Der Weg zum Doktor der Medizin (3): Einarbeitung ins Thema

Angelina Bockelbrink gibt ihr Wissen und ihre Erfahrung im Bereich der medizinischen Wissenschaft an junge Mediziner weiter.Angelina Bockelbrink ist promovierte Medizinerin, Epidemiologin, Dozentin und Autorin. Sie hat viele Jahre in der universitären Wissenschaft gearbeitet, gelehrt und Doktoranden betreut. Als ganzheitlicher Wissenschaftscoach unterstützt und begleitet sie MedizinerInnen beim Einstieg ins wissenschaftliche Arbeiten und Schreiben.


Nun ist die Entscheidung also gefallen. Du bist als Doktorand in einer Arbeitsgruppe angenommen und deinem Ziel zum Dr. med. steht nichts mehr im Wege. Gerade wenn du bereits während des Studiums mit der Doktorarbeit beginnst, bist du vermutlich noch kein ausgewiesener Experte auf dem Forschungsgebiet, auf dem du nun eine eigenständige wissenschaftliche Arbeit erstellen wirst. Bevor du dich also an deine eigentliche Arbeit machen kannst, steht dir noch eine Menge Vorbereitung bevor.

Literaturrecherche und inhaltliche Einarbeitung

Die Literaturrecherche steht am Anfang jeder Doktorarbeit.Damit es mit der Eigenständigkeit deiner Arbeit wirklich funktioniert, wirst du tatsächlich erst einmal zum Experten auf dem Gebiet werden müssen. Für den Anfang können auch Lehrbücher oder eBooks hierfür ganz gut geeignet sein. Im nächsten Schritt geht es dann aber vor allem darum, sich mit dem aktuellen Stand der Wissenschaft vertraut zu machen und die neuesten Entwicklungen zu kennen. Hierfür benötigst du unbedingt aktuelle Zeitschriftenartikel und in manchen Bereichen womöglich sogar Kongressbeiträge. Frag ruhig deinen Doktorvater /  deine Doktormutter oder deinen Betreuer danach, wenn sie dir nicht von selbst bereits Literatur in die Hand drücken. Die Literatur, die du bekommst, wird sicher nicht ausreichend sein für deine Arbeit, aber es ist allemal eine große Erleichterung für den richtigen Einstieg ins Thema und außerdem eine gute und fundierte Grundlage, um darauf aufzubauen und weiter zu recherchieren.

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Rezension: „Die medizinische Doktorarbeit – Schreiben mit System“

Die medizinische Doktorarbeit - Schreiben mit System (Stefan Lang)Teil des Studiums ist sie nicht, trotzdem gehört sie für viele Medizinstudenten dazu: Die Doktorarbeit. Wenn man endlich die passende Arbeit gefunden hat und durch wissenschaftliche Methoden zu adäquaten Ergebnissen gekommen ist, sollte nach der Auswertung der finale Schritt folgen: Das Schreiben der Doktorarbeit. Das Buch „Die medizinische Doktorarbeit – Schreiben mit System“ gibt Tipps und Anleitungen wie man ohne große Hindernisse auch diese Hürde meistert. Wir haben uns das Buch mal genauer angesehen.

Zielgruppe:

Das Buch richtet sich an Medizin- und Zahnmedizinstudenten oder Ärzte, die eine medizinische Doktorarbeit schreiben möchten.

Aufbau / Didaktik:

Gegliedert ist das Buch in insgesamt acht Kapitel (Das Projekt Doktorarbeit; Die Vorbereitung; Das Konzept der Doktorarbeit; Die Gliederung; Wissenschaftliches Schreiben; Die Überarbeitung; Layout; Am Ziel), die sich jeweils in mehrere Unterkapitel einteilen. Im anschließenden Anhang erfährt man kurz und prägnant, welche Details in „Material und Methoden“ vorkommen sollten und es werden Formulierungshilfen für die vier Teile einer Promotionsschrift (Einleitung, Material und Methoden, Ergebnisse, Diskussion) gegeben. Das Glossar am Ende des Buches enthält wichtige Begriffe aus dem Wissenschafts- und Promotionsjargon. Immer wieder finden sich sinnvolle Praxis-Tipps, die einem den Ablauf und die Systematik des Schreibens verdeutlichen. Die 26 Abbildungen sind wie der Rest des Buches in Schwarz-Weiß gehalten und setzen sich aus passenden Tabellen, Diagrammen oder Grafiken zusammen.

