Rezension: „BASICS Urologie“

Das BASICS Urologie verschafft einen guten Überblick über die Urologie und eignet sich vor allem für Medizinstudenten.Seit circa einem Monat gibt es das BASICS Urologie von Elsevier in der 4. Auflage. Wir haben das brandneue Buch für Euch probe gelesen.

Zielgruppe:

Wie gewohnt richten sich die BASICS-Hefte an Medizinstudenten, die in relativ kurzer Zeit einen guten Überblick über ein Fach bekommen wollen. Das lohnt sich nicht nur vor der Klausur und dem Blockpraktikum, sondern auch vor einer Famulatur oder dem urologischen PJ-Tertial.

Aufbau / Didaktik:

Wie bei der BASICS-Reihe üblich, gliedert sich das Buch in einen allgemeinen (Grundlagen der Entwicklung des männlichen Geschlechts, Grundlagen der urologischen Anamnese und Therapie) und einen großen speziellen Teil. Dieser teilt sich wiederum in folgende Unterkapitel auf: Fehlbildungen, Störungen der Harnentleerung, Schmerzen, Hämaturie, weitere Tumoren des Mannes, Nebenniere, venerische Infektionen, geschlechtsspezifische urologische Erkrankungen, spezielle Themen. Abschließend finden sich 3 Fallbeispiele mit mehreren Fragen zum Ausarbeiten.
Am Ende jedes Unterkapitels findet sich eine kurze Zusammenfassung zum Rekapitulieren der wichtigsten Fakten. Wie gewohnt, verfügt auch dieses BASICS-Heft über ein übersichtliches, modernes Design mit angenehmen Schriftbild und eingängigen Erklärungen.

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Kurzvorstellung: Urologie – Zwischen Niere und Prostata

Die Urologie wird an den meisten Universitäten im Studentenunterricht relativ kurz abgehandelt. Das Blockpraktikum bringt es vielerorts auf nur einen Tag im Krankenhaus und die Vorlesungen werden maximal ein Semester lang gehalten.

Die Urologie befasst sich unter anderem mit Erkrankungen der bildenden und ableitenden HarnwegeTrotzdem entscheiden sich immer mehr Studenten für die Urologie als Wahlfach im praktischen Jahr oder testen das Interesse bei einer Famulatur in diesem Bereich. Denn genau wie Gynäkologie, HNO oder die Augenheilkunde handelt es sich bei der Urologie auch um ein sogenanntes halboperatives Fach. Die Chirurgie nimmt einen großen Teil der Arbeit eines Urologen ein, ist aber nicht das einzige Mittel. Die Aufgabenbereiche in diesem Fach beziehen sich hauptsächlich auf die harnbildenden und harnableitenden Organe, also Niere, Blase, Harnleiter und -röhre und die männlichen Geschlechtsorgane wie die Prostata, Penis und die Hoden. Auch die erektile Dysfunktion und ihre medikamentöse Therapie ist eine wichtiges Thema in der Urologie (entsprechende Arzneimittel findet man beispielsweise auf kamagra24.com). Durch diese Bereiche gibt es einige Überschneidungen zu anderen Fächern, wie der Nephrologie, Gynäkologie, Onkologie, Neurologie, Chirurgie oder durch die Behandlung der Geschlechtskrankheiten auch zur Dermatologie.

Zu einem Urologen gehen die meisten Männer erst ab dem 50. Lebensjahr oder wenn sie Beschwerden haben. Dabei ist eine Vorsorgeuntersuchung für eine Prostatahyperplasie beispielsweise schon ab dem 40. Lebensjahr sinnvoll und wird ab 45 dann auch von den Krankenkassen bezahlt, da das daraus möglicherweise entstehende Prostatakarzinom nicht nur die häufigste urologische Krebserkrankung ist, sondern bei Männern in Industrinationen generell die meist verbreiteste Malignomart darstellt und im frühen Stadium noch gut zu behandeln ist.

Die Urologie befasst sich unter anderem mit den Geschlechtsorganen des MannesIm Jahr 2006 waren in Deutschland circa 6400 Urologen gemeldet, von denen 4900 ungefähr drei Viertel auch ärztlich tätig waren. Nur ungefähr 500 davon waren Frauen. Die Facharztausbildung zum Urologen dauert wie die meisten anderen auch 5 Jahre und findet zumeist in einer Klinik statt, denn neben dem stationären Alltag zählt dabei vor allem auch, dass man für die Weiterbildung auf die dafür wichtigen Operationen kommt. Selbst, wenn man aber als junger Arzt nicht sofort in einer urologischen Abteilung unterkommt, gibt es in der urologischen Facharztausbildung auch einen sogenannten Common Trunk, also einen Weiterbildungskatalog, der sich mit dem anderer Facharztrichtungen überschneidet. Man kann dann also auch zum Beispiel erst einmal in der Allgemeinchirurgie anfangen und kommt der Facharztprüfung für Urologen trotzdem näher.

Interessant ist außerdem, dass die Urologie ein Fach ist, das neben chirurgischen Elementen auch die Möglichkeit bietet sich später einmal niederzulassen und damit in der ambulanten Versorgung tätig zu werden. Man bekommt also die Möglichkeit später einmal in einer Praxis zu arbeiten oder auch in einer Klinik Karriere zu machen und praktiziert so immer mit den neuesten Methoden und Techniken. Ein weiterer Pluspunkt an der Urologie sind für viele die modernen, innovativen Operationsverfahren, die dort eingesetzt werden, wie beispielsweise der Da Vinci Operationsroboter, der an immer mehr Kliniken fester Bestandteil der operativen Versorgung ist.

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