Rezension: „Neurologie hoch2“

Neurologie hoch2Das neue „hoch2-Konzept von Elsevier gibt es neben der Pädiatrie-Ausgabe auch für die Neurologie: Im Kernteil jeder Seite findet man die Texte der beiden Autoren, am Seitenrand fassen drei verschiedene Studenten / Assistenzärzte die Inhalte zusammen und stellen die in Ihren Augen wichtigsten Informationen heraus.

Zielgruppe:

Das Buch richtet sich vor allem an Neurologie-interessierte Studenten, die in diesem Bereich eine Famulatur oder ein PJ-Tertial planen. Für die Studenten, die Neurologie als ein Fach unter vielen im Studium sehen, dürfte der Inhalt an manchen Stellen etwas ausführlich sein.

Aufbau / Didaktik:

Von den neurologischen Untersuchungsmethoden, über nach Symptomen oder Ursachen geordnete neurologische Krankheitsbildern bis hin zur Neuroradiologie wird das studentische Neuro-Wissen in insgesamt 22 Kapiteln geschult. Dabei kommen die gleichen didaktischen Stilmittel zum Einsatz wie schon im Buch „Pädiatrie hoch2„: Merke-Kästen, Cave-Kästen, Praxis- und Lerntipps findet man genauso wie zusammenfassende Tabellen und anschauliche Illustrationen über das gesamte Buch verteilt. Außerdem gibt es am Ende eines jeden Kapitels einige Übungsfragen für die mündliche Prüfung mit den entsprechenden Lösungen. Im Anhang des Buches sind die Lernziele des aktuellen NKLM (Nationaler kompetenzbasierter Lernzielkatalog Medizin) aufgeführt, falls man davon einen Überblick bekommen möchte. Das Layout des Lehrbuches überzeugt mit bewussten Farbwechseln und ist eingängig, allerdings missfällt uns etwas die kleine Schrift, die vor allem in den Kästen für die Praxis- und Lerntipps zu finden ist.

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Rezension: „Physiologie“ (Speckmann; Elsevier)

Physiologie (Elsevier) von Erwin-Josef Speckmann.Das große Lehrbuch „Physiologie“ von Elsevier gibt es seit einem Jahr in der 6. Auflage. Damit ist es nun auch im aktuellen modernen Design des Verlags erhältlich.

Das Buch teilt sich auf in 21 Kapitel, von denen wie üblich die ersten (Allgemeine Zellphysiologie; Elemente des Nervensystems und ihre Funktionen; Allgemeine Neurophysiologie; Sensorisches System; Motorisches System; Integrative Funktion des Nervensystems) die theoretischen Grundlagen zum Verständnis der weiteren liefern. Das Kapitel „Altern und Tod“ gibt es dann noch online über Elsevier-Plus abzurufen, sodass insgesamt jedes für das Physikum relevante Thema durch das Buch abgedeckt wird. Die Texte sind nicht immer einfach zu lesen, was aber natürlich auch an den teilweise schwierigen Zusammenhängen liegt.

Die Abbildungen sind zwar leider nicht immer sonderlich groß, jedoch meistens trotzdem sehr aussagekräftig und wichtig für das Verständnis. Leider konnten wir nicht herausfinden, wieviele Abbildungen sich genau im Buch befinden, aber die Anzahl ist auf jedenfall ausreichend.

Wer nicht unbedingt die gebundene Ausgabe des Lehrbuchs benötigt, kann durch den Kauf der Kindle-Version 21 Euro sparen. Aber auch, wer das Buch gekauft hat, muss dies nicht unbedingt immer mit in die Uni schleppen, denn durch das Angebot von Elsevier-Plus lassen sich die Inhalte auch online abrufen. Außerdem bekommt man einen zeitlich begrenzten Zugang zu IMPP-Fragen aus dem Bereich der Physiologie, wodurch sich natürlich besonders physikumsorientiert lernen lässt.

Fazit:

„Physiologie“ von Elsevier ist ein komplettes und umfassendes Buch für dieses großes Fach der Vorklinik. Wie wir bereits in früheren Rezensionen von Physiologiebüchern geschrieben haben, sind wir der Meinung, dass ein so großes Buch schon zur Grundausstattung eines Vorklinikregals gehört. Natürlich steht auch häufig zu viel über einige Themen darin, aber dafür bekommt man auf alle Fragen eine Antwort. Punktabzüge gibt es für den stolzen Preis, aber wie schon geschrieben, gibt es ja auch die Möglichkeit auf die Kindle-Version auszuweichen.