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Der Weg zum Doktor der Medizin (2): Was vorher geklärt sein muss

Angelina Bockelbrink gibt ihr Wissen und ihre Erfahrung im Bereich der medizinischen Wissenschaft an junge Mediziner weiter.Angelina Bockelbrink ist promovierte Medizinerin, Epidemiologin, Dozentin und Autorin. Sie hat viele Jahre in der universitären Wissenschaft gearbeitet, gelehrt und Doktoranden betreut. Als ganzheitlicher Wissenschaftscoach unterstützt und begleitet sie MedizinerInnen beim Einstieg ins wissenschaftliche Arbeiten und Schreiben.


In den einschlägigen Foren lese ich regelmäßig Fragen zur Machbarkeit oder Sinnhaftigkeit ganz konkreter Doktorarbeiten. Oft werden diese Fragen eingeleitet mit der Feststellung, dass man vergessen habe, das im Erstgespräch mit dem potenziellen Doktorvater / der potenziellen Doktormutter zu klären. Deshalb möchte ich dir hier einen Leitfaden geben, welche Themen, du unbedingt vor dem Beginn einer Doktorarbeit klären solltest.

Formale Voraussetzungen

Wenn nun also die Entscheidung gefallen ist, eine Doktorarbeit schreiben zu wollen, ist es sicher eine gute Idee, sich zuerst einmal beim Promotionsbüro zu informieren. Das Promotionsbüro fast jeder Uni hat einen eigenen Internetauftritt, wo man zumindest die Promotionsordnung und die entsprechenden Formulare für die Anmeldung einer Promotion einsehen kann.

In einem persönlichen Gespräch mit dem möglichen Doktorvater sollten Vorgehensweise und Ziele der Promotion klar besprochen werden.Die Anmeldung einer Promotion ist meist nicht von Beginn an notwendig. Inzwischen gibt es jedoch an einigen Hochschulen Bestrebungen alle begonnenen Doktorarbeiten zu erfassen. Bislang geschieht das nicht systematisch, was bedeutet, dass man zwar sehr gut weiß, wie viele Doktortitel tatsächlich vergeben werden, aber keinen Überblick hat wie viele Doktorarbeiten in einer Fakultät begonnen und möglicherweise wieder abgebrochen werden.

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Rezension: „Das Paper-Protokoll“

Das Paper-Protokoll von Stefan Lang gibt eine Anleitung zum Verfassen von (bio-)medizinischen Forschungsartikeln. Die Veröffentlichung der Ergebnisse in einem Fachmagazin steht sowohl in der Medizin als auch in den meisten anderen Naturwissenschaften am Ende eines jeden Forschungsprojekts. Auch bei den anschaulichsten Studien kann das schlussendliche Paper dem Verfasser den letzten Nerv rauben. „Das Paper-Protokoll“ zeigt eine einfache Vorgehensweise auf, um in 4 verschiedenen Phasen zu einem Endprodukt zu gelangen, das den wissenschaftlichen Ergebnissen den adäquaten Rahmen gibt.

Zielgruppe:

Das Buch richtet sich an Wissenschaftler, Doktoranden oder Postdocs aus den Bereichen Medizin, Biologie, Biochemie und anderen Naturwissenschaften. Es eignet sich aber auch für Bachelor- und Masterarbeiten.

Aufbau / Didaktik:

Nach einer kurzen Einführung zeigt das Buch 4 verschiedene Phasen der Erstellung eines Papers auf: Konzept & Abstract (Schlüsselergebnisse, Kernaussagen), Outline (Argumentation, Planung), Rohfassung (Verständlichkeit, Prägnanz) und Überarbeitung (Sprache, Stil, Formalitäten). Diese 4 Phasen werden in dem jeweiligen Kapitel genau erklärt und mit sinnvollen Tipps und Hinweisen zu häufigen Fehlern vervollständigt. Abgeschlossen wird das Buch mit Tipps zur Schreibsituation, dem eigenen Anspruch und dem sinnvollen Einsatz des Buches im Prozess der Papererstellung. Im Anhang findet sich eine Aufzählung wichtiger englischer Verben in wissenschaftlichen Texten, praktische Beispiele umständlicher und prägnanter Formulierungen sowie Hinweise zum Einsatz von Satzzeichen in englischsprachigen Texten.

