Kurzinfo: Studienplatzklage

Eine Studienplatzklage kann den erhofften Einstieg ins Wunschstudium erbringenDie zulassungsbeschränkten Studiengänge (hauptsächlich Humanmedizin, Zahnmedizin, Tiermedizin, Pharmazie) sind seit jeher schon sehr beliebt und werden jährlich von Tausenden als Wunschfach ausgegeben. Der leichteste Weg zum sicheren Studienplatz führt über eine sehr gute Abitursnote zwischen 1,0 und meistens 1,4 (Numerus clausus, NC). Wer diese nicht vorweisen kann, hat aber auch noch andere Möglichkeiten einen Platz zu bekommen: Neben einer Wartezeitquote für diejenigen, die die längste Wartezeit seit dem Abitur mitbringen, gibt es auch einen bestimmten Anteil an Studienplätzen, der von den Universitäten direkt anhand gewisser Auswahlkriterien (Bestimmte Fachnoten, Zulassungstests oder Auswahlgespräche) vergeben wird.

Reicht all das auch nicht für einen Platz, gibt es noch zwei andere Optionen: Zum Einen kann man versuchen durch einen bezahlten Studienplatz in Österreich, Ungarn oder Polen nach dem 1. Staatsexamen nach Deutschland zu wechseln. Die andere, ebenfalls nicht ganz billige Idee, ist die Klage auf einen Studienplatz.

Ziel dieser Klage ist es, einen Studienplatz aufgrund von der Universität noch nicht ausreichend genutzten Kapazitäten zu erwirken. Der Erfolg beispielsweise einer Medizin Studienplatzklage ist dabei oftmals nicht ganz abzusehen, wird aber aussichtsreicher, wenn man sich an eine erfahrene, darauf spezialisierte Anwaltskanzlei wendet. Außerdem variieren die Aussichten je nach Anzahl der eingelegten Klagen und Kläger. Mit ungefähr 2000 Euro sollte man aber trotzdem rechnen.

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Medizintechnik – Branche mit Zukunft und Innovation

Die Bildgebenden Verfahren mit CT und MRT nehmen den größten Teil der innovativen Medizintechnik ein.Der wissenschaftliche und industrielle Bereich rund um die Medizin und die Pharmazie wächst stetig. Neben den klassischen gesundheitsorientierten Berufen, gibt es auch immer spezifischere Berufe, die das Ingenieurwesen mit der Medizin verbinden. So verzeichnet die Medizintechnik-Branche seit Jahren steigende Absatzzahlen und wird deshalb durch Fördergelder des Bundes noch weiter unterstützt.

Neben dem klassischen Ausbildungsberuf des Medizintechnikers gibt es nun seit einiger Zeit auch allgemeine und speziellere Bachelor- (drei Jahre) und Master-Studiengänge (zwei Jahre) an vielen deutschen Universitäten, die dann mit dem Bachelor oder Master of Science abschließen. In den USA gibt es auch schon viele PhD-Programme in dieser Branche. Neben dem klassischen Ingenieurfach Physik werden dabei vor allem medizinische Informatik, biomedizinische Technik und Klinik-Ingenieurwesen (Biotechnik, Molekularbiologie und Hygientechnik) gelehrt. Außerdem können auch medizinische Fächer wie Physiologie oder auch Anatomie mit einem Präparationskurs zum Lehrplan gehören.

Die Innovationskraft der Medizintechnik-Branche haben seit ein paar Jahren auch führende Wirtschaftskräfte und Politiker des Bundesministerium für Bildung und Forschung erkannt. Kleine und mittelständische Unternehmen dieses Bereichs werden mit Geldern des Bundes auch 2014 wieder verstärkt unterstützt, um den Innovationsprozess der Medizintechnik in Deutschland weiter voran zu treiben. Außerdem sollen Neuerungen auch schneller zur Anwendung kommen und so dem Patienten im Krankenhaus oder in der ambulanten Behandlung direkt zugute kommen. Derzeit verzeichnet das Bundesministerium für Forschung und Technologie circa 1100 laufende öffentliche medizintechnische Forschungsprojekte. Geht man nach der internationalen Literatur sind vor allem die immer einflussreicheren „Bildgebenden Verfahren“ (Röntgen, CT, MRT, Endoskopie) das derzeit bedeutendste Forschungsgebiet.

Das weltweit einflussreichste Medizintechnik-Unternehmen ist das ursprüngliche Pharmaunternehmen Roche aus der Schweiz mit 31,2 Millarden Euro Umsatz in diesem Bereich im Jahr 2007. Danach folgen in dieser Rangliste die amerikanischen Konzerne Abott, Johnson & Johnson und General Electric. Mit knapp 10 Millarden Euro Jahresumsatz liegen Fresenius Medical Care und das traditionsreiche Münchener Unternehmen Siemens als deutsche Vertreter in Lauerstellung auf die Konkurrenz.

Die Medizintechnik verbindet also die beiden Jobgaranten Medizin und das Ingenieurwesen und ist deshalb eine zukunftsorientierte, aufstrebende Branche in der westlichen Arbeitswelt.

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