Rezension: „Mündliche Prüfung Anatomie“

Mündliche Prüfung AnatomieNach dem Anatomiekurs oder spätestens im mündlichen Physikum ist es für jeden Medizinstudenten so weit: eine mündliche Prüfung im Fach Anatomie steht an. Genau dafür gibt es seit April ein spezielles Vorbereitungsbuch. Wir haben es probegelesen.

Zielgruppe:

Das Buch richtet sich an Medizin- und Zahnmedizinstudenten, denen im Rahmen ihres Anatomiekurses oder im Physikum eine mündliche Prüfung in diesem Fach bevorsteht.

Aufbau / Didaktik:

Das Prüfungsvorbereitungsbuch gliedert sich anhand der einzelnen Organe und Organsysteme in 9 Kapitel. Von den „oberen Extremitäten“ bis zum „Hör- und Gleichgewichtsorgan“ findet man jeweils Fragen zur makroskopischen sowie zur klinischen und topografischen Anatomie. Klinische Bezüge und Übersichtstabellen erleichtern die Wiederholung vor der Prüfung genauso wie Abbildungen aus dem Prometheus. Das komplette Buch ist nach dem Kauf per Code auch über die eRef-Bibliothek von Thieme abzurufen.

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Rezension: „Duale Reihe Innere Medizin“

Duale Reihe Innere MedizinFast 1500 Seiten widmet die Duale Reihe Innere Medizin dem wichtigsten medizinischen Fachbereich neben der Chirurgie. Wann sollte man sich diesen dicken Schinken zulegen und für wen lohnt er sich überhaupt? Wir haben einen Blick in die 4. Auflage geworfen.

Zielgruppe:

Für das Medizinstudium alleine ist das Buch definitiv zu ausführlich. Und für Medizinstudenten, die schon wissen, dass sie später kein Internist werden möchten, sicher auch. Die Duale Reihe Innere Medizin eignet sich eher für ausgewiesen Innere-Fans, die das Buch dann auch ohne Weiteres auch während der Assistenzzeit zum Nachlesen gebrauchen können.

Aufbau / Didaktik:

Das Buch gliedert sich in insgesamt 17 Kapitel, die wiederum in mehrere Unterkapitel aufgeteilt sind. Jedes Kapitel befasst sich mit einer internistischen Unterdisziplin (Kardiologie, Angiologie, Pneumologie, Gastroenterologie…) oder einem Organsystem (Säure-Basen-Haushalt, Leber, Galle, Pankreas). Natürlich findet man am Rand jeder Seite zusammenfassende Worte wie es sich für eine Duale Reihe gehört. Neben Definitionen, fettgedruckten Begriffen und Unterteilungen (Diagnostik, Klinik, Therapie…) und Exkursen gibt es auch die Thieme-typischen Merke-Kästen, die rötlich unterlegt sind. Abbildungen von Sonografie-, Röntgen- oder CT-Bildern sowie weitere klinische Bilder runden das designtechnische Angebot zwar insgesamt ab, trotzdem würde man sich etwas mehr Struktur bei der Wahl der fettgedruckten Begriffe oder bei der Wahl der Absätze wünschen.

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Rezension: „Kurzlehrbuch Dermatologie“

Kurzlehrbuch DermatologieDermatologie wird von vielen Medizinstudenten relativ schnell im klinischen Studienabschnitt abgehakt. Manchmal reichen aber die Vorlesungen oder das Praktikum nicht aus, um einen guten Überblick über das Fach zu bekommen. Oder man möchte das Präsentierte einfach vertiefen. In solchen Fällen kann das Kurzlehrbuch Dermatologie von Thieme weiterhelfen. Wir haben es probegelesen.

Zielgruppe:

Als Kurzlehrbuch es sich vor allem für alle Medizinstudenten, die einen guten Überblick über das Fach bekommen möchten und sich damit auf die Abschlussklausur oder auch eine Famulatur / ein PJ-Tertial vorbereiten möchten. Auch im Zahnmedizinstudium kann das Kurzlehrbuch Dermatologie für das Examen eine große Hilfe darstellen.