Kurzinfo:

Autor(en): Erwin-Josef Speckmann, Jürgen Hescheler, Rüdiger Köhling
Verlag: Elsevier
Auflage: 6.
Erscheinungsjahr: 2013
Seitenanzahl: 888
Abbildungen:
Nicht beziffert
Preis: 69,99 €

Bewertung:

Inhalt: [s3r star=5/5]
Verständlichkeit: [s3r star=4/5]
Übersichtlichkeit: [s3r star=5/5]
Layout: [s3r star=5/5]
Preis-Leistungs-Verhältnis: [s3r star=3/5]
Gesamtbewertung: [s3r star=4,4/5]

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Rezension: „MEX Klinik“

MEX Klinik von ElsevierFür alle Medizinstudenten, die die mündliche Prüfung im 2. Staatsexamen noch nach der alten Approbationsordnung ablegen, findet diese meistens 3-4 Wochen nach dem schriftlichen Examen statt. Prüflinge der neuen Approbationsordnung haben zwischen den beiden Prüfungsteilen noch das Praktische Jahr abzuleisten. In jedem Fall ist die Vorbereitung auf die mündliche Prüfung gesondert zu betrachten und erfordert meist andere Fähigkeiten als das Kreuzen.

Das Kompendium „MEX Klinik“ von Elsevier bereitet zielgerichtet auf das von vielen Studenten ungeliebte mündliche Examen vor. Dabei werden zu Anfang erst einmal der formale Ablauf der beiden Prüfungstage und die dabei angewandten Bewertungskriterien von einem langjährigen Prüfer erläutert. Das schafft einen angenehmen Rahmen und gibt dem ein oder anderen Prüfling bestimmt mehr Sicherheit, die oftmals von Schauergeschichten der Kommilitonen torpediert wird.

Im zweiten Kapitel werden wichtige Differentialdiagnosen und Untersuchungsmethoden behandelt. Dabei erkennt man schnell die Fülle des Lernstoffs. Wenn man sich aber mit ausreichender Gelassenheit und Ruhe mit den Seiten vertraut macht, erkennt man vieles vom Lernen auf die schriftliche Prüfung wieder. Das dritte Kapitel dient dann dazu die wichtigsten Leitsymptome entsprechend einzuordnen. Dazu bedienen sich die Autoren farbig unterlegter Schaubilder, die auf den ersten Blick etwas erdrückend wirken, vor allem beim Besprechen in der Gruppe aber sofort logisch sind.

Die abschließenden drei Kapitel dienen dem Behandeln von internistischen, chirurgischen und fächerübergreifenden Fällen, die den generellen Aufbau „Anamnese“, „Untersuchungsbefunde“ und „Fragen und Antworten“ einnehmen. Diese Seiten sollte man auf jedenfall in der Lerngruppe oder zumindest zu Zweit besprechen, nachdem man sie am besten schon mal gelesen hat. Dabei merkt man nämlich schnell, was man noch nicht ganz verstanden hat und kann zusammen versuchen diese Lücken zu schließen.

Fazit:

Es gibt Lerntypen, die sogar für die mündliche Prüfung im Staatsexamen alleine lernen, aber die meisten bestreiten zumindest einen Teil der Vorbereitung in der Gruppe, eventuell direkt in der Prüfungsgruppe, in der sie geprüft werden. Genau dann macht das „MEX Klinik“ am meisten Sinn. Allerdings sollte sich jeder Teilnehmer der Lernsession vorher auf den zu besprechenden Teil vorbereitet haben. Neben den Schaubildern und dem klaren Layout besticht das Kompendium vor allem durch seine kompakte Form, in der es trotzdem das größte Stoffgebiet der Fächer Innere Medizin und Chirurgie abdeckt. Für die mündliche Prüfung also wirklich lohnenswert.

Kurzinfo:

Autor(en): Verschiedene
Verlag: Elsevier
Auflage: 1.
Erscheinungsjahr: 2013
Seitenanzahl: 504
Abbildungen:
208
Preis: 39,99 €

Bewertung:

Inhalt: [s3r star=4/5]
Verständlichkeit: [s3r star=5/5]
Übersichtlichkeit: [s3r star=4/5]
Layout: [s3r star=5/5]
Preis-Leistungs-Verhältnis: [s3r star=5/5]
Gesamtbewertung: [s3r star=4,6/5]

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