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Rezension: „Promotion“

Promotion - Die medizinische Doktorarbeit - von der Themensuche bis zur DissertationDie Doktorarbeit ist für viele von uns die einzige wissenschaftliche Arbeit im ganzen Studium, die wir selbst verfassen. Kein Wunder, dass dieser großen Aufgabe mit viel Respekt begegnet wird! Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, haben wir für euch die vierte Auflage von „Promotion: Die medizinische Doktorarbeit – von der Themensuche bis zur Dissertation“ testgelesen.

Zielgruppe:

Natürlich eignet sich „Promotion“ vor allem für Studenten und Ärzte, die gerade ihre Doktorarbeit schreiben. Ein Blick in das Buch lohnt sich aber bereits im Vorhinein, damit man direkt weiß, worauf zu achten ist.

Aufbau / Didaktik:

Das Buch besteht aus zehn Kapiteln, die den Doktoranden vom Promotionsbeginn über die Anfertigung der Dissertationsschrift bis hin zur Disputation begleitend zur Seite stehen. Die ersten Kapitel widmen sich den Grundlagen, wie z.B. Vorteile einer Promotion, Formalitäten, Themensuche und wissenschaftstheoretische Grundlagen. Ein großes Kapitel behandelt das „Thema des Grauens“: die Statistik. Zwar gibt es an den meisten Universitäten einen Statistiker, mit dem man bestimmte Fragestellungen seiner Doktorarbeit diskutieren kann, dennoch hilft es natürlich ungemein, wenn man zumindest die Grundlagen der medizinischen Statistik beherrscht. Mindestens genauso wichtig ist die gute Literaturrecherche, weshalb auch hierzu ein Kapitel im Buch zu finden ist. weiterlesen Rezension: „Promotion“

Rezension: „Wie schreibe ich eine Doktorarbeit“

Wie schreibe ich eine Doktorarbeit - Leitfaden für Mediziner und ZahnmedizinerViele Medizin- und Zahnmedizinstudenten entwickeln im Laufe des Studiums das Ziel eine Doktorarbeit zu schreiben. Die Motivation rührt meist von der Aussicht auf den Titel und bessere Karrierechancen her, aber natürlich gibt es auch Studenten, die dadurch testen möchten, in wie weit eine Forschungslaufbahn in Betracht kommt. Da das Anfertigen einer Promotion zu den Fleißaufgaben des Studiums gehört, sind viele Anwärter auf sich alleine gestellt. Umso wichtiger ist es deshalb sich durch die richtige Literatur auf das Unterfangen Doktortitel vorzubereiten. Das Buch „Wie schreibe ich eine Doktorarbeit“ liefert Struktur und Antworten auf viele Fragen.

Zielgruppe:

Der Leitfaden richtet sich vor allem an Mediziner und Zahnmediziner, die mit dem Gedanken spielen zu promovieren. Die meisten Studenten tun das in den fortgeschrittenen Semestern, wenn man sich an die Belastung durch das Studium gewöhnt hat. Da das Buch aber auch viele allgemeingültige Tipps zur Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten enthält, dürften auch andere Akademiker darin Antworten auf ihre Fragen finden.

Aufbau / Didaktik:

„Wie schreibe ich eine Doktorarbeit?“ gliedert sich in 4 Kapitel, die den Phasen der Erstellung gleich kommen. Nach dem „Vorbereiten“ und dem anschließenden „Durchführen“ der Studie geht es an das „Analysieren“ und das abschließende „Schreiben“. Die Kapitel gliedern sich natürlich wiederum in kleinere Unterpunkte. Die Abschnitte sind jeweils ansprechend kurz und prägnant geschrieben und bieten neben einigen „Tipps“ im Text auch häufig noch Hinweise zu weiterführender Literatur.

Inhalt:

Nach einem einführenden Überblick über die verschiedenen Arten von Promotionen wird in diesem Buch inhaltlich gerade auf die Struktur im Ablauf der einzelnen Phasen der Erstellung einer Doktorarbeit großen Wert gelegt. weiterlesen Rezension: „Wie schreibe ich eine Doktorarbeit“