Aufbau / Didaktik:

In insgesamt 23 Kapiteln werden die gängigsten und wichtigsten dermatologischen Krankheitsbilder knapp aber prägnant vorgestellt. Einführende klinische Fälle stellen zu Anfang eines Kapitels den Praxisbezug her. Merke-Kästen, Exkurse und farblich hervorgehobene Begriffe helfen ebenso die wichtigsten Inhalte zu verstehen wie Tabellen und die in der Dermatologie maßgebenden Abbildungen. Außerdem zeigen die sogenannten „Key Points“ am Anfang eines Abschnitts an, worauf das Augenmerk zu richten ist. Insgesamt entfaltet das Buch seine Stärken vor allem durch die designtechnisch gut abgestimmte Aufmachung.

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Rezension: „Duale Reihe Pädiatrie“, 5. Auflage

Duale Reihe PädiatrieNach 6 Jahren wurde im Mai dieses Jahres die Duale Reihe Pädiatrie neu aufgelegt. Nachdem auch die 4. Auflage dieses Lehrbuchs sehr erfolgreich war, wurden die Inhalte nun überarbeitet und aktualisiert.

Zielgruppe:

Die Duale Reihe Pädiatrie eignet sich vor allem für Medizinstudenten, die Famulaturen oder das Wahltertial in der Kinderklinik absolvieren. Außerdem gibt das Buch auch einen schönen Überblick für pädiatrische Assistenzärzte und kann so auch als Nachschlagewerk am Anfang des Berufsweges dienen.

Aufbau / Didaktik:

Von der Diagnostik über das Wachstum und die Entwicklung bis hin zu speziellen Krankheitsbildern und der Kinder- und Jugendpsychiatrie gibt das Buch in 26 Kapiteln einen gewohnt soliden Einblick in die Kinder- und Jugendmedizin. Wie immer werden die wichtigsten Inhalte am Seitenrand der Dualen Reihe als eine Art Kurzlehrbuch zusammengefasst und natürlich dürfen auch die bekannten Merke-Kästen, grafisch abgehobene Definitionen, klinische Fälle, Tabellen und Schaubilder nicht fehlen. Im Anhang am Ende des Buches kann man Referenzwerte für das Kindesalter und Perzentilenkurven nachschlagen.

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Rezension: „Anästhesiologische Pharmakotherapie“

Anästhesiologische Pharmakotherapie (Thieme)Fragt man nach pharmakologischen Grundlagen, wird meist nicht nur innerlich laut aufgestöhnt. Pharmakologie hat den Ruf eines ausgesprochen trockenen Faches, das von vielen nur zu gern „auf Lücke“ gelernt wird. Ärgerlich wird es dann, wenn zu einem essentiellen Bestandteil des alltäglichen Berufslebens wird. In der Anästhesie wird man auch mit größter Mühe nicht um ein fundiertes Pharmakologie-Wissen herumkommen, weshalb wir für euch einen Blick in eines der Standardwerke geworfen haben, das Buch „Anästhesiologische Pharmakotherapie“ von Holger Thiel und Norbert Roewer.

Zielgruppe:

Wie der Titel schon ankündigt, richtet sich das Lehrbuch vor allem an Anästhesisten. Für Assistenzärzte ist es in jedem Fall sinnvoll, wir lehnen uns allerdings noch etwas weiter aus dem Fenster und sagen, dass selbst nach dem vollendeten Assistenzarzt noch die ein oder andere wichtige Erkenntnis aus dem Buch gezogen werden kann.

Aufbau / Didaktik:

Jedes Kapitel beginnt mit einer kurzen Einleitung in die Thematik und das Anwendungsgebiet der jeweiligen Medikamentengruppe und beschreibt dann die pharmakologischen Wirkungen und Nebenwirkungen. Zahlreiche Tabellen, Abbildungen und Merkkästen lockern den Textfluss auf, dennoch täuschen diese über eine gewisse „Trockenheit“ der Materie nicht hinweg. In vielen aktuellen Lehrbüchern beginnen Kapitel mit einem Fallbeispiel, um theoretisches Wissen praxisrelevanter zu gestalten. Fallbeispiele könnten auch in diesem Lehrbuch deutlich zu einer Entzerrung der Masse an Fakten führen und so zu einem verbesserten Verständnisses des Stoffes beitragen. Zudem könnten farbige Textmarkierungen zu einem angenehmeren Leseerlebnis führen.

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Rezension: „Memorix Zahnmedizin“

Das Memorix Zahnmedizin von Thieme.Das „Memorix Zahnmedizin“ ist das erste deutschsprachige zahnmedizinische Kompendium für die Kitteltasche und gehört schon seit Jahren zu den Klassikern im Zahnmedizinstudium. Ob sich die Anschaffung des „Kleinen Webers“ auch für euch lohnt, haben wir getestet.

Zielgruppe:

Das „Memorix Zahnmedizin“ richtet sich vor allem an Zahnmedizinstudenten und Assistenzzahnärzte, lässt sich aber auch nach erfolgreichem Abschluss zum Nachschlagen der wichtigsten Fakten verwenden.

Aufbau / Didaktik:

Das Kompendium von Weber gliedert sich in 18 Kapitel und präsentiert alle zahnmedizinischen Themen. Dabei werden vor allem in den ersten Kapiteln die relevanten Grundlagen gelegt und nach und nach alle klinischen Fächer abgehandelt. Dabei setzt der „Kleine Weber“ auf ein sehr schlichtes und ordentliches Design. Viele Tabellen und schematische Zeichnungen ergänzen die Fließtexte und Stichpunkte. Reale Patientenbilder gibt es nicht – das ist aber auch gar nicht nötig, da das Memorix das Ziel verfolgt, ein gut strukturiertes und zusammenfassendes Werk der Zahnmedizin zu sein. Wie von Thieme gewohnt, lässt sich auch hier der Inhalt des Buches als Online-Version in der Datenbank eRef abrufen.

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Rezension: „Endspurt Vorklinik: Chemie“

Endspurt Vorklinik: Chemie (Thieme)Die Chemie gilt als eines der schwierigsten Fächer der Vorklinik. „Sicher und effizient zum Physikum“, das verspricht die 4. Auflage der Endspurt-Skriptenreihe auch für dieses „Angstfach“ vieler Studierender.

Zielgruppe:

Die Skriptenreihe richtet sich primär an Medizinstudierende in der Physikumsvorbereitung, kann jedoch auch in Vorbereitung der Chemie-Klausur(en) genutzt werden. Wenn einen mal das Gefühl beschleichen sollte, die Zusammenhänge nicht mehr zu sehen, kann man hier eine übersichtliche Definition finden und so für sich etwas Ordnung hinter die Begriffe bekommen. Abgesehen vom Komplexbildungs-Kapitel überzeugt die Struktur und Reihenfolge der Unterkapitel, besonders lobend hervorzuheben ist meines Erachtens Zum Lerneinstieg oder als Lehrbuchersatz ist das 96 Seiten starke Heft jedoch denkbar ungeeignet.

Aufbau / Didaktik:

Das Heft ist in 3 Lernpakete gegliedert (Grundlagen, Organik-Grundlagen, Organik-Stoffklassen). Der Großteil der Unterkapitel kann dabei mit einem „roten Faden“ aufwarten. Die Molekülzeichnungen und Graphen sind übersichtlich. In den Text eingefügt sind zahlreiche Lerntipps-Kasten zum zielfixierten Lernen bzw. der Schwerpunktlegung. Meistens hilfreich ist hierzu auch die gelbe Hinterlegung der in den letzten Jahren vom IMPP im Physikum besonders häufig gefragten Inhalte; im Einzelfall mögen v. a. die Fazitkästen manchmal etwas zu sehr darauf ausgerichtet wirken. Grafisch gesehen fügen sich diese Kästen und Tabellen nicht immer so klar in den Fließtext ein, das ist aber dem kompakten Format geschuldet. Nützlich zum schnellen Nachschlagen ist auch ein Sachwortverzeichnis am Schluss.

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