Durch den TMS die Wartezeit verkürzen

In Deutschland gibt es knapp 11.000 Studienplätze für das Studium der Humanmedizin. Der größte Teil davon (9000) entfällt auf Plätze, die zum Wintersemester vergeben werden. Im Jahr 2014/2015 bewarben sich 43002 Interessenten, das entsprach also einer Quote von fast 5 Bewerbern pro Studienplatz. Und die letzten Semester zeigen, dass die Anzahl an Bewerbern weiter steigt, während das Potential zum Ausbau neuer Studienplätzen an den Universitäten fast erschöpft scheint. Das Resultat dieses Mediziner-Booms sind lange Wartezeiten für all diejenigen, deren Abiturnote nicht zu den allerbesten des Landes gehört.

Für viele Interessenten ergibt sich damit eine fast unüberbrückbare Wartezeit von bis zu 6 Jahren. Klar, dass sich aufgrund dieses Umstands viele Abiturienten nach alternativen Berufswünschen umschauen, weil das Medizinstudium mit 6 Jahren ja sowieso schon eine lange Regelstudienzeit aufweist. Doch seit ein paar Jahren lässt sich die Wartezeit an vielen Unis durch den sogenannten Medizinertest verkürzen.

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Kurzinfo: Studienplatzklage

Eine Studienplatzklage kann den erhofften Einstieg ins Wunschstudium erbringenDie zulassungsbeschränkten Studiengänge (hauptsächlich Humanmedizin, Zahnmedizin, Tiermedizin, Pharmazie) sind seit jeher schon sehr beliebt und werden jährlich von Tausenden als Wunschfach ausgegeben. Der leichteste Weg zum sicheren Studienplatz führt über eine sehr gute Abitursnote zwischen 1,0 und meistens 1,4 (Numerus clausus, NC). Wer diese nicht vorweisen kann, hat aber auch noch andere Möglichkeiten einen Platz zu bekommen: Neben einer Wartezeitquote für diejenigen, die die längste Wartezeit seit dem Abitur mitbringen, gibt es auch einen bestimmten Anteil an Studienplätzen, der von den Universitäten direkt anhand gewisser Auswahlkriterien (Bestimmte Fachnoten, Zulassungstests oder Auswahlgespräche) vergeben wird.

Reicht all das auch nicht für einen Platz, gibt es noch zwei andere Optionen: Zum Einen kann man versuchen durch einen bezahlten Studienplatz in Österreich, Ungarn oder Polen nach dem 1. Staatsexamen nach Deutschland zu wechseln. Die andere, ebenfalls nicht ganz billige Idee, ist die Klage auf einen Studienplatz.

Ziel dieser Klage ist es, einen Studienplatz aufgrund von der Universität noch nicht ausreichend genutzten Kapazitäten zu erwirken. Der Erfolg beispielsweise einer Medizin Studienplatzklage ist dabei oftmals nicht ganz abzusehen, wird aber aussichtsreicher, wenn man sich an eine erfahrene, darauf spezialisierte Anwaltskanzlei wendet. Außerdem variieren die Aussichten je nach Anzahl der eingelegten Klagen und Kläger. Mit ungefähr 2000 Euro sollte man aber trotzdem rechnen.

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