Der Weg zum Doktor der Medizin (2): Was vorher geklärt sein muss

Angelina Bockelbrink gibt ihr Wissen und ihre Erfahrung im Bereich der medizinischen Wissenschaft an junge Mediziner weiter.Angelina Bockelbrink ist promovierte Medizinerin, Epidemiologin, Dozentin und Autorin. Sie hat viele Jahre in der universitären Wissenschaft gearbeitet, gelehrt und Doktoranden betreut. Als ganzheitlicher Wissenschaftscoach unterstützt und begleitet sie MedizinerInnen beim Einstieg ins wissenschaftliche Arbeiten und Schreiben.


In den einschlägigen Foren lese ich regelmäßig Fragen zur Machbarkeit oder Sinnhaftigkeit ganz konkreter Doktorarbeiten. Oft werden diese Fragen eingeleitet mit der Feststellung, dass man vergessen habe, das im Erstgespräch mit dem potenziellen Doktorvater / der potenziellen Doktormutter zu klären. Deshalb möchte ich dir hier einen Leitfaden geben, welche Themen, du unbedingt vor dem Beginn einer Doktorarbeit klären solltest.

Formale Voraussetzungen

Wenn nun also die Entscheidung gefallen ist, eine Doktorarbeit schreiben zu wollen, ist es sicher eine gute Idee, sich zuerst einmal beim Promotionsbüro zu informieren. Das Promotionsbüro fast jeder Uni hat einen eigenen Internetauftritt, wo man zumindest die Promotionsordnung und die entsprechenden Formulare für die Anmeldung einer Promotion einsehen kann.

In einem persönlichen Gespräch mit dem möglichen Doktorvater sollten Vorgehensweise und Ziele der Promotion klar besprochen werden.Die Anmeldung einer Promotion ist meist nicht von Beginn an notwendig. Inzwischen gibt es jedoch an einigen Hochschulen Bestrebungen alle begonnenen Doktorarbeiten zu erfassen. Bislang geschieht das nicht systematisch, was bedeutet, dass man zwar sehr gut weiß, wie viele Doktortitel tatsächlich vergeben werden, aber keinen Überblick hat wie viele Doktorarbeiten in einer Fakultät begonnen und möglicherweise wieder abgebrochen werden.

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Der Weg zum Doktor der Medizin (1): Finden und auswählen

Angelina Bockelbrink gibt ihr Wissen und ihre Erfahrung im Bereich der medizinischen Wissenschaft an junge Mediziner weiter.Angelina Bockelbrink ist promovierte Medizinerin, Epidemiologin, Dozentin und Autorin. Sie hat viele Jahre in der universitären Wissenschaft gearbeitet, gelehrt und Doktoranden betreut. Als ganzheitlicher Wissenschaftscoach unterstützt und begleitet sie MedizinerInnen beim Einstieg ins wissenschaftliche Arbeiten und Schreiben.


Für viele gehört er immer noch dazu: Der Doktortitel – Wer ein richtiger Arzt / eine richtige Ärztin sein will, muss eine medizinische Doktorarbeit schreiben… Es ist egal, wie schwierig oder wie leicht die Arbeit ist, was zählt, ist der Titel. Und auch wenn man selbst eigentlich gar keinen so großen Wert auf diesen Titel legt, fühlt man sich dennoch immer wieder komisch, wenn man mit „Frau Doktor“ oder „Herr Doktor“ angesprochen wird, ohne tatsächlich „Doktor“ zu sein.

Der Doktortitel gehört für viele immer noch zum Arztberuf dazu.Solange es in Deutschland noch keine anderslautenden Regelungen gibt, führt der einzige Weg zu einem „Dr. med.“ tatsächlich über die Doktorarbeit. Im engeren Sinne erforderlich ist der Doktortitel allerdings nicht. Mit der Approbation hat man alle erforderlichen Erlaubnisse sich zu jedem gewünschten Facharzt weiterzubilden, klinisch zu arbeiten oder auch eine eigene Praxis zu führen. Wer eine Tätigkeit in der Industrie anstrebt, wird mit einem Doktortitel vor allem finanzielle Vorteile erreichen können. Voraussetzung ist er allerdings auch hier nicht.

Wo findet man Doktorarbeiten?

Da die meisten Medizinstudierenden auch heutzutage eine Doktorarbeit beginnen, und das während des Studiums, gibt es einen recht großen Markt dafür. Verschiedene Arbeitsgruppen hängen die zu vergebenen Themen an (realen und virtuellen) schwarzen Brettern aus. An vielen Universitäten gibt es Doktorandenbörsen und immer wieder teilen auch Dozenten in Seminaren oder Praktika mit, dass sie Doktoranden suchen.

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Chirurgie im 21. Jahrhundert – Minimalinvasive Operationen mit dem Da-Vinci-Roboter

Der DaVinci-Roboter wird in der Urologie, Gynäkologie und Herzchirurgie eingesetzt.Minimalinvasive Operationsmethoden werden in deutschen Krankenhäusern immer mehr eingesetzt, weil die Patienten oftmals durch eine kürzere Liegedauer und weniger Komplikationen profitieren. Der von der amerikanischen Firma Intuitive Surgical entwickelte Operationsroboter „DaVinci“ ermöglicht seit ein paar Jahren sogar noch einen weiteren Schritt, der es dem Operateur erlaubt unter 3D-Sicht zu operieren. Und das, obwohl er meterweit vom Patienten entfernt an einer Konsole sitzt. Der Roboter besitzt neben einer Kamera zwei Instrumentenarme, die durch circa 10 Millimeter große Ports in den Körper eingeführt werden.

Dabei sind die Einsatzmöglichkeiten des Roboters vielfältig: Seit 1999 schon wird er zunehmend eingesetzt und hilft Operateuren heute bei Hysterektomien, Bypass-OPs oder Prostataentfernungen. Viele Unikliniken und Maximalversorger setzen seit Jahren auf diese Operationsmethode und erzielen damit hervorragende Ergebnisse. Die Komplikationsrate bei der Prostatektomie beispielsweise ist deutlich niedriger als bei der herkömmlichen laparoskopischen Methode, was nicht zuletzt daran liegt, dass der Operateur eine 3D-Ansicht des Operationsfeld hat und sich dadurch viel besser orientieren kann.

Grundlage des Behandlungserfolgs mit dem revolutionären DaVinci-Roboter ist natürlich eine gute Schulung, Erfahrung und die damit erhaltene Routine. Denn ein Selbstläufer sind die Operationen trotz Computerunterstützung nicht, ähnlich wie bei Piloten in der Luftfahrt oder Operateuren in der Augenheilkunde. Kurse und Schulungen erhalten die Ärzte natürlich überall, doch viele Zentren gehen noch einen logischen Schritt weiter und bitten die Operateure zu einer abschließenden Prüfung, bevor sie am lebenden Patienten operieren dürfen. Die beiden Elemente des Tests, ein theoretischer Teil und ein praktischer Leistungsnachweis am OP-Simulator erinnern an eine Führerscheinprüfung. Wie im Straßenverkehr ist nach bestandener Prüfung klar, dass der Arzt sich mit den Inhalten der OP-Methode auskennt. Vorbereiten können sich die Ärzte übrigens auch, indem sie entsprechende Youtube Videos downloaden. Dabei kann die Website savefrom.net helfen. Die darauffolgenden Erfahrungen nach der bestandenen Prüfung werden dann zusammen mit fortgeschritteneren Kollegen gesammelt, sodass eine umfassende und nachhaltige Behandlung für den Patienten garantiert ist. Ein nächster Schritt wäre nun die Einführung einer standardisierten bundesweiten Leistungskontrolle.

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Rezension: „Das Paper-Protokoll“

Das Paper-Protokoll von Stefan Lang gibt eine Anleitung zum Verfassen von (bio-)medizinischen Forschungsartikeln. Die Veröffentlichung der Ergebnisse in einem Fachmagazin steht sowohl in der Medizin als auch in den meisten anderen Naturwissenschaften am Ende eines jeden Forschungsprojekts die Veröffentlichung. Auch bei den anschaulichsten Studien kann das schlussendliche Paper dem Verfasser den letzten Nerv rauben. „Das Paper-Protokoll“ zeigt eine einfache Vorgehensweise auf, um in 4 verschiedenen Phasen zu einem Endprodukt zu gelangen, das den wissenschaftlichen Ergebnissen den adäquaten Rahmen gibt.

Zielgruppe:

Das Buch richtet sich an Wissenschaftler, Doktoranden oder Postdocs aus den Bereichen Medizin, Biologie, Biochemie und anderen Naturwissenschaften. Es eignet sich aber auch für Bachelor- und Masterarbeiten.

Aufbau / Didaktik:

Nach einer kurzen Einführung zeigt das Buch 4 verschiedene Phasen der Erstellung eines Papers auf: Konzept & Abstract (Schlüsselergebnisse, Kernaussagen), Outline (Argumentation, Planung), Rohfassung (Verständlichkeit, Prägnanz) und Überarbeitung (Sprache, Stil, Formalitäten). Diese 4 Phasen werden in dem jeweiligen Kapitel genau erklärt und mit sinnvollen Tipps und Hinweisen zu häufigen Fehlern vervollständigt. Abgeschlossen wird das Buch mit Tipps zur Schreibsituation, dem eigenen Anspruch und dem sinnvollen Einsatz des Buches im Prozess der Papererstellung. Im Anhang findet sich eine Aufzählung wichtiger englischer Verben in wissenschaftlichen Texten, praktische Beispiele umständlicher und prägnanter Formulierungen sowie Hinweise zum Einsatz von Satzzeichen in englischsprachigen Texten.

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