Warum ist Achtsamkeit so wichtig und welche Vorteile hat ein achtsames Leben?

Immer mehr Menschen werden krank – Experten betonen, dass nicht nur die Ernährung eine bedeutende Rolle spielt, wenn es um das eigene Wohlbefinden geht. Daneben sind auch die anderen Faktoren, wie beispielsweise die psychische Verfassung oder die Bewegung wichtig. Ein Großteil der Menschen leidet unter alltäglichem Stress, sodass häufig keine Minute der Erholung möglich ist. Um langfristig gesund zu bleiben, sind auch das Thema Stressprävention, das häufig mit Achtsamkeit einhergeht, sehr bedeutsam.

Was ist Achtsamkeit?

In erster Linie möchten wir den Begriff Achtsamkeit erklären. Es gibt keine einheitliche Definition. Ursprünglich kommt das Wort aus dem Buddhismus, wo es eine Technik darstellt, bei der man sich auf sich selbst konzentriert. Doch heutzutage wurde der Begriff weiter ausgedehnt und nun beinhaltet Achtsamkeit so gut wie alles, was man mit einem erhöhten Bewusstsein tut. Wenn jemand beispielsweise mit seiner Achtsamkeit beim Abspülen ist, dann denkt er nicht daran, was er morgen zu tun hat, sondern ist voll und ganz im Moment. Das führt dazu, dass das Gedankenkarussell ein Stück weit abgeschaltet wird und der Stress dadurch natürlich auch nachlässt. Stattdessen konzentriert man sich mit allen Sinnen auf den Moment.

Daneben kann Achtsamkeit auch das Annehmen von allem, was ist, bedeuten. Fühlt sich jemand beispielsweise traurig, dann nimmt er die Gefühle achtsam und wertfrei an. Das hilft dabei, sich nicht in die Sachen hineinzusteigern, sondern alles aus der objektiven Sicht zu betrachten. Allgemein gesagt könnte man Achtsamkeit auch mit einer sehr offenen und bewussten Haltung gegenüber allem, was sich im Leben zeigt, beschreiben.

Wann kann Achtsamkeit helfen?

Viele Experten betonen die Bedeutung der Achtsamkeit im Alltag. Auch in diversen Therapien, Suchttrainings oder beim Resilienztraining wird diese Methodik eingesetzt. Dadurch, dass mit diesem Training sehr viel Positives einhergeht, kann auch das Wohlbefinden des Menschen stark gesteigert werden.

Wer das achtsame Sein übt, der berichtet über viel mehr innere Ruhe, Ausgeglichenheit und Freude. Wenn Menschen also unruhig sind und sich schlecht auf etwas Bestimmtes konzentrieren können, dann kann Achtsamkeit dabei helfen.

Daneben unterstützt die Achtsamkeit auch dabei, sich im gegenwärtigen Moment fallen zu lassen und alles drumherum auszuschalten. Damit wird der Autopilot, der unser Verhalten sowie unsere Emotionen häufig steuert, ausgeschaltet und auf den Flugmodus gestellt. Nun können Menschen trainieren, auch schlimme Erfahrungen aus einer objektiveren Sicht zu betrachten. Damit können die Zufriedenheit und Dankbarkeit kultiviert werden – egal, was passiert. Dieser Zustand führt zu deutlich mehr Hingabe und Freude.

Warum hilft Achtsamkeit gegen Stress?

Wer sich in einer stressigen Situation befindet, der schaltet seine Wahrnehmungen aus und konzentriert sich nur mehr auf das Abarbeiten. Zudem erscheint in stressigen Momenten unser Autopilot, der für uns das Denken und die Reaktionen übernimmt. Deshalb sind viele Menschen gerade in stressigen Momente so wütend – hier reagiert der Autopilot mit bestimmten erlernten Mustern aus der Vergangenheit. Ist man hingegen in der Achtsamkeit geübt, dann kann der gestresste Mensch bewusst reagieren. Schuldgefühle, negative Emotionen und das erhöhte Druckempfinden können dadurch deutlich abnehmen. To-Do-Listen können bei Stress auch wunderbar helfen.

Um den Autopilot mithilfe von Achtsamkeit ruhig zu stellen, braucht es ein bisschen Übung. Statt in das Schema der Selbstvorwürfe oder Ähnliches zu rutschen, nimmt man den Moment einfach wahr – so wie er ist. Ohne Wertung und ohne Emotionen. Durch diese kleine Pause zwischen Wahrnehmung und Reaktion schaffen Menschen es, bewusst zu agieren und Gedanken, die hinderlich sind, beiseitezuschieben und auf das Hier und Jetzt zu fokussieren.

Mit Achtsamkeit die Gedanken ändern

Viele Menschen haben sehr negative Glaubenssätze oder Sätze, die sie sich immer wieder vorsagen. Mit Achtsamkeit können diese verändert werden. In erster Linie müssen sie erst mal an die Oberfläche kommen, achtsam wahrgenommen und dann durch andere positive Gedanken getauscht werden. Hier ist die Achtsamkeit ein hilfreiches Tool. Dieser Artikel könnte Menschen, die sich mit dem Thema Gehirn, Neurologie usw. beschäftigen möchten, gefallen.

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