorklinik eine fünfsemestrige Klinik angeschlossen. Das wird jetzt anders! Wie in der Humanmedizin wird die Vorklinik, in der (zahn-)medizinisches Grundlagenwissen vermittelt werden soll, von nun an vier Semester dauern. Die anschließende Klinik – mit Augenmerk auf der praktischen Ausbildung – soll auf sechs Semester erweitert werden. Dabei sollen die ersten zwei klinischen Semester am Phantom stattfinden, mit einer darauf folgenden vier Semester langen Ausbildung am Patienten.

Staatliche Prüfungen

Ein Vorphysikum ( die „naturwissenschaftliche Vorprüfung“), welches nach zwei Semestern mittels mündlicher Prüfungen in den Fächern Physik, Chemie und Biologie abgenommen wurde, wird es nicht mehr geben. Auch in Sachen Physikum wird sich so einiges ändern:

weiterlesen Zahnmedizin in Heidelberg #11: Die neue Approbationsordnung

Viel Erfolg beim M2-Examen

Ab morgen zählt’s! 3 Tage alles raushauen, was in den vergangenen Wochen / Monaten gepaukt wurde! Außer in Baden-Württemberg und in Bayern haben Medizinstudenten trotz der Corona-Pandemie die Möglichkeit das schriftliche Examen zu absolvieren.

Wir wünschen allen Examensanwärtern viel Erfolg und stets ein glückliches Händchen beim Kreuzen! ✍️

Wir wünschen allen Medizinstudenten viel Erfolg beim M2-Examen!

Rezension: „Mündliche Prüfung Anatomie“

Mündliche Prüfung AnatomieNach dem Anatomiekurs oder spätestens im mündlichen Physikum ist es für jeden Medizinstudenten so weit: eine mündliche Prüfung im Fach Anatomie steht an. Genau dafür gibt es seit April ein spezielles Vorbereitungsbuch. Wir haben es probegelesen.

Zielgruppe:

Das Buch richtet sich an Medizin- und Zahnmedizinstudenten, denen im Rahmen ihres Anatomiekurses oder im Physikum eine mündliche Prüfung in diesem Fach bevorsteht.

Aufbau / Didaktik:

Das Prüfungsvorbereitungsbuch gliedert sich anhand der einzelnen Organe und Organsysteme in 9 Kapitel. Von den „oberen Extremitäten“ bis zum „Hör- und Gleichgewichtsorgan“ findet man jeweils Fragen zur makroskopischen sowie zur klinischen und topografischen Anatomie. Klinische Bezüge und Übersichtstabellen erleichtern die Wiederholung vor der Prüfung genauso wie Abbildungen aus dem Prometheus. Das komplette Buch ist nach dem Kauf per Code auch über die eRef-Bibliothek von Thieme abzurufen.

weiterlesen Rezension: „Mündliche Prüfung Anatomie“

Rezension: „Kurzlehrbuch Dermatologie“

Kurzlehrbuch DermatologieDermatologie wird von vielen Medizinstudenten relativ schnell im klinischen Studienabschnitt abgehakt. Manchmal reichen aber die Vorlesungen oder das Praktikum nicht aus, um einen guten Überblick über das Fach zu bekommen. Oder man möchte das Präsentierte einfach vertiefen. In solchen Fällen kann das Kurzlehrbuch Dermatologie von Thieme weiterhelfen. Wir haben es probegelesen.

Zielgruppe:

Als Kurzlehrbuch es sich vor allem für alle Medizinstudenten, die einen guten Überblick über das Fach bekommen möchten und sich damit auf die Abschlussklausur oder auch eine Famulatur / ein PJ-Tertial vorbereiten möchten. Auch im Zahnmedizinstudium kann das Kurzlehrbuch Dermatologie für das Examen eine große Hilfe darstellen.

Aufbau / Didaktik:

In insgesamt 23 Kapiteln werden die gängigsten und wichtigsten dermatologischen Krankheitsbilder knapp aber prägnant vorgestellt. Einführende klinische Fälle stellen zu Anfang eines Kapitels den Praxisbezug her. Merke-Kästen, Exkurse und farblich hervorgehobene Begriffe helfen ebenso die wichtigsten Inhalte zu verstehen wie Tabellen und die in der Dermatologie maßgebenden Abbildungen. Außerdem zeigen die sogenannten „Key Points“ am Anfang eines Abschnitts an, worauf das Augenmerk zu richten ist. Insgesamt entfaltet das Buch seine Stärken vor allem durch die designtechnisch gut abgestimmte Aufmachung.

weiterlesen Rezension: „Kurzlehrbuch Dermatologie“

Rezension: „Endspurt Vorklinik: Anatomie“

Die Endspurt-Reihe Anatomie als Vorbereitung für das Physikum.Erster Endgegner: Physikum. Auch für das Fach Anatomie bietet Thieme ein Endspurt-Skript an. Wir haben die 4. Auflage unter die Lupe genommen.

Zielgruppe:

Studenten der Vorklinik, vor allem die Viertsemester vor dem Physikum. Daneben kann das Skript auch als Leitfaden oder Vorlesungsbegleiter eingesetzt werden.

Aufbau/Didaktik:

In 3 Heftchen, mit insgesamt 12 Lernpaketen wird auf über 260 Seiten das Wichtigste erklärt. Die Illustrationen stammen überwiegend aus der Dualen Reihe oder dem Prometheus. Wer sich damit bisher in der Vorklinik vorbereitet hat, wird sich noch schneller zurechtfinden. Das Layout ist Thieme-typisch übersichtlich und wie gewohnt unterstützen auch in dieser Auflage „Lerntipp“- und „Fazit – Das müssen Sie wissen“-Kästchen den Lernprozess. In den Letztgenannten gibt die Anzahl der Ausrufezeichen die Häufigkeit des Themenbezugs seitens des IMPP seit 2010 wieder. Die wichtigsten Fakten werden im Text (teilweise zu oft) gelb unterlegt.

weiterlesen Rezension: „Endspurt Vorklinik: Anatomie“

100 Tage bis zum Examen – Der Countdown beginnt

Für viele gehört der Kaffee beim Lernen für das Examen dazu.Am heutigen 5. Juli beginnt für viele Medizinstudenten der Lernplan für das Hammerexamen, der bekannte „100-Tage-Plan“. Ab dem 13. Oktober steht dann das 3-tägige schriftliche Examen (2. medizinisches Staatsexamen) auf dem Programm. Das erste PJ-Tertial geht für die Examenskandidaten dann am 16. November los.

Allen Betroffenen wünschen wir viel Erfolg beim Lernen und vor allem Durchhaltevermögen bei dem sonnigen Sommerwetter. Am besten funktioniert der Lernplan, wenn man sich gegenseitig in einer Gruppe motiviert, einen kühlen Lernplatz (beispielsweise in einer klimatisierten Bibliothek) aufsucht und genügend Pausen einlegt.

Bild: amenic181 / FreeDigitalPhotos